IP Tools — Manual
Alle Funktionen der IP Tools Feld für Feld: My IP, Subnetz-Rechner für IPv4 und IPv6, Konverter, ULA-Generator, Range ↔ CIDR, IANA-Klassifizierung, Referenz.
Zurück zur Übersicht: IP Tools · Tool live öffnen: www.jpkc.com/tools/ip/
Dieses Manual beschreibt jeden der sechs Tabs vollständig: welche Eingaben er erwartet, was er ausgibt und wie du die Werte liest. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch — die Tab-, Feld- und Button-Bezeichnungen stehen deshalb in ihrer englischen Original-Schreibweise (mit deutscher Erläuterung), damit du dich im echten Interface zurechtfindest.
My IP — deine aktuelle IP-Adresse
Der erste Tab (My IP) zeigt die IP-Adresse, mit der dein Request beim Server ankommt. Anders als die übrigen Tabs greift er auf ein kleines Stück serverseitiges PHP zurück, weil ein Browser seine eigene öffentliche Adresse nicht selbst kennt. Angezeigt werden:
- Die Adresse selbst, groß und mit Copy IP-Button zum Kopieren.
- Zwei Badges: der Typ aus der Klassifizierung (z. B. Public (globally routable), Private network, Shared address space (Carrier-Grade NAT), Global unicast) und die Version (IPv4 oder IPv6).
- Detail-Karten je nach Version. Immer dabei sind IP Version, Type und Description (Bereich, Bezeichnung und RFC, etwa
192.168.0.0/16 – Private network (RFC 1918); nur eine öffentliche IPv4-Adresse erscheint ohne RFC als0.0.0.0/0 – Public (globally routable)). Bei IPv4 kommen Decimal (die Adresse als 32-Bit-Ganzzahl), Hexadecimal (0x…), Binary (vier Oktette als Bitfolge) und IPv4-mapped IPv6 (::ffff:plus zwei Hex-Gruppen) dazu, bei IPv6 Expanded (volle Acht-Gruppen-Form) und Compressed (gekürzte Schreibweise nach RFC 5952). - Proxy Headers Detected — ein Hinweisblock, der nur erscheint, wenn dein Request über einen Load Balancer oder ein CDN lief. Erkannt werden
X-Forwarded-For(der erste Eintrag der Liste),X-Real-IPundCF-Connecting-IP(Cloudflare); jeder Wert muss eine gültige IP-Adresse sein, sonst wird er verworfen. Diese Header können deine ursprüngliche IP verraten, auch wenn die direkte Verbindungs-IP eine andere ist. Klassifiziert wird aber immer die direkte Verbindungs-IP, nicht der Header-Wert.
Die Klassifizierung ist dieselbe wie in allen anderen Tabs, siehe Klassifizierung nach IANA.
Klassifizierung nach IANA
Überall dort, wo das Tool einen Adresstyp anzeigt (My IP, IP Type im Subnetzrechner, Address type im Konverter), schlägt es die Adresse in den IANA Special-Purpose Address Registries für IPv4 und IPv6 nach. Gewinnt mehr als ein Eintrag, zählt das längste Präfix — 192.0.0.9 ist deshalb Port Control Protocol anycast (/32) und nicht nur IETF protocol assignments (/24). Die Ausgabe hat die Form Bereich – Bezeichnung (RFC); eine öffentliche IPv4-Adresse erscheint als 0.0.0.0/0 – Public (globally routable) ohne RFC.
Neben den bekannten Bereichen (RFC 1918, Loopback, Link-local, CGN 100.64.0.0/10, Dokumentation, Multicast) kennt die Tabelle unter anderem:
- IPv4: Benchmarking
198.18.0.0/15, IETF-Protokollzuweisungen192.0.0.0/24samt DS-Lite (192.0.0.0/29), PCP- und TURN-Anycast, NAT64/DNS64-Discovery (192.0.0.170/31), AS112-DNS, Automatic Multicast Tunneling, das veraltete 6to4-Relay192.88.99.0/24,MCAST-TEST-NET(233.252.0.0/24), lokale Multicast-Steuerung (224.0.0.0/24), administrativ begrenztes Multicast (239.0.0.0/8),240.0.0.0/4und den Limited Broadcast255.255.255.255. - IPv6: IPv4-mapped, das veraltete IPv4-compatible
::/96, NAT64 (64:ff9b::/96und lokal64:ff9b:1::/48), Discard-only100::/64, Teredo2001::/32, Benchmarking2001:2::/48, ORCHID/ORCHIDv2, Drone Remote ID2001:30::/28, die Dokumentationspräfixe2001:db8::/32und3fff::/20, 6to42002::/16, SRv65f00::/16, ULAfc00::/7, Link-local, das veraltete Site-localfec0::/10sowie Multicast mit Link- und Site-Scope.
