Compiler — Beispiele
Praxisnahe Durchläufe mit dem Compiler: SCSS mit Dart Sass kompilieren, Sass-Module und @debug, JavaScript und HTML minifizieren, fremdes CSS lesbar machen.
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Das Manual erklärt jeden Tab und jede Option im Detail. Diese Seite ergänzt das um konkrete Arbeitsabläufe — typische Aufgaben, Schritt für Schritt durchgespielt. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch; Tab- und Button-Namen stehen deshalb im Original, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.
Beispiel 1: SCSS zu CSS kompilieren
Der Klassiker — du hast ein SCSS-Snippet und willst sehen, welches CSS dabei herauskommt.
- Öffne den Compiler; der
SASS/SCSS-Tab ist bereits aktiv und mit einem Beispiel gefüllt (@use "sass:color"und"sass:math", Variablen, Mixin, Verschachtelung). - Ersetze das Beispiel durch deinen eigenen SCSS-Code oder lade per Upload file eine
.scss- oder.sass-Datei. - Lass Syntax auf
Auto-detectund den Output Style aufExpanded(lesbares CSS) und klick auf Compile. - Beim ersten Mal erscheint kurz „Loading Sass compiler..." — das gzip-komprimiert rund 0,9 MB große Modul von Dart Sass wird einmalig nachgeladen. Danach steht das fertige CSS rechts im Output-Editor.
- Hol es dir mit Copy in die Zwischenablage oder per Download — als
styles.cssoder, wenn du eine Datei hochgeladen hast, unter deren Namen (austheme.scsswirdtheme.css).
Hat dein SCSS einen Syntaxfehler, kompiliert das Tool nicht blind weiter: Es schreibt die Fehlermeldung mit Zeile und Spalte als Kommentar in die Ausgabe, markiert die Zeile im Eingabe-Editor und setzt den Cursor genau dorthin — du siehst sofort, wo es klemmt.
Beispiel 2: Produktionsfertiges, minifiziertes CSS in einem Schritt
Du willst aus SCSS direkt komprimiertes CSS, ohne hinterher noch durch einen Minify-Schritt zu gehen.
- Bleib im
SASS/SCSS-Tab, füge deinen SCSS-Code ein. - Stell den Output Style auf
Compressed. - Compile — die Ausgabe ist jetzt minifiziertes CSS in einer Zeile, ohne überflüssigen Leerraum.
Das spart den Umweg über den CSS-Minify-Tab und ist der saubere Weg, wenn dein Stylesheet ohnehin aus SCSS entsteht: Die Engine erzeugt die komprimierte Form selbst, statt sie hinterher aus fertigem CSS herauszurechnen. Beim Download heißt die Datei hier übrigens styles.css (bzw. nach deinem Upload), ohne .min — das Kürzel hängt das Tool nur nach dem Minify in den anderen Tabs an. Brauchst du den Namen .min.css, benenne die Datei nach dem Speichern um.
Beispiel 3: JavaScript minifizieren
Eine Hilfsfunktion oder ein kleines Skript soll für die Produktion verkleinert werden.
- Wechsle in den
JavaScript-Tab und füge deinen Code ein (oder lade eine.js- oder.mjs-Datei per Upload file). - Sieh dir die Minify-Optionen an: Mangle names (Standard: an) kürzt lokale Namen; Drop console (Standard: aus) entfernt
console.*-Aufrufe. Für Produktionscode lohnt es sich oft, Drop console zusätzlich anzuhaken — das Tool merkt sich die Einstellung für den nächsten Besuch. - Klick auf Minify. Die Verkleinerung übernimmt Terser (öffnet in neuem Tab) (englisch); das Ergebnis erscheint rechts.
- Hat dein Code einen Syntaxfehler, steht die Terser-Fehlermeldung als
// Error: …in der Ausgabe — korrigier die Stelle und minifiziere erneut. - Download speichert das Ergebnis als
script.min.jsbzw. — nach einem Upload vonapp.js— alsapp.min.js.
Brauchst du umgekehrt lesbaren Code (etwa weil du eine eingerückte Version einer kompakten Datei willst), nimm im selben Tab Beautify statt Minify.
