DNS, SSL, Redirect & URL

DNS und Mail-Security prüfen, SSL-Ketten auch bei kaputten Zertifikaten zeigen, Redirects verfolgen, URLs zerlegen, SPF-Records bauen und rekursiv prüfen.

Fünf Netzwerk-Werkzeuge in einem Werkzeugkasten

DNS, SSL, Redirect & URL bündelt die täglichen Diagnose-Aufgaben rund um Domains, Zertifikate und Adressen in einer einzigen Oberfläche. Statt für jeden Handgriff ein eigenes Online-Tool zu suchen, springst du hier zwischen fünf Tabs hin und her: DNS (DNS-Records und Mail-Security abfragen), SSL / Security (Zertifikat, Kette, TLS und Sicherheits-Header prüfen), Redirect (Weiterleitungsketten verfolgen), URL (Adressen zerlegen und Slugs erzeugen) und SPF (einen SPF-TXT-Record bauen, laden und nachzählen).

Gedacht ist das für alle, die mit Websites und Mailservern arbeiten: Entwicklerinnen und Entwickler, die schnell sehen wollen, wohin eine Domain zeigt oder ob ein Zertifikat bald abläuft; Admins, die Redirects und DNS-Einträge nach einer Migration kontrollieren; und SEO- und E-Mail-Leute, die saubere Weiterleitungen, gültige SPF-Records und korrekte Sicherheits-Header brauchen. Kein Account, keine Installation — du bedienst alles direkt im Browser.

Was die fünf Tabs prüfen

  • DNS — fragt für eine Domain einen einzelnen Record-Typ ab (A, AAAA, MX, NS, TXT, CNAME, SOA, SRV, CAA, PTR, NAPTR) oder per Check All auf einen Schlag die wichtigsten Typen plus Extra-Checks: www, DMARC, DKIM (21 gängige Selektoren), MTA-STS, TLS-RPT, BIMI und Wildcard. Daraus entsteht eine Übersichtskarte „Mail & domain security", die SPF, DMARC, DKIM, MX, MTA-STS, TLS-RPT, BIMI und CAA mit Status-Badges bewertet. Gibst du eine IP-Adresse ein, schaltet das Tool automatisch auf den Reverse-Lookup (PTR) um. Ergebnis wahlweise als JSON oder als BIND-artige Zonendatei.
  • SSL / Security — ruft eine https://-Adresse ab und zerlegt das Zertifikat: Common Name, Aussteller, Gültigkeit mit Restlaufzeit, Schlüssel und Signatur, Seriennummer, SHA-256-Fingerprint, Hostname-Abdeckung, Vertrauensstatus und die Subject Alternative Names (SANs). Die Zertifikatskette zeigt es so, wie der Server sie sendet — mit Signaturprüfung je Glied, und zwar auch bei abgelaufenen, selbstsignierten oder sonst kaputten Zertifikaten. Dazu kommen TLS-Version und Cipher, ein CAA-Abgleich, eine Befunde-Liste und die Prüfung von neun Sicherheits-Headern. Die Kette lädst du als PEM herunter oder öffnest sie mit einem Klick im PKI Viewer.
  • Redirect — folgt einer URL Sprung für Sprung (bis zu 10 Hops) und zeigt pro Station Statuscode, IP, HTTP/HTTPS-Flag, Server, Timing, Zertifikats-Restlaufzeit und die Roh-Header. Schleifen werden erkannt; Server, die HEAD ablehnen, fragt das Tool per GET ab.
  • URL — zerlegt eine Adresse client-seitig in ihre Bestandteile (Protokoll, Host, Port, Pfad, Query-Parameter, Hash …), zeigt internationalisierte Hosts in Unicode und Punycode und enthält einen URL-Slug-Generator, der Text live in saubere, URL-taugliche Slugs verwandelt (inklusive deutscher Umlaut-Behandlung).
  • SPF — baut interaktiv einen gültigen v=spf1-TXT-Record: All-Policy, eigene Mailserver, 16 vorkonfigurierte Provider, eigene include:- und IP-Einträge. Live-Zähler für DNS-Lookups und Zeichenlänge warnen, bevor du gegen die SPF-Grenzen läufst. Einen bereits veröffentlichten Record lädst du per Load ins Formular, und Count all lookups zählt die DNS-Lookups rekursiv über alle verschachtelten include:-Records.