Was in keinem Eintrag liegt, gilt bei IPv4 als Public (globally routable). Bei IPv6 heißt nur der Bereich 2000::/3 Global unicast; eine Adresse außerhalb davon und außerhalb aller Sonderbereiche (etwa 4000::1) zeigt das Tool als Reserved by IETF (outside 2000::/3) an.
Eingaben: was das Tool akzeptiert
Alle Tabs nutzen denselben, bewusst strengen Parser. Ungültige Eingaben lehnt er mit einer konkreten Meldung ab, statt sie stillschweigend umzudeuten:
- IPv4: genau vier Zahlen von 0 bis 255, durch Punkte getrennt. Führende Nullen wie in
010.1.1.1werden abgelehnt, weil manche Systeme (inet_aton,ping)010als Oktalzahl 8 lesen — die Meldung nennt dir gleich die eindeutige Schreibweise. Eine bloße Ganzzahl wie3232235777ist keine gültige Eingabe. - IPv6: Gruppen mit ein bis vier Hex-Ziffern;
::darf nur einmal vorkommen und muss mindestens eine Nullgruppe ersetzen (1:2:3:4:5:6:7::8ist ungültig, ebenso1:::2). In den letzten 32 Bit darf eine IPv4-Adresse in Punkt-Schreibweise stehen (::ffff:192.0.2.1,64:ff9b::192.0.2.33). Eine Zonen-ID wiefe80::1%eth0und eckige Klammern ([2001:db8::1]) sind erlaubt. - Netze (Subnetzrechner, CIDR → Range): Das Präfix ist Pflicht. Ohne
/…meldet das Tool „Add the prefix length, e.g. /24 (IPv4) or /64 (IPv6)." Das Präfix muss eine Zahl von 0 bis 32 (IPv4) bzw. 0 bis 128 (IPv6) sein,/24abcwird abgelehnt. Bei IPv4 darfst du statt des Präfixes eine gepunktete Subnetzmaske angeben, die zusammenhängend sein muss (255.255.255.0, nicht255.0.255.0).
Subnet Calc — Subnetz-Rechner für IPv4 und IPv6
Der Subnet Calculator zerlegt ein Netz in alle Bestandteile — für IPv4 mit Broadcast, Masken und Host-Bereich, für IPv6 mit Adressbereich und Aufteilung in Teilnetze.
Eingabe
Ins Feld Network: address with prefix length (or IPv4 subnet mask) gibst du ein Netz in einer dieser Formen ein:
- IPv4 mit CIDR-Präfix:
192.168.1.50/24 - IPv4 mit gepunkteter Subnetzmaske:
10.0.0.1/255.255.255.0 - IPv6 mit Präfix:
2001:db8:abcd::/48
Über die Quick-Buttons lädst du mit einem Klick fertige Beispiele: 192.168.1.1/24, 10.0.0.1/8, 172.16.0.1/12, 192.168.0.100/28, 10.10.10.10/30, 2001:db8:abcd::/48 und fd00:1234::/56. Mit der Eingabetaste oder Calculate startest du die Berechnung.
Die Adresse muss nicht der Netzanfang sein. Liegen hinter dem Präfix noch gesetzte Bits (etwa bei 192.168.1.50/24), rechnet das Tool mit dem zugehörigen Netz und zeigt oben in der Tabelle den Hinweis Host bits are set — the network is 192.168.1.0/24.
Ausgabe für IPv4
Das Ergebnis besteht aus drei Blöcken:
Binary Breakdown — eine Bit-für-Bit-Darstellung von IP-Adresse, Subnetzmaske, Netzadresse und Broadcast über alle 32 Bit. Die Netz-Bits sind farblich von den Host-Bits abgesetzt, sodass du auf einen Blick siehst, wo das Präfix endet.
