Convertor PRO — Beispiele

Convertor PRO in der Praxis: JSON zu YAML und TOML, XML als JSON, große IDs ziffergenau, Emoji-Escapes, HTML-Entities und gemischte Escapes auflösen.

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Das Manual beschreibt jedes Feld und jeden Modus im Detail. Diese Seite ergänzt das um konkrete Durchläufe: typische Aufgaben, Schritt für Schritt, mit dem Fokus darauf, was du eingibst und was herauskommt. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch — Tab- und Knopf-Namen stehen deshalb im Original, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.

Beispiel 1: JSON zu YAML

Du hast eine kompakte JSON-Konfiguration und willst sie als lesbares YAML — etwa für eine CI-Pipeline oder eine docker-compose-ähnliche Datei.

  1. Öffne den Convertor PRO und wechsle in den Data Formats-Tab.
  2. Lass Source auf Auto-detect und setze Output auf YAML.
  3. Füge links deine JSON-Daten ein, z. B.:
{ "service": "web", "port": 8080, "tags": ["a", "b"], "debug": true }
  1. Das Abzeichen neben Source zeigt JSON, und rechts erscheint nach einem kurzen Moment — ohne Klick auf Convert:
yaml
service: web
port: 8080
tags:
  - a
  - b
debug: true

YAML notiert Strings ohne Anführungszeichen, Zahlen und Booleans bleiben typisiert, Arrays werden zu Listen. Mit Copy to clipboard holst du das Ergebnis in die Zwischenablage oder lädst es per Save as file als converted.yaml herunter.

Beispiel 2: YAML zu TOML

Aus derselben Familie, andere Richtung: Du willst eine YAML-Konfiguration als TOML, etwa für ein Rust- oder Python-Tool, das pyproject.toml-artige Dateien erwartet.

  1. Im Data Formats-Tab: Source auf Auto-detect (oder YAML), Output auf TOML.
  2. Wenn die Ausgabe aus Beispiel 1 noch rechts steht, klick einfach Swap — die YAML-Ausgabe rutscht nach links und wird zur neuen Eingabe, und das Zielformat springt auf JSON zurück; stell es dann auf TOML.
  3. Füge sonst dein YAML ein:
title: My Project
owner:
  name: Jane
  active: true
  1. Rechts steht:
title = "My Project"

[owner]
name = "Jane"
active = true

Verschachtelte Objekte werden zu [table]-Blöcken. Achte darauf, dass Kommentare aus dem YAML nicht mitkommen — die Konvertierung läuft über eine reine Daten-Zwischenstufe (siehe Grenzen und Sonderfälle). Enthält dein YAML ein null, lässt TOML den Schlüssel weg — das steht dann als Hinweis unter den Editoren.

Beispiel 3: Text zu Hex und Unicode

Du baust ein Emoji oder einen Sonderbuchstaben in HTML, CSS oder einen JavaScript-String ein und brauchst die korrekte Escape-Schreibweise.

  1. Wechsle in den Encoding-Tab.
  2. Tippe in das Feld Characters das Zeichen ein, etwa 😀 oder café.
  3. Alle anderen Felder füllen sich schon beim Tippen (den Convert-Knopf bei Characters brauchst du nur, wenn du nicht warten willst). Für 😀 liest du ab:
    • Hexadecimal NCRs: 😀 (für HTML/XML)
    • Unicode U+hex: U+1F600
    • UTF-8 code units: F0 9F 98 80
    • UTF-16 code units: D83D DE00 — das Surrogate-Paar
    • CSS escapes: \1F600 (mit Leerzeichen am Ende)
    • JavaScript escapes: \uD83D\uDE00 — das Surrogate-Paar als zwei \u-Escapes
  4. Brauchst du für JavaScript die kürzere ES6-Form, stell im Auswahlfeld Above U+FFFF auf \u{1F600} (ES6) um — das Feld zeigt dann \u{1F600}; für C oder Python gibt es \U0001F600 (C, Python).
  5. Mit dem Kopier-Knopf neben dem passenden Feld holst du genau die Notation, die du brauchst.

Tipp: Willst du nur die Sonderzeichen escapen und ASCII-Buchstaben lesbar lassen, lass die Checkbox Keep ASCII an (Standard) — dann wird café im Feld Hexadecimal NCRs zu café, und nur das é ist umgesetzt.

Beispiel 4: HTML-Entities dekodieren

Du hast Text aus einer Quelle, in dem Entities wie &, ü oder — stehen, und willst den Klartext.

  1. Encoding-Tab.
  2. Füge den Text in das Feld HTML/XML ein, z. B. R&D über alles — gut.
  3. Im Feld Characters steht kurz darauf der Klartext: R&D über alles — gut. Das Feld versteht alle benannten HTML5-Entities (&, ü, —, …) genauso wie numerische (—).

Geht es um wild gemischte Escapes aus mehreren Notationen gleichzeitig, nimm stattdessen das Feld Mixed input — es löst verschiedene Escape-Arten in einem Rutsch auf (siehe Beispiel 8).

Beispiel 5: XML lesbar als JSON

Eine API hat dir XML zurückgegeben, und du willst die Struktur schnell als JSON überblicken.

