Cheat Sheets — Tipps & Tricks

Kniffe für die Cheat Sheets: schneller suchen, die zwei Suchfelder richtig nutzen, Deep-Links, Stolperfallen und die Kombination mit anderen JPKCom-Tools.

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Das Manual erklärt jede Funktion, die Beispiele zeigen die Abläufe. Hier geht es um das Drumherum: wie du schneller findest, welche Eigenheit dich sonst stolpern lässt und wie die Sheets mit den anderen JPKCom-Tools zusammenspielen. Die Oberfläche ist auf Englisch — die Bedienelemente stehen deshalb im Original, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.

Die zwei Suchfelder nicht verwechseln

Der häufigste Stolperstein: Es gibt zwei Suchfelder, und sie tun Unterschiedliches.

  • Das Feld im Cheat Sheet-Dropdown (Search cheat sheets…) durchsucht nur die Sheet-Namen — also „welches Tool". Damit kommst du von „ich brauche was zu Containern" zum Docker-Sheet.
  • Das Feld Search in der Steuerungs-Karte durchsucht die Befehle des gerade geladenen Sheets — also „welcher Befehl". Damit kommst du innerhalb von Docker zu docker exec.

Es gibt keine Suche, die zugleich über die Befehle aller 219 Sheets geht. Der Ablauf ist deshalb immer zweistufig: erst das Tool wählen, dann den Befehl filtern. Wer das verinnerlicht, sucht doppelt so schnell.

Schneller suchen

  • Die Befehls-Suche trifft auch Beschreibungen. Sie ist eine Volltext-Teilstring-Suche über den ganzen sichtbaren Text eines Eintrags. Du musst also nicht den exakten Befehl kennen — ein Stichwort aus der Erklärung (undo, compress, permission) führt oft genauso zum Ziel.
  • Tastatur first im Dropdown. Öffne das Cheat Sheet-Dropdown, tippe zwei, drei Buchstaben, dann Pfeil runter und Enter — ohne die Maus anzufassen. Mit Escape schließt du das Dropdown wieder.
  • Der ×-Button setzt nur die Befehls-Suche zurück, nicht das Sheet. Praktisch, wenn du im selben Sheet nacheinander nach mehreren Befehlen schaust.
  • Kategorien als Landkarte. Wenn du den Tool-Namen nicht kennst, hilft die Gruppierung: Backup-Werkzeuge stehen unter Remote & Backup, Textwerkzeuge unter Text Processing beieinander — gut, um Alternativen zu entdecken (restic vs. borgbackup, grep und Verwandte).
  • Bookmarke deine Dauerbrenner. Jedes Sheet hat eine eigene URL über den Hash (#git, #docker, #nginx). Ein Browser-Lesezeichen direkt auf den Hash-Link bringt dich mit einem Klick ins richtige Sheet.
  • Teile den genauen Spickzettel. Statt „guck mal bei den Cheat Sheets" schickst du gleich …/tools/cheatsheet/#ssh — die andere Person landet sofort am Ziel.
  • Der Hash spammt die History nicht zu. Sheet-Wechsel werden per replaceState gesetzt; dein Zurück-Button bleibt also brauchbar, auch wenn du dich durch viele Sheets klickst.

Stolperfallen aus der Praxis

  • Kopierte Befehle enthalten Platzhalter wörtlich. <url>, <name>, <branch> werden so kopiert, wie sie dastehen — sie sind als Lückentext gedacht, nicht als lauffähiger Befehl. Vor dem Ausführen ausfüllen. Wer einen sofort lauffähigen Aufruf will, kopiert den Beispiel-Block, nicht die generische Befehlszeile darüber.
  • Das Syntax-Highlighting ist Shell-orientiert. Die Beispiele werden als Shell-/Bash-Syntax eingefärbt (highlight.js, Theme github-dark). Bei Beispielen, die eigentlich Konfiguration oder eine andere Sprache sind, ist die Färbung nur kosmetisch — verlass dich auf den Text, nicht auf die Farbe.
  • Immer nur ein Sheet sichtbar. Du kannst nicht zwei Sheets nebeneinander anzeigen. Willst du apt und dnf vergleichen, öffne sie in zwei Browser-Tabs (dank Deep-Link je eine eigene URL).
  • Reine Referenz, kein Spielplatz. Das Tool führt nichts aus und validiert nichts. Es zeigt dir die Syntax — testen musst du im eigenen Terminal.
  • Sheets laden bei Bedarf. Beim ersten Öffnen eines Sheets wird kurz nachgeladen; danach liegt es im Cache und ist sofort da. Bei einem Netzwerkproblem erscheint ein Fehler-Hinweis statt Inhalt — dann einfach neu laden.

Mit anderen JPKCom-Tools kombinieren

Die Cheat Sheets sind der schnelle Nachschlage-Teil; für die Arbeit am Code und an den regulären Ausdrücken gibt es passende interaktive Werkzeuge:

  • Regex-Tool — das „Regex Reference"-Sheet liefert die Syntax, das Regex-Tool lässt dich den Ausdruck gegen echten Text live testen. Erst nachschlagen, dann ausprobieren.
  • Source-Tool — wenn du aus einem sed-, awk- oder jq-Befehl eine längere Verarbeitung baust, hilft das Source-Tool beim Ansehen und Aufbereiten des Ergebnisses.
  • Coder-Tool — Befehle wie openssl, curl oder base64 arbeiten oft mit codierten Werten; das Coder-Tool de- und encodiert Base64, URL, JWT und mehr direkt im Browser.

Kuriosität am Rande: Unter den 219 Sheets gibt es in der Kategorie Development auch ein Claude Code-Sheet — die Kommandozeilen-Referenz zum KI-Coding-Assistenten. Das Tool selbst hat aber keine KI-Funktion: Es ist eine klassische, statische Referenz, die du durchsuchst und kopierst.


Noch mehr Kontext: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jede Funktion und die Beispiele für die Schritt-für-Schritt-Abläufe. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.