Subnet Details — eine Tabelle mit allen abgeleiteten Werten; Adressen und Masken haben einen Kopier-Button:
- IP Address — deine Eingabe mit Präfix.
- Network Address — die erste Adresse des Subnetzes (alle Host-Bits = 0).
- Broadcast — die letzte Adresse (alle Host-Bits = 1).
- Subnet Mask — die Maske in gepunkteter Schreibweise.
- Wildcard Mask — das Inverse der Maske (für ACLs und OSPF).
- First Usable Host und Last Usable Host — der nutzbare Host-Bereich.
- Usable Hosts — die Anzahl nutzbarer Hosts.
- IP Class — die klassische Netzklasse (A–E) der Netzadresse.
- IP Type — die Klassifizierung nach IANA, z. B.
192.168.0.0/16 – Private network (RFC 1918). - Total Addresses — die Gesamtzahl der Adressen im Block (2 hoch (32 − Präfix)).
Zwei Sonderfälle sind sauber abgebildet: Ein /31 wird nach RFC 3021 als Punkt-zu-Punkt-Link mit 2 nutzbaren Hosts behandelt (Netz- und Broadcast-Adresse zählen mit), ein /32 als Einzelhost mit 1 Adresse. Für alle anderen Präfixe gilt die übliche Formel: nutzbare Hosts = 2 hoch (Host-Bits) − 2.
Subnet Splits — eine Vorschau, wie sich das Subnetz weiter unterteilen ließe. Für Präfixe kleiner als /30 zeigt das Tool die nächsten vier engeren Präfixe (Präfix +1 bis +4, höchstens bis /30), jeweils mit Host-Anzahl pro Teilnetz und bis zu vier konkreten Beispiel-Subnetzen; sind es mehr als vier, nennt es zusätzlich die Gesamtzahl der Teilnetze. Ist das Subnetz bereits /30 oder enger, erscheint stattdessen der Hinweis, dass keine sinnvollen weiteren Splits möglich sind.
Ausgabe für IPv6
Bei einem IPv6-Präfix zeigt Subnet Details diese Zeilen:
- Address — die eingegebene Adresse in RFC-5952-Schreibweise mit Präfix.
- Network — das Netz mit Präfix, z. B.
2001:db8:abcd::/48. - First address und Last address — Anfang und Ende des Bereichs. Eine Broadcast-Adresse gibt es bei IPv6 nicht.
- Expanded network — die Netzadresse in voller Acht-Gruppen-Form.
- Addresses — die Anzahl der Adressen, exakt ausgeschrieben und als Zweierpotenz (
… (2^80)bei einem/48). - /64 subnets — wie viele
/64-Netze im Präfix stecken; erscheint nur bei Präfixen bis/64. - Address type — die Klassifizierung nach IANA.
Der Binary Breakdown zeigt bei IPv6 nur den Hinweis „Binary view is shown for IPv4 only." Die Subnet Splits orientieren sich an den üblichen Grenzen /48, /52, /56, /60 und /64: Das Tool nimmt die nächsten bis zu vier davon, die enger sind als dein Präfix, und nennt je die Zahl der Teilnetze plus die ersten vier Beispiele. Liegt dein Präfix bei /64 oder enger, zeigt es stattdessen Präfix +1, +2 und +4; bei /128 steht dort „A /128 is a single address."
Nach der ersten Berechnung blendet der Tab den Erklärkasten How Subnetting Works aus, damit das Ergebnis Platz hat.
Converter — IP-Adress-Konverter
Der IP Address Converter wandelt eine einzelne Adresse in alle gängigen Schreibweisen um. Du gibst ins Feld IPv4 or IPv6 Address eine Adresse ein; das Tool erkennt die Version selbst. Mit Convert oder der Eingabetaste startest du, über die Examples-Buttons lädst du 192.168.1.1, 8.8.8.8, ::1, ::ffff:192.168.1.1 oder 2001:db8::1. Öffnest du den Tab mit leerem Feld, trägt er deine eigene IP aus dem My-IP-Tab ein und konvertiert sie sofort. Ist die Eingabe ungültig, nennt die Fehlermeldung „Invalid IP address: …" den genauen Grund.
