Cheat Sheets — Tipps & Tricks

Kniffe für die Cheat Sheets: Wörter und Phrasen, Suche über alle Sheets, Tastenkürzel, Deep-Links auf Abschnitte, Stolperfallen und passende JPKCom-Tools.

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Das Manual erklärt jede Funktion, die Beispiele zeigen die Abläufe. Hier geht es um das Drumherum: wie du schneller findest, welche Eigenheit dich sonst stolpern lässt und wie die Sheets mit den anderen JPKCom-Tools zusammenspielen. Die Oberfläche ist auf Englisch — die Bedienelemente stehen deshalb im Original, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.

Die zwei Suchfelder nicht verwechseln

Der häufigste Stolperstein: Es gibt zwei Suchfelder, und sie tun Unterschiedliches.

  • Das Feld im Cheat Sheet-Dropdown (Search cheat sheets...) durchsucht nur die Sheet-Namen — also „welches Tool". Damit kommst du von „ich brauche was zu Containern" zum Docker-Sheet.
  • Das Feld Search in der Steuerungs-Karte durchsucht die Befehle des gerade geladenen Sheets — also „welcher Befehl". Damit kommst du innerhalb von Docker zu docker exec.
  • Mit dem Schalter Search all cheat sheets darunter durchsucht dasselbe Feld die Befehle aller 220 Sheets — also „welcher Befehl in welchem Tool". Damit kommst du von „irgendwas mit offenen Ports" zu ss -tlnp, ohne das Tool vorher zu kennen.

Kennst du das Tool, ist der zweistufige Weg am schnellsten: erst das Sheet wählen, dann den Befehl filtern. Kennst du nur die Aufgabe, schalte die Suche über alle Sheets ein — oder klick in der Karte No commands in this cheat sheet match your search. direkt auf Search all cheat sheets, wenn das aktuelle Sheet nichts hergibt.

Schneller suchen

  • Die Befehls-Suche trifft auch Beschreibungen. Sie durchsucht Befehl, Beschreibung und Beispiel eines Eintrags. Du musst also nicht den exakten Befehl kennen — ein Stichwort aus der Erklärung (undo, compress, permission) führt oft genauso zum Ziel. Was gepasst hat, zeigt die gelbe Markierung.
  • Mehr Wörter, weniger Treffer. Jedes zusätzliche Wort muss ebenfalls vorkommen — undo last ist enger als undo. Die Reihenfolge der Wörter spielt keine Rolle.
  • Phrasen in Anführungszeichen. "dry run" findet nur Einträge mit genau dieser Wortfolge; ohne Anführungszeichen trifft dry run auch jedes --dry-run und liefert deutlich mehr. Umgekehrt sucht dry-run gezielt nach der Option.
  • Teilwörter reichen. Jedes Wort wird als Teilzeichenfolge gesucht: rev findet revert, compr findet compress. Tippfehler verzeiht die Suche dagegen nicht.
  • / und Esc statt Maus. / springt von überall auf der Seite ins Suchfeld, Esc leert es wieder. So suchst du mehrere Befehle hintereinander, ohne die Hände von der Tastatur zu nehmen.
  • Tastatur first im Dropdown. Öffne das Cheat Sheet-Dropdown, tippe zwei, drei Buchstaben und drück Enter — ohne Pfeiltaste lädt das den ersten Treffer. Mit Pfeil hoch/runter wählst du einen anderen, mit Escape schließt du das Dropdown wieder.
  • Der ×-Button setzt nur die Befehls-Suche zurück, nicht das Sheet. Praktisch, wenn du im selben Sheet nacheinander nach mehreren Befehlen schaust.
  • Kategorien als Landkarte. Wenn du den Tool-Namen nicht kennst, hilft die Gruppierung: Backup-Werkzeuge stehen unter Remote & Backup, Textwerkzeuge unter Text Processing beieinander — gut, um Alternativen zu entdecken (restic vs. borgbackup, grep und Verwandte).
  • Bookmarke deine Dauerbrenner. Jedes Sheet hat eine eigene URL über den Hash (#git, #docker, #nginx). Ein Browser-Lesezeichen direkt auf den Hash-Link bringt dich mit einem Klick ins richtige Sheet.
  • Verlinke den Abschnitt, nicht nur das Sheet. Der Link-Button im Kopf jeder Abschnittskarte kopiert eine URL wie …/tools/cheatsheet/#ssh/port-forwarding-tunneling. Statt „guck mal bei den Cheat Sheets, irgendwo bei SSH" landet die andere Person direkt bei den Tunneln.
  • Zurück-Taste zwischen Sheets. Jeder Sheet-Wechsel legt einen eigenen History-Eintrag an — springst du von git zu gh und wieder zurück, reicht die Zurück-Taste des Browsers. Abschnittssprünge über das Section-Dropdown landen dagegen nicht in der History; die bleibt also übersichtlich.

