JSON Editor — Beispiele
Praxisnahe Durchläufe mit dem JSON Editor: verschachteltes JSON formatieren, Kaputtes reparieren, in der Tabelle durchsehen, minifizieren, transformieren.
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Das Manual erklärt jede Funktion und Ansicht im Detail. Diese Seite ergänzt das um konkrete Arbeitsabläufe: typische Aufgaben, Schritt für Schritt durchgespielt. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch — Button- und Ansichts-Namen stehen deshalb in ihrer englischen Original-Schreibweise, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.
Beispiel 1: Verschachteltes JSON lesbar formatieren
Der Klassiker — du hast eine API-Antwort in einer einzigen, endlosen Zeile und willst sehen, was drinsteht.
- Öffne den JSON Editor und wechsle in die Text-Ansicht.
- Füge das kompakte JSON ein — etwa so:
{"user":{"id":42,"name":"Ada","roles":["admin","editor"]},"active":true}- Klick auf Format. Der Editor rückt alles sauber mit zwei Leerzeichen ein:
{
"user": {
"id": 42,
"name": "Ada",
"roles": [
"admin",
"editor"
]
},
"active": true
}- Für den Überblick über tiefe Strukturen wechsle in die Tree-Ansicht und klapp die Knoten auf und zu. So findest du dich auch in großen Antworten schnell zurecht.
Beispiel 2: Kaputtes JSON validieren und reparieren
Du hast JSON aus einem Log oder einer Config kopiert, und irgendetwas stimmt nicht.
- Füge den Schnipsel in die Text-Ansicht ein, zum Beispiel mit gleich mehreren typischen Fehlern:
{
name: 'Ada',
roles: ['admin', 'editor',],
}Hier sind die Schlüssel nicht in Anführungszeichen, es stehen einfache statt doppelter Anführungszeichen, und es gibt ein abschließendes Komma. Der Editor markiert die Fehlerstelle sofort — die Echtzeit-Validierung sagt dir, wo es klemmt.
- Der Editor meldet das JSON als ungültig und bietet in der Text-Ansicht eine Auto-Reparatur an. Nimm sie an — die drei Fehler werden automatisch behoben:
{
"name": "Ada",
"roles": [
"admin",
"editor"
]
}- Bleibt nach der Reparatur noch ein Fehler stehen (bei fundamental mehrdeutigen Eingaben), zeigt die Meldung die Ursache. Korrigier die Stelle dann in der Text-Ansicht von Hand und prüf erneut — die Validierung wird grün, sobald das JSON wohlgeformt ist.
Wichtig: Das ist eine Syntax-Reparatur. Ob deine Felder inhaltlich stimmen (richtige Typen, geforderte Schlüssel), prüft der Editor nicht — dafür bräuchtest du ein JSON-Schema.
Beispiel 3: Eine Liste von Objekten in der Tabelle durchsehen
API-Antworten sind oft Arrays gleichförmiger Objekte. Die liest man am besten als Tabelle.
- Lade oder füge ein Array von Objekten ein:
[
{ "id": 1, "name": "Ada", "active": true },
{ "id": 2, "name": "Linus", "active": false },
{ "id": 3, "name": "Grace", "active": true }
]- Wechsle in die Table-Ansicht. Aus den Feldern
id,nameundactivewerden Spalten, jeder Eintrag wird eine Zeile — wie in einer Tabellenkalkulation. - Sortier per Klick auf eine Spaltenüberschrift (z. B. nach
name), bearbeite Werte direkt in den Zellen und füge bei Bedarf Zeilen hinzu oder entferne sie. - Brauchst du das Ergebnis wieder als Datei, klick auf Download — du bekommst ein formatiertes
data.json.
Tipp: Ist die Struktur stark verschachtelt oder uneinheitlich, ist die Tabelle weniger hilfreich. Dann bleib in der Tree-Ansicht.
Beispiel 4: JSON für die Auslieferung minifizieren
Für eine Konfiguration, ein Daten-Attribut oder eine kompakte Übertragung willst du das Gegenteil von „lesbar": so klein wie möglich.
- Füge dein formatiertes JSON ein (oder formatiere es erst mit Format).
- Klick auf Compact. Der Editor entfernt alle überflüssigen Leerzeichen und Zeilenumbrüche und presst alles in eine einzige Zeile:
{"user":{"id":42,"name":"Ada","roles":["admin","editor"]},"active":true}- Mit Copy wandert das Ergebnis direkt in die Zwischenablage — bereit zum Einbetten.
Wenn du obendrein eine stabile, reproduzierbare Reihenfolge willst (z. B. um zwei Dateien zu vergleichen), klick vorher auf Sort: Das sortiert alle Schlüssel rekursiv alphabetisch, sodass dasselbe Objekt immer gleich aussieht.
Beispiel 5: Mit Transform filtern, sortieren und Felder wählen
Du willst aus einer großen Liste nur einen Ausschnitt — ohne von Hand zu löschen.
- Lade dein Array von Objekten (siehe Beispiel 3) und bleib in der Tree-Ansicht.
- Öffne über das Kontextmenü (Rechtsklick) bzw. das Menü das Transform-Werkzeug.
- Im Assistenten kannst du dreierlei kombinieren:
- filtern — etwa nur Einträge mit
active = true, - sortieren — z. B. nach
nameaufsteigend, - Felder wählen (Projektion) — nur
idundnamebehalten.
- filtern — etwa nur Einträge mit
- Die Live-Vorschau zeigt das Ergebnis sofort. Stimmt es, wendest du die Transformation an.
Für wiederkehrende, komplexere Umbauten kannst du statt des Assistenten direkt eine Abfrage in der JavaScript-Abfragesprache schreiben. Zum schnellen Finden einer Stelle reicht oft schon die Suche in Tree- oder Text-Ansicht.
Beispiel 6: Datei laden, Schlüssel sortieren, weiterarbeiten — und Stand sichern
Ein durchgehender Mini-Workflow vom Öffnen bis zum Speichern.
- Klick auf Open und wähle eine
.json-Datei von deiner Platte. Gültiges JSON landet sofort als Struktur im Editor; ist die Datei kaputt, wird sie als Rohtext geladen — dann hilft die Auto-Reparatur der Text-Ansicht (siehe Beispiel 2). - Klick auf Sort, um alle Schlüssel alphabetisch zu ordnen — gut für die Übersicht und für Vergleiche.
- Arbeite in der passenden Ansicht weiter (Werte bearbeiten im Tree, Tabelle für Listen, Text für die Rohsicht). Dein Stand wird dabei automatisch im Browser gespeichert — ein versehentlicher Reload kostet dich nichts.
- Bist du fertig, klick auf Download für ein formatiertes
data.json. Arbeitest du an einem geteilten Rechner mit sensiblen Daten, drück danach Clear — das löscht auch den im Browser gespeicherten Stand.
Noch tiefer: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jede Funktion im Detail und die Tipps & Tricks für die Feinheiten. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.