# IP Tools — Beispiele

> Praxisnahe Durchläufe mit den IP Tools: /24 und /26 berechnen, IPv4 in Integer und Hex wandeln, IPv6 kürzen, ULA erzeugen und Ranges in CIDRs zerlegen.

Source: https://www.jpkc.com/db/tools/ip/examples/

Zurück zur Übersicht: [IP Tools](https://www.jpkc.com/db/tools/ip/) · Tool live öffnen: [www.jpkc.com/tools/ip/](https://www.jpkc.com/tools/ip/)

Das [Manual](https://www.jpkc.com/db/tools/ip/manual/) erklärt jeden Tab und jedes Ausgabefeld im Detail. Diese Seite ergänzt das um **konkrete Rechenaufgaben**, Schritt für Schritt durchgespielt. Alle gezeigten Adressen sind Beispiel-Werte — setz an ihre Stelle deine eigenen. Die Oberfläche ist auf Englisch; Tab- und Button-Namen stehen deshalb im Original.

## Beispiel 1: Ein /24-Netz vollständig zerlegen

Der Klassiker — du willst Netz- und Broadcast-Adresse sowie den Host-Bereich eines typischen LANs wissen.

1. Wechsle in den **Subnet Calc**-Tab und gib `192.168.1.0/24` ein (oder klick den **Quick**-Button `192.168.1.1/24`). Mit **Calculate** oder der Eingabetaste startest du.
2. In **Subnet Details** liest du ab: **Network Address** `192.168.1.0`, **Broadcast** `192.168.1.255`, **Subnet Mask** `255.255.255.0`, **Wildcard Mask** `0.0.0.255`, **First Usable Host** `192.168.1.1`, **Last Usable Host** `192.168.1.254`, **Usable Hosts** `254`, **Total Addresses** `256`, **IP Class** `C`, **IP Type** privat (RFC 1918).
3. Im **Binary Breakdown** siehst du, dass die ersten 24 Bit (das Präfix) als Netz-Bits gefärbt sind und die letzten 8 Bit als Host-Bits — genau die acht Bit, die dir die 256 Adressen geben.

Das ist die Standard-Ausgangslage für jedes Heim- oder Büronetz. Brauchst du es kleiner, kommt Beispiel 2.

## Beispiel 2: Ein /26 berechnen und in Subnetze teilen

Du willst ein /24 in vier gleiche Teile (/26) zerlegen und wissen, in welchem davon eine bestimmte Adresse liegt.

1. Gib im **Subnet Calc**-Tab `192.168.1.130/26` ein.
2. **Subnet Details** zeigt: **Network Address** `192.168.1.128`, **Broadcast** `192.168.1.191`, **Subnet Mask** `255.255.255.192`, **Wildcard Mask** `0.0.0.63`, **First Usable Host** `192.168.1.129`, **Last Usable Host** `192.168.1.190`, **Usable Hosts** `62`, **Total Addresses** `64`. Die Adresse `.130` liegt also im dritten von vier /26-Blöcken (`.128`–`.191`).
3. Unter **Subnet Splits** zeigt dir das Tool, wie sich dieses /26 noch feiner teilen ließe — die nächsten engeren Präfixe `/27`, `/28`, `/29` und `/30` mit Host-Anzahl pro Teilnetz und konkreten Beispiel-Subnetzen. So siehst du sofort: ein `/30` (4 Adressen, 2 Hosts) eignet sich für Punkt-zu-Punkt-Links, ein `/27` (32 Adressen, 30 Hosts) für kleine Abteilungen.

## Beispiel 3: IPv4 in Integer, Hex und Binär umrechnen

Du brauchst `192.168.1.1` als Ganzzahl — etwa für eine Datenbankspalte, einen Vergleich oder eine Firewall-Regel.

1. Wechsle in den **Converter**-Tab und gib `192.168.1.1` ein (oder nutz den Beispiel-Button).
2. Die Tabelle liefert: **Decimal integer** `3232235777`, **Hexadecimal** `0xC0A80101`, **Binary (octets)** `11000000.10101000.00000001.00000001`, **IPv4-mapped IPv6** `::ffff:c0a8:0101`, **IPv4-mapped IPv6 (mixed)** `::ffff:192.168.1.1` und **6to4 prefix** `2002:c0a8:0101::/48`. Jede Zeile hat einen Kopier-Button.
3. **Address type** weist die Adresse als privat (RFC 1918) aus — nützlich, um schnell zu prüfen, ob eine Adresse überhaupt routbar ist.