IPv4-Eingabe
Bei einer IPv4-Adresse liefert die Ergebnistabelle:
- Dotted decimal (IPv4) — die normale Punkt-Schreibweise.
- Hexadecimal — die Adresse als
0x…(8 Hex-Stellen). - Decimal integer — die Adresse als 32-Bit-Ganzzahl (z. B.
192.168.1.1→3232235777). - Binary (octets) — vier Oktette als Bitfolge.
- IPv4-mapped IPv6 — die Einbettung in IPv6 in gemischter Schreibweise,
::ffff:192.168.1.1. - IPv4-mapped IPv6 (hex) — dieselbe Adresse mit zwei Hex-Gruppen,
::ffff:c0a8:0101. - NAT64 (64:ff9b::/96) — die Adresse im NAT64-Well-Known-Prefix nach RFC 6052,
64:ff9b::192.168.1.1. - 6to4 prefix — das zugehörige
2002:…::/48-Präfix (RFC 3056). - Reverse DNS — der Name für die PTR-Abfrage, z. B.
1.1.168.192.in-addr.arpa. - Address type — die Klassifizierung nach IANA.
IPv6-Eingabe
Bei einer IPv6-Adresse liefert die Tabelle immer:
- Compressed IPv6 (RFC 5952) — die kanonische Kurzform: Kleinbuchstaben, ohne führende Nullen, der längste Nullblock (ab zwei Gruppen) als
::. - Expanded IPv6 — die volle Acht-Gruppen-Form mit je vier Hex-Stellen.
- Address type — die Klassifizierung nach IANA.
- Decimal integer (128-bit) — die gesamte Adresse als 128-Bit-Ganzzahl (über
BigIntberechnet). - Reverse DNS — der Name unter
ip6.arpa: alle 32 Hex-Ziffern rückwärts, durch Punkte getrennt.
Dazu kommen kontextabhängige Zeilen:
- Zone ID — wenn du eine Zonen-ID angegeben hast (
fe80::1%eth0). Sie bezeichnet die Schnittstelle und gilt nur auf dem eigenen Rechner. - Mixed notation, Embedded IPv4 und IPv4 decimal — bei Adressen mit eingebetteter IPv4: IPv4-mapped (
::ffff:0:0/96), NAT64 (64:ff9b::/96und64:ff9b:1::/48) und das veraltete IPv4-compatible::/96. Mixed notation schreibt die letzten 32 Bit als IPv4, etwa64:ff9b::192.0.2.33. - Embedded IPv4 (6to4) — bei einer 6to4-Adresse (
2002::/16) die IPv4 aus den Bits 16 bis 47. - Teredo server und Teredo client (public IPv4:port) — bei einer Teredo-Adresse (
2001::/32) dekodiert das Tool nach RFC 4380 die IPv4 des Teredo-Servers sowie die öffentliche IPv4 und den Port des Clients, die in der Adresse invertiert gespeichert sind.
Jede Werte-Zeile außer Address type hat einen Kopier-Button.
IPv6 ULA — Generator für private IPv6-Adressen
Der IPv6 ULA Generator erzeugt eine private IPv6-Adresse, das IPv6-Gegenstück zu den RFC-1918-Bereichen (10.x, 172.16.x, 192.168.x).
Was eine ULA ist
Unique Local Addresses (ULA) nach RFC 4193 sind für den Einsatz innerhalb privater Netze gedacht. Sie nutzen das Präfix fd00::/8. Der Clou: Die 40-Bit-Global ID wird zufällig erzeugt, sodass sie statistisch weltweit eindeutig ist. Dadurch lassen sich zwei Netze zusammenführen, ohne dass Adresskonflikte entstehen — ein klarer Vorteil gegenüber den festen IPv4-Privatbereichen. (Die andere Hälfte des Bereichs, fc00::/8, ist für eine künftige zentrale Vergabe reserviert; nutzbar ist heute fd00::/8.)