Beispiel 4: Fremdes, zusammengequetschtes CSS lesbar machen
Du hast minifiziertes CSS bekommen — alles in einer Zeile — und willst es verstehen.
- Geh in den
CSS-Tab und füge das kompakte CSS in den Input-Editor. - Wähl bei Indent Size deine bevorzugte Einrücktiefe (
2 spacesoder4 spaces). - Klick auf Beautify. Das CSS erscheint rechts sauber eingerückt, mit Zeilenumbrüchen und einer Deklaration pro Zeile — über den JS Beautifier (öffnet in neuem Tab) (englisch).
Derselbe Ablauf gilt für den HTML- und den JavaScript-Tab. Geht es nur ums Lesbarmachen und steckt der JavaScript-Code in gepackter Form (P.A.C.K.E.R. oder URL-encodiert), ist das spezialisierte Beautify-Tool die bessere Wahl — es entpackt solchen Code vor dem Formatieren. Anderweitig verschleierten Code, etwa mit umbenannten Variablen, entwirrt keines der beiden Tools.
Beispiel 5: HTML für die Auslieferung verkleinern
Ein HTML-Fragment soll für die Produktion kompakter werden.
- Wechsle in den
HTML-Tab und füge dein Markup ein. - Willst du auch die Kommentare loswerden, hak Remove comments an (diese Option wirkt nur beim Minify).
- Klick auf Minify. Jede Folge aus Leerzeichen und Zeilenumbrüchen schrumpft auf ein Leerzeichen, eingebettete
<style>-Blöcke werden mit verkleinert; das Ergebnis steht rechts, die Erfolgsmeldung nennt die Ersparnis in KB und Prozent. - Inhalte von
<pre>,<textarea>und<script>übernimmt das Tool unverändert, und bedingte Kommentare (<!--[if …]>) bleiben auch bei Remove comments stehen — die Seite sieht danach aus wie vorher. - Download speichert die Fassung als
index.min.htmlbzw. unter dem Namen deiner hochgeladenen Datei mit.min.
Beispiel 6: Vom kompakten zum eingerückten HTML und zurück
Du jonglierst zwischen lesbarer Bearbeitung und kompakter Auslieferung.
- Im
HTML-Tab kompaktes Markup einfügen und Beautify klicken — wähl vorher Indent Size und Wrap Length (z. B.120). Das Ergebnis ist sauber eingerückt und liest sich angenehm. - Klick in der Ausgabe-Karte auf Use output as input: Die eingerückte Fassung steht jetzt links im Eingabe-Editor, und du bearbeitest sie direkt dort. Gefällt dir das Ergebnis nicht, holt Strg+Z im Eingabe-Editor den vorherigen Stand in einem Schritt zurück.
- Für die Auslieferung Minify klicken — fertig ist die kompakte Fassung, die du per Copy oder Download mitnimmst.
So nutzt du beide Richtungen desselben Tabs als Paar: Beautify zum Arbeiten, Minify zum Ausliefern. Derselbe Dreischritt funktioniert im CSS- und im JavaScript-Tab.
Beispiel 7: Moderne Sass-Module und @debug nutzen
Du willst Code mit dem Sass-Modulsystem testen und nebenbei Zwischenwerte prüfen.
-
Füge im
SASS/SCSS-Tab etwa dieses Snippet ein:scss @use "sass:math"; @use "sass:color"; $base: 16px; $brand: #0d6efd; @debug math.div($base, 2); .card { padding: math.div($base, 2); border-color: color.adjust($brand, $lightness: -10%); } -
Klick auf Compile. Rechts steht das CSS, die
@debug-Ausgabe landet nicht darin, sondern im gelben Kasten unter den Editoren („1 message from Sass:", mit Zeilennummer); die Zeile ist im Eingabe-Editor am Rand markiert. -
Meldet Dart Sass dabei Warnungen zu veraltetem Code (Präfix
Deprecation:), stehen sie in derselben Liste — so siehst du, welche Stellen du modernisieren solltest.
Dateien aus deinem Projekt kannst du per @use allerdings nicht nachladen; kopiere Partials bei Bedarf mit in den Input-Editor.
Noch tiefer: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jede Engine und Option im Detail und die Tipps & Tricks für Strategie und Stolperfallen. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.