Wichtig zur Eingabe: Der Konverter akzeptiert **nur** eine gepunktete IPv4-Adresse (`192.168.1.1`) oder eine IPv6-Adresse — alles andere quittiert er mit „Invalid IP address". Die dezimale und hexadezimale Form sind reine **Ausgabe**-Darstellungen; eine bloße Ganzzahl wie `3232235777` lässt sich nicht direkt zurückfüttern, dafür rechnest du sie erst von Hand in die gepunktete Schreibweise um.

## Beispiel 4: Eine IPv6-Adresse kürzen und expandieren

IPv6-Adressen schreibt man kompakt, aber manchmal brauchst du die volle Form (etwa für ein exaktes String-Matching).

1. Gib im **Converter**-Tab die ausgeschriebene Adresse `2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001` ein.
2. Die Tabelle zeigt **Compressed IPv6** `2001:db8::1` und **Expanded IPv6** `2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001`. Du bekommst also beide Richtungen auf einmal.
3. **Address type** weist sie als Documentation-Adresse (`2001:db8::/32`, RFC 3849) aus — der Bereich, den man bewusst für Beispiele nutzt. Eine echte Adresse wie `::ffff:192.168.1.1` würde stattdessen die eingebettete IPv4 und deren dezimale/hexadezimale Form ergänzen.

## Beispiel 5: Eine private IPv6-Adresse (ULA) erzeugen

Du baust ein IPv6-Heim- oder Lab-Netz und brauchst ein stabiles, ISP-unabhängiges Präfix.

1. Öffne den **IPv6 ULA**-Tab. Beim ersten Öffnen erzeugt das Tool automatisch eine ULA; mit **Generate Random ULA** würfelst du eine neue.
2. Du bekommst vier Werte, jeder kopierbar — als Beispiel etwa: **/48 Prefix** `fd3f:9a21:7c4e::/48`, **/64 Example Subnet** `fd3f:9a21:7c4e:0001::/64`, **Example Host Address** `fd3f:9a21:7c4e:0001::1` und die **Global ID (random, 40 bits)** als Hex. (Deine Werte sind andere — die 40-Bit-Global-ID kommt aus dem Krypto-Zufall deines Browsers.)
3. Die **Address Structure**-Grafik zeigt farblich, wie sich die 128 Bit aufteilen: `fd` (8 Bit Präfix), 40 Bit Global ID, 16 Bit Subnetz-ID, 64 Bit Interface-ID.
4. **So setzt du es ein:** Das `/48` weist du deinem Standort zu, die 16-Bit-Subnetz-ID (`0001`, `0002`, …) gibt dir 65.536 mögliche `/64`-Teilnetze — eines pro LAN-Segment. Generierst du das Präfix **einmal** und merkst es dir, bleiben deine internen Adressen stabil, egal was dein Provider zuteilt.

## Beispiel 6: Einen Adressbereich in CIDR-Blöcke übersetzen

Du hast einen IP-Bereich (etwa für eine Firewall- oder Routing-Regel) und brauchst ihn als saubere CIDR-Liste.

1. Wechsle in den **IP Range**-Tab, linke Karte **Range → CIDRs**. Gib **Start IP** `192.168.1.10` und **End IP** `192.168.1.20` ein und klick **Calculate CIDRs**.
2. Das Ergebnis: **11 Adressen**, abgedeckt von **4 CIDR-Blöcken** — `192.168.1.10/31`, `192.168.1.12/30`, `192.168.1.16/30` und `192.168.1.20/32`. Das zeigt anschaulich, warum ein Bereich, dessen Größe keine Zweierpotenz ist, immer mehrere Blöcke braucht: Der gierige Algorithmus legt an jeder Startadresse den größten passend ausgerichteten Block an.
3. Mit **Copy all CIDRs** kopierst du die Liste zeilenweise — fertig zum Einfügen in eine Regel.
4. Die Gegenrichtung steht rechts unter **CIDR → Range**: Gibst du dort `10.0.0.0/22` ein, siehst du **Start (Network)** `10.0.0.0`, **End (Broadcast)** `10.0.3.255`, **Total addresses** `1.024`, **Usable hosts** `1.022`, dazu Subnetz- und Wildcard-Maske.

---

Noch tiefer: das [Manual](https://www.jpkc.com/db/tools/ip/manual/) für jedes Feld im Detail, die [Tipps & Tricks](https://www.jpkc.com/db/tools/ip/tips/) für Strategie und Stolperfallen. Ausprobieren kannst du alles direkt im [Tool](https://www.jpkc.com/tools/ip/).