  1. Data Formats-Tab, Source auf Auto-detect. Füge das XML mit Paste from clipboard oder direkt in den Editor ein — das führende < genügt, das Abzeichen neben Source zeigt XML.
  2. Setze Output auf JSON. Aus
<book id="42"><title>Faust</title><year>1808</year></book>

wird

json
{
  "book": {
    "@id": 42,
    "title": "Faust",
    "year": 1808
  }
}
  1. Beachte die Konventionen: Der Name des Wurzelelements (book) bleibt als oberster Schlüssel erhalten, Attribute bekommen ein @-Präfix (@id), und Texte und Attributwerte, die exakt wie eine Zahl oder true/false geschrieben sind, werden typisiert (42 und 1808 werden zu Zahlen). Eine Postleitzahl wie 01234 bliebe dagegen ein String. Wiederholte gleichnamige Elemente würden zu einem Array. Wandelst du das JSON per Swap zurück nach XML, entsteht wieder <book id="42">…</book> mit XML-Deklaration davor.

Beispiel 6: INI zu JSON — und warum nicht jeder Weg zurück führt

INI eignet sich zum Einlesen alter Konfigurationen.

  1. Data Formats-Tab. Source auf INI (oder Auto-detect), Output auf JSON. Eingabe:
debug = true
[database]
host = localhost
port = 5432
  1. Rechts erscheint verschachteltes JSON mit debug auf Wurzelebene und einem database-Objekt. Unquotierte Werte werden nur typisiert, wenn sie eindeutig sind: true wird Boolean, 5432 wird Zahl — yes, on oder 0755 blieben dagegen Strings.
  2. Umgekehrt gilt die INI-Grenze: Tief verschachtelte Objekte werden beim Schreiben nach INI ohne Hinweis mit Punkt-Notation flachgeklopft (db.host = …), Listen einfacher Werte werden zu key[] = …-Zeilen, und eine Liste mit Objekten oder Listen darin landet als JSON-String im Wert — mit Hinweis. Beim Zurücklesen bleibt db.host ein Schlüssel mit Punkt; die ursprüngliche Verschachtelung kommt also nicht zurück. Für strukturreiche Daten ist JSON, YAML oder TOML das bessere Ziel.

Beispiel 7: Große IDs ziffergenau weitergeben

Ein API-Export enthält 64-Bit-IDs und Preise wie 1.0. Über eine gewöhnliche JavaScript-Zahl würde aus 12345678901234567890 stillschweigend 12345678901234567000 und aus 1.0 eine 1 — liest Convertor PRO JSON, reicht es beide ziffergenau durch.

  1. Data Formats-Tab, Source auf Auto-detect, Output auf YAML. Eingabe:
{"id": 12345678901234567890, "price": 1.0, "n": 3}
  1. Rechts steht:
id: 12345678901234567890
price: 1.0
'n': 3

Die ID ist ziffergenau, 1.0 bleibt eine Gleitkommazahl. (Die Anführungszeichen um den Schlüssel n setzt die YAML-Bibliothek von sich aus; am Inhalt ändern sie nichts.) 3. Stell Output auf TOML um. Jetzt erscheint id = "12345678901234567890" — TOML kennt nur 64-Bit-Ganzzahlen, die ID passt nicht hinein und wird zum String. Die Hinweis-Box nennt die Stelle: „TOML integers are 64-bit — 12345678901234567890 written as a string (id)." 4. Der Weg zurück ist nicht ziffergenau: Hättest du nach Schritt 2 auf Swap geklickt, wäre das YAML zur Quelle und JSON zum Ziel geworden — und weil das Tool YAML-Zahlen als gewöhnliche JavaScript-Zahlen liest, stünden dann 12345678901234567000 und 1 da, ohne Hinweis. Heb das JSON-Original also auf, statt es aus dem YAML zurückzugewinnen.

Beispiel 8: Escape-Salat mit Mixed input auflösen

Aus einem Log, einer Datenbank oder einem Quelltext stammt eine Zeile, in der mehrere Escape-Arten durcheinander stehen.

  1. Encoding-Tab, oberstes Feld Mixed input. Füge ein:
Gr&#xFC;&#xDF;e U+00E9 %C3%BC \u00E9 aus C:\temp
  1. Schon beim Tippen steht in Characters: Grüße é ü é aus C:\temp. Der Windows-Pfad bleibt heil, weil die Checkbox Decode \n, \t, \xHH aus ist.
  2. Schaltest du die Checkbox ein, wird \t zu einem Tabulator — richtig für einen JavaScript-String wie Zeile 1\nZeile 2, falsch für einen Pfad. Entscheide also nach Herkunft des Textes.
  3. Stehen nur nackte Zahlen da, etwa Bytes: C3 BC 20 E2 82 AC aus einem Hexdump, klick UTF-8 — Ergebnis Bytes: ü €. Mit Hex CP wird aus 48 65 6C 6C 6F das Wort Hello.

Weitere Kniffe — was Round-Trips verlieren, Format-Erkennung gezielt nutzen, Kombination mit anderen Tools — stehen in den Tipps & Tricks.