Stolperfallen aus der Praxis

  • Kopierte Befehle enthalten Platzhalter wörtlich. <url>, <name>, <branch> werden so kopiert, wie sie dastehen — sie sind als Lückentext gedacht, nicht als lauffähiger Befehl. In Shell-Befehlen sind sie orange abgesetzt, damit du keinen übersiehst. Vor dem Ausführen ausfüllen. Wenn du einen sofort lauffähigen Aufruf willst, kopier den Beispiel-Block, nicht die generische Befehlszeile darüber.
  • Highlighting nur für erkannte Sprachen. .htaccess, nginx.conf und PowerShell werden in ihrer eigenen Syntax eingefärbt, in den Sheets Apache, NGINX und Certbot erkennt das Tool Konfigurations-Snippets einzeln. HTTP Status Codes, MIME Types und Regex Reference bleiben reiner Text ohne Farben. Alles andere läuft als Shell — bei YAML-, SQL- oder JSON-Beispielen ist die Färbung deshalb nur kosmetisch. Verlass dich auf den Text, nicht auf die Farbe.
  • Höchstens 150 Treffer über alle Sheets. Bei allgemeinen Begriffen nennt der Status die volle Zahl, zeigt aber nur die ersten 150. Treffer, bei denen alle Wörter in der Befehlszeile stehen, kommen zuerst — deshalb kann ein Sheet weiter unten ein zweites Mal auftauchen, dann mit Treffern aus der Beschreibung. Ein weiteres Wort oder eine Phrase macht die Liste kürzer.
  • Der Schalter behält deinen Suchbegriff. Bei eingeschalteter Suche über alle Sheets bleibt der Begriff stehen, auch wenn du im Menü ein anderes Sheet wählst — das neue Sheet wird gleich mitgefiltert. Ohne Schalter leert ein Sheet-Wechsel die Suche.
  • Immer nur ein Sheet sichtbar. Du kannst nicht zwei Sheets nebeneinander anzeigen. Willst du apt und dnf vergleichen, öffne sie in zwei Browser-Tabs (dank Deep-Link je eine eigene URL) — oder such über alle Sheets nach der Aufgabe, dann stehen die passenden Befehle beider Tools in einer Liste.
  • Reine Referenz, kein Spielplatz. Das Tool führt nichts aus und validiert nichts. Es zeigt dir die Syntax — testen musst du im eigenen Terminal.
  • Sheets laden bei Bedarf. Beim ersten Öffnen eines Sheets wird kurz nachgeladen; danach liegt es im Cache und ist sofort da. Die erste Suche über alle Sheets lädt einmal alle noch fehlenden Sheets nach (komprimiert rund 400 KB) — auf langsamen Verbindungen dauert das einen Moment, jede weitere Suche ist sofort da. Bei einem Netzwerkproblem erscheint ein Fehler-Hinweis statt Inhalt — dann einfach neu laden.

Mit anderen JPKCom-Tools kombinieren

Die Cheat Sheets sind der schnelle Nachschlage-Teil; für die Arbeit am Code und an den regulären Ausdrücken gibt es passende interaktive Werkzeuge:

  • Regex-Tool — das „Regex Reference"-Sheet liefert die Syntax, das Regex-Tool lässt dich den Ausdruck gegen echten Text live testen. Erst nachschlagen, dann ausprobieren.
  • Source-Tool — wenn du aus einem sed-, awk- oder jq-Befehl eine längere Verarbeitung baust, hilft das Source-Tool beim Ansehen und Aufbereiten des Ergebnisses.
  • Coder-Tool — Befehle wie openssl, curl oder base64 arbeiten oft mit codierten Werten; das Coder-Tool de- und encodiert Base64, URL, JWT und mehr direkt im Browser.

Kuriosität am Rande: Unter den 220 Sheets gibt es in der Kategorie Development auch ein Claude Code-Sheet — die Kommandozeilen-Referenz zum KI-Coding-Assistenten. Das Tool selbst hat aber keine KI-Funktion: Es ist eine klassische, statische Referenz, die du durchsuchst und kopierst.


Noch mehr Kontext: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jede Funktion und die Beispiele für die Schritt-für-Schritt-Abläufe. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.