Architektur: serverseitiger Abruf, clientseitige Auswertung

Drei der Werkzeuge brauchen Daten aus dem Netz, die ein Browser aus Sicherheitsgründen (CORS, fremde TLS-Verbindungen) nicht selbst holen darf. Deshalb arbeiten DNS, SSL und Redirect über die JPKCom-Server:

  • Der DNS-Tab schickt seine Abfrage an einen serverseitigen PHP-Endpunkt, der die Records mit PHP-Bordmitteln (dns_get_record) auflöst. Über denselben Endpunkt läuft auch die rekursive SPF-Analyse aus dem SPF-Tab.
  • SSL und Redirect laufen über einen serverseitigen cURL-Proxy, der die Zielseite abruft und die Roh-Daten (Header, Zertifikat, Hop-Kette) als JSON zurückgibt; die Aufbereitung und Darstellung passiert dann in deinem Browser. Für den SSL-Check baut der Server zusätzlich einen zweiten TLS-Handshake ohne Zertifikatsprüfung zum selben Host auf — nur so lässt sich die Kette auch dann anzeigen, wenn die normale, prüfende Verbindung am Zertifikat scheitert.

Diese Server-Endpunkte (p.php für den Fetch-Proxy, p-api.php für die Token-Ausgabe, dazu der DNS-Endpunkt) sind kein öffentliches API, das du selbst ansteuern kannst: Sie sind durch ein tageweise rotierendes Token, eine Zeitfenster-Prüfung und eine Referer-Kontrolle abgesichert und werden ausschließlich vom JavaScript des Tools genutzt. Praktisch relevant sind die daraus folgenden Fakten:

  • Privatsphäre: Die geprüfte Domain sieht einen Request vom JPKCom-Server, nicht deine IP-Adresse.
  • SSRF-Schutz: Private, lokale, reservierte und CGNAT-Adressen werden geblockt — sowohl bei DNS-Reverse-Lookups als auch beim SSL-/Redirect-Abruf, und bei Redirects auf jedem einzelnen Hop neu. Nur http/https auf den Ports 80, 443, 3000, 5000, 8000, 8008, 8080 und 8443 sind erlaubt.
  • Grenzen: maximal 10 Redirect-Hops mit 24 s Zeitbudget für die ganze Kette, 15 s für den SSL-Abruf, eine clientseitige Drossel von ~1 Anfrage pro Sekunde und serverseitige Limits pro IP-Adresse.

Der URL-Parser, der Slug-Generator und das Zusammenbauen des SPF-Records brauchen den Server gar nicht — sie rechnen komplett in deinem Browser. Nur Load und Count all lookups im SPF-Tab fragen den DNS-Endpunkt.

Jetzt ausprobieren

→ DNS, SSL, Redirect & URL öffnen — Tab wählen, Domain oder URL eingeben, Ergebnis lesen. Ohne Account, kostenlos, direkt im Browser. Die Tabs DNS, SSL / Security, Redirect und URL führen je eine eigene History mit bis zu 20 Einträgen (lokal im Browser gespeichert): Ein Klick setzt eine frühere Eingabe wieder ins Feld, ein weiterer Klick auf den Prüf-Button wiederholt die Abfrage.

Verwandte JPKCom-Tools

  • SEO & GEO Analyzer — prüft eine ganze Seite inklusive HTTPS, Redirects, Security-Header und Performance; ideal, wenn du nach dem Technik-Check das große Bild willst.
  • PKI Viewer — Zertifikate, CSRs und Schlüssel im Detail inspizieren; die Kette aus dem SSL-Tab übergibst du per Button PKI Viewer direkt dorthin.
  • IP-Tools — IP-Adressen und Subnetze analysieren, passend zu den DNS- und Redirect-IPs.
  • Mail-Header-Analyzer — E-Mail-Header lesen, wenn du den im SPF-Tab gebauten Record in der Praxis kontrollierst.

Tiefer geht es auf den Unterseiten: das Manual mit jedem Tab und allen Betriebsgrenzen, Beispiele aus der Praxis und gesammelte Tipps & Tricks.