Wie die ULA erzeugt wird
Ein Klick auf Generate Random ULA zieht fünf kryptografisch zufällige Bytes aus der Browser-Funktion crypto.getRandomValues — das sind die 40 Bit der Global ID. Daraus baut das Tool das ULA-Präfix nach dem festen Schema fd + Global ID. Der Tab erzeugt beim ersten Öffnen automatisch eine erste ULA. Ausgegeben werden vier Karten, jede mit Kopier-Button:
- /48 Prefix (assign to your site) — das Präfix, das du deinem Standort zuweist, z. B.
fdxx:xxxx:xxxx::/48. - /64 Example Subnet (first subnet) — das erste /64-Teilnetz (
…:0001::/64). - Example Host Address — eine Beispiel-Host-Adresse in diesem Teilnetz (
…:0001::1). - Global ID (random, 40 bits) — die rohe 40-Bit-Global-ID als Hex.
Darunter zeigt eine Address Structure-Grafik die Bit-Aufteilung der 128-Bit-Adresse farblich: fd als 8-Bit-Präfix, die 40-Bit-Global-ID, die 16-Bit-Subnetz-ID und die 64-Bit-Interface-ID.
Die ULA-Struktur im Detail
Der Infoblock am Tab-Ende schlüsselt die 128 Bit vollständig auf:
| Bits | Feld | Wert |
|---|---|---|
| 7 | Prefix | 1111110 |
| 1 | L-Bit | 1 (lokal vergeben) |
| 40 | Global ID | zufällig (Krypto) |
| 16 | Subnet ID | deine Wahl (0–65535) |
| 64 | Interface ID | EUI-64 oder zufällig |
Die ersten acht Bit (sieben Präfix-Bits plus gesetztes L-Bit) ergeben zusammen den festen Wert fd. Der Block nennt außerdem typische Einsatzfälle (interne Dienste, Labor-/Testumgebungen, von der ISP-Vergabe unabhängige Adressen, das konfliktfreie Zusammenführen zweier Netze) und erklärt die EUI-64-Bildung der Interface-ID: Du fügst FF:FE in die Mitte der 48-Bit-MAC ein und kippst Bit 7 — Beispiel 00:1A:2B:3C:4D:5E → 021a:2bff:fe3c:4d5e.
IP Range — Bereich ↔ CIDR
Der IP Range Calculator rechnet in beide Richtungen zwischen einem Adressbereich und CIDR-Blöcken um — für IPv4 und IPv6. Der Tab ist in zwei Karten geteilt.
Range → CIDRs
Du gibst eine Start IP (IPv4 or IPv6) und eine End IP ein und klickst Calculate CIDRs (oder drückst die Eingabetaste). Die Quick-Buttons füllen beide Felder mit Beispielen: 192.168.1.0–192.168.1.255, 10.0.0.0–10.0.0.63, 192.168.1.1–192.168.1.30, 10.0.1.0–10.0.3.255 und 2001:db8::–2001:db8::1:ffff. Beide Adressen müssen dieselbe Version haben, und die Startadresse darf nicht hinter der Endadresse liegen — sonst meldet das Tool einen Fehler. Das Tool berechnet die minimale Liste von CIDR-Blöcken, die den Bereich exakt abdecken. Der Algorithmus arbeitet gierig: Er sucht an der aktuellen Startadresse den größten passend ausgerichteten Block, der nicht über das Ende hinausreicht, zieht ihn ab und wiederholt das. Ein Bereich, dessen Größe keine Zweierpotenz ist, braucht deshalb immer mehrere CIDRs.
Ausgegeben werden eine Zusammenfassung (Bereich, Gesamtzahl der Adressen, Anzahl der CIDR-Blöcke) und eine Tabelle mit CIDR, First, Last und Addresses je Block; der Kopier-Button jeder Zeile kopiert den CIDR-Block. Ein Copy all CIDRs-Button kopiert die komplette Liste zeilenweise, praktisch etwa für Firewall-Regeln.
CIDR → Range
Hier gibst du ins Feld CIDR notation (IPv4 or IPv6) ein Präfix ein (z. B. 10.0.0.0/22) und klickst Show Range oder drückst die Eingabetaste. Quick-Buttons gibt es für 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12, 192.168.0.0/16, 192.168.1.0/24 und 2001:db8:abcd::/48. Das Präfix ist Pflicht; liegen hinter dem Präfix gesetzte Bits, rechnet das Tool mit dem zugehörigen Netz und weist darauf hin („Host bits are set — using the network …").
