fdisk — Festplatten partitionieren mit fdisk und parted

Festplatten unter Linux partitionieren: Partitionstabellen mit fdisk und parted anlegen und ändern, Dateisysteme erstellen, Swap einrichten.

fdisk ist das klassische Werkzeug, um Partitionstabellen unter Linux interaktiv zu bearbeiten – moderne Versionen beherrschen sowohl MBR als auch GPT. parted ergänzt es mit nativer GPT-Unterstützung und der Fähigkeit, Partitionen nachträglich zu vergrößern oder zu verkleinern. Beide greifen tief in deine Datenträger ein: Eine Verwechslung des Geräts oder ein voreiliges Schreiben macht Daten unzugänglich. Prüfe darum immer mit lsblk oder fdisk -l, an welchem Gerät du arbeitest, und sichere die Partitionstabelle vorab mit sfdisk -d.

fdisk — Partitionen anzeigen

fdisk -l — Listet alle Datenträger und ihre Partitionstabellen auf.

sudo fdisk -l

fdisk -l <device> — Listet die Partitionen eines bestimmten Datenträgers auf.

sudo fdisk -l /dev/sda

fdisk -x <device> — Zeigt erweiterte Partitionsdetails (Expertenansicht).

sudo fdisk -x /dev/sda

fdisk — Partitionen verwalten

fdisk <device> — Startet die interaktive Partitionierung eines Geräts.

sudo fdisk /dev/sdb

n — Legt eine neue Partition an (innerhalb von fdisk).

Command: n primary partition number first/last sector

d — Löscht eine Partition (innerhalb von fdisk).

Command: d partition number

t — Ändert den Partitionstyp (innerhalb von fdisk).

Command: t partition number type code (83=Linux, 82=swap)

p — Gibt die Partitionstabelle aus (innerhalb von fdisk).

Command: p

w — Schreibt die Änderungen und beendet das Programm (innerhalb von fdisk).

Command: w

q — Beendet ohne zu speichern (innerhalb von fdisk).

Command: q

parted — Anzeigen & Anlegen

parted -l — Listet alle Datenträger und Partitionen auf.

sudo parted -l

parted <device> print — Zeigt die Partitionstabelle eines Geräts.

sudo parted /dev/sda print

parted <device> mklabel <type> — Legt eine neue Partitionstabelle an (gpt oder msdos).

sudo parted /dev/sdb mklabel gpt

parted <device> mkpart <name> <fs> <start> <end> — Legt eine Partition an.

sudo parted /dev/sdb mkpart primary ext4 1MiB 100%

parted <device> rm <number> — Entfernt eine Partition anhand ihrer Nummer.

sudo parted /dev/sdb rm 2

parted — Größe ändern & anpassen

parted <device> resizepart <number> <end> — Ändert die Größe einer Partition (vergrößern oder verkleinern).

sudo parted /dev/sda resizepart 2 100%

parted <device> name <number> '<name>' — Setzt einen Partitionsnamen (nur GPT).

sudo parted /dev/sda name 1 'boot'

parted <device> set <number> boot on — Setzt das Boot-Flag auf einer Partition.

sudo parted /dev/sda set 1 boot on

parted <device> set <number> lvm on — Markiert eine Partition für LVM.

sudo parted /dev/sdb set 1 lvm on

Dateisysteme erstellen

mkfs.ext4 <partition> — Legt ein ext4-Dateisystem an.

sudo mkfs.ext4 /dev/sdb1

mkfs.xfs <partition> — Legt ein XFS-Dateisystem an.

sudo mkfs.xfs /dev/sdb1

mkfs.vfat -F 32 <partition> — Legt ein FAT32-Dateisystem an.

sudo mkfs.vfat -F 32 /dev/sdb1

mkswap <partition> — Richtet eine Swap-Partition ein.

sudo mkswap /dev/sdb2

swapon <partition> — Aktiviert eine Swap-Partition.

sudo swapon /dev/sdb2

Fazit

fdisk und parted sind mächtig, aber unversöhnlich gegenüber Flüchtigkeitsfehlern: Wer das falsche Gerät erwischt, löscht im Zweifel ein ganzes Laufwerk. Verinnerliche darum ein paar Sicherheitsregeln. In fdisk werden Änderungen erst mit w (write) auf die Platte geschrieben – bis dahin ist q (quit ohne Speichern) dein Rettungsanker; nach w gibt es kein Undo. Kontrolliere vor jeder Aktion mit lsblk und fdisk -l die Gerätebezeichnung, und sichere die bestehende Partitionstabelle mit sfdisk -d /dev/sdX > tabelle.sav, bevor du etwas änderst. Für Datenträger über 2 TB und moderne UEFI-Systeme nutzt du GPT statt MBR – das kann fdisk inzwischen, traditionell greifen viele aber zu gdisk oder parted. Und denk daran: Eine neu angelegte Partition ist noch leer – erst mkfs erzeugt das Dateisystem, und das löscht alle vorhandenen Daten darauf.

Verwandte Kommandos

  • lsblk – Datenträger und Partitionen als Baum anzeigen, vor jeder fdisk-Aktion zum Geräte-Check
  • mount – Dateisysteme nach dem Partitionieren und Formatieren einhängen
  • dd – Datenträger und Partitionstabellen blockweise sichern oder klonen