Bei IPv4 zeigt die Tabelle:
- CIDR, Start (network), End (broadcast)
- First usable und Last usable
- Usable hosts
- Subnet mask und Wildcard mask
- Total addresses
Darunter steht der Anteil des Blocks am gesamten IPv4-Adressraum („Share of the whole IPv4 address space"): ab 0,01 Prozent als Prozentwert, bei kleineren Blöcken als Bruch (ein /22 ist 1/4,194,304), dazu ein Balken.
Bei IPv6 zeigt die Tabelle CIDR, Start, End und Total addresses — exakt ausgeschrieben und als Zweierpotenz. Jede Zeile hat einen Kopier-Button.
Reference — Nachschlagewerk
Der Reference-Tab ist ein reines Nachschlagewerk ohne Eingabe. Er enthält:
- IPv4 Special Address Ranges — eine Tabelle der reservierten und privaten IPv4-Bereiche mit Range, CIDR, Host-Anzahl, Typ und RFC: die drei privaten Bereiche (10/8, 172.16/12, 192.168/16, RFC 1918), Loopback (127/8), Link-local/APIPA (169.254/16), Shared/CGN (100.64/10), IETF Protocol (192.0.0.0/24), die Documentation-Bereiche (TEST-NET-1 bis -3), Benchmarking (198.18/15), Multicast documentation (233.252.0.0/24), Multicast (224/4), Reserved (240/4), Broadcast (255.255.255.255) und „This network" (0/8).
- IPv6 Special Address Ranges — die wichtigsten IPv6-Präfixe: Loopback (
::1/128), Unspecified (::/128), IPv4-mapped (::ffff:0:0/96), NAT64 (64:ff9b::/96), ULA (fc00::/7), Link-local (fe80::/10), Multicast (ff00::/8), Global Unicast (2000::/3), Documentation (2001:db8::/32und3fff::/20), 6to4 (2002::/16), Discard-Only (100::/64), Teredo (2001::/32), Benchmarking (2001:2::/48) und das veraltete Site-local (fec0::/10). - IPv4 Classful Network Classes — die klassischen Klassen A bis E mit Bereich, Default-Maske, Anzahl Netze und Hosts pro Netz.
- IPv4 CIDR Quick Reference — eine vollständige Tabelle aller Präfixe von /0 bis /32 mit Subnetzmaske, Host-Anzahl, Anzahl der Teilnetze eines /24 und Notizen. Über die Buttons All und Common schaltest du zwischen allen Präfixen und nur den gängigen um (
/8,/12,/16und/20bis/32). - Key Concepts — kurze Erklärungen zu IPv4 vs. IPv6, CIDR, NAT, Subnetz- vs. Wildcard-Maske, VLSM und IPv6 Prefix Delegation.
Die beiden Tabellen mit Sonderbereichen sind eine Auswahl zum Nachschlagen. Die vollständigere Liste, nach der das Tool Adressen tatsächlich einordnet, beschreibt der Abschnitt Klassifizierung nach IANA.
Grenzen und Hinweise
- IPv4 und IPv6 fast überall. Subnetz-Rechner, Konverter und beide Range-Richtungen verarbeiten beide Versionen. Nur IPv4 gibt es beim Binary Breakdown, bei Broadcast, Masken und nutzbaren Hosts (Begriffe, die es in IPv6 so nicht gibt), beim Anteil am Adressraum und in der IPv4 CIDR Quick Reference.
- Alles bis auf My IP läuft rein im Browser. Es gibt kein API und keine Datenübertragung, und das Tool speichert nichts; der ULA-Zufall kommt aus
crypto.getRandomValues. - Zahlen im US-Format. Große Werte zeigt das Tool mit Komma als Tausendertrennzeichen (
1,024), so wie sie in englischsprachigen Tabellen stehen. - My IP spiegelt nur deinen Request. Die Adresse (und eventuelle Proxy-Header) stammen aus dem laufenden Request und werden nicht gespeichert.
Für den Einstieg und das große Bild siehe die Übersicht, für konkrete Rechenaufgaben die Beispiele. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.