llms.txt Generator — Anwendungsbeispiele
Praxisnahe Durchläufe mit dem llms.txt Generator: llms.txt bauen, Vorlage anpassen, live prüfen und reparieren, Links testen, für einen Unterpfad ausliefern.
Zurück zur Übersicht: llms.txt Generator · Tool live öffnen: www.jpkc.com/tools/llms/
Das Manual erklärt jedes Feld, jeden Tab und jede Validator-Regel im Detail. Diese Seite ergänzt das um konkrete Arbeitsabläufe: typische Aufgaben Schritt für Schritt durchgespielt. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch — Tab- und Button-Namen stehen deshalb in ihrer englischen Original-Schreibweise, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.
Beispiel 1: Eine llms.txt für eine Firmenseite von Grund auf bauen
Du willst deiner Unternehmens-Website eine llms.txt geben, damit KI-Systeme Produkt, Hilfe und Kontakt sauber erfassen.
- Öffne den Generator. Du landest im Generator-Tab.
- Trage in Project / Site Name den Firmen- oder Produktnamen ein — er wird zur H1:
# Meine Firma. Das ist das einzige Pflichtfeld. - Schreib in Summary einen oder zwei präzise Sätze, die erklären, was ihr tut: „Buchhaltungssoftware für kleine Handwerksbetriebe." Im Output erscheint das als Blockquote
> …direkt unter dem Titel. Das Feld ist nicht Pflicht, aber empfohlen — hier lesen Agenten zuerst. - Optional ein bis zwei Sätze ins Details-Feld (Zielgruppe, Alleinstellung). Überschriften gehören hier nicht hinein.
- Bau die Sektionen auf: Bei einem frischen Formular ist eine Sektion „Documentation" schon angelegt — benenn sie in „Produkt" um und füg per Add Link die Kernseiten hinzu, je mit Name, URL und einer kurzen Notes-Notiz. Zum Beispiel
Funktionen,Preise,Changelog. Leg über Add Section weitere Sektionen an, etwa „Hilfe" (Erste Schritte, FAQ) und „Über uns" (Team, Kontakt). - Lies rechts im Output-Editor mit, wie das Markdown wächst, und behalte die Prüfhinweise darunter im Blick: Fehlt etwa die Summary oder hat ein Link keine URL, steht es dort sofort. Sitzt alles, klick Download — du bekommst die fertige Datei
llms.txt. - Lade sie in dein Web-Root, sodass sie unter
https://deinefirma.de/llms.txtöffentlich (ohne Login) erreichbar ist. Wie du sie mit dem richtigen Content-Type auslieferst, zeigt Beispiel 8.
Ergebnis ist eine kuratierte, gültige Datei — kein Sitemap-Abklatsch, sondern genau die Seiten, die eine KI über dich kennen soll.
Beispiel 2: Schneller starten mit einer Vorlage
Statt bei null anzufangen, nimmst du eine passende Struktur als Gerüst.
- Wechsle in den Examples-Tab. Dort liegen vier Vorlagen: Open-Source Library, SaaS Product, Blog / Personal Site und Documentation Site.
- Wähl die, die deinem Projekt am nächsten kommt — für eine Produkt-Website etwa SaaS Product mit den Sektionen Product, Help Center und Developers.
- Klick Load into Generator. Das Tool fragt, ob es das aktuelle Formular ersetzen soll — auch beim frischen Formular, denn schon die vorbelegte Sektion „Documentation" ergibt eine Ausgabe. Dann springt es in den Generator-Tab und füllt das Formular mit der Beispielstruktur.
- Ersetz jetzt die Beispieldaten durch deine: Name, Summary, echte URLs und Notizen. Lösch, was du nicht brauchst, ergänz, was fehlt — Sektionen, Subsektionen und Links verschiebst du mit den Pfeil-Buttons, Sektionen alternativ mit der Maus am Griff-Symbol per Drag & Drop.
- Copy oder Download, fertig.
Die Documentation Site-Vorlage ist besonders lehrreich: Nach dem Laden enthält sie mehr als die Vorschau im Examples-Tab, nämlich zusätzlich die Sektionen Reference und Guides, und Guides zeigt H3-Subsektionen (Frontend, Backend). So siehst du, wie sich Links innerhalb einer Sektion weiter untergliedern lassen — und unter der Ausgabe gleich den Hinweis, dass H3-Unterüberschriften nicht Teil der Spezifikation sind (der Referenz-Parser macht aus jeder H3 eine eigene Sektion).
Beispiel 3: Eine bestehende llms.txt prüfen
Du hast (oder jemand anderes hat) eine llms.txt veröffentlicht und willst wissen, ob sie der Spezifikation entspricht.
- Geh in den Check-Tab.
- Tippe die Domain ins Feld —
example.comgenügt, das/llms.txthängt das Tool selbst an. Liegt die Datei in einem Unterpfad, gib das Verzeichnis mit Schrägstrich ein (example.com/docs/), sonst eine volle URL. - Klick Check. Der serverseitige Proxy holt die Datei, dein Browser validiert sie.
- Lies zuerst das farbige Statusbanner. Es nennt HTTP-Status und Content-Type; grün („No errors or warnings.") heißt: keine Fehler, keine Warnungen. Gelb nennt die Zahl der Warnungen, rot die Zahl der Fehler.
- Sieh in die Summary-Tabelle: erkannter Titel, Summary, Anzahl Sektionen und Links (samt wie viele eine Notiz haben), Dateigröße und ob der Python-Referenz-Parser die Datei lesen kann. Steht beim Titel „— missing —", fehlt die H1; „— none —" bei der Summary ist nur eine Warnung.
- Arbeite die Errors- und Warnings-Listen ab — gleichartige Meldungen stehen gebündelt in einer Zeile mit den betroffenen Zeilennummern (die ersten fünf, dann „and N more"). Welche Meldung was bedeutet, steht im Manual unter „Was der Validator prüft".
Ein häufiger Fund ganz oben in der Fehlerliste: „The server answered with an HTML page". Dann liefert die Adresse keine Textdatei, sondern eine Fehler- oder Startseite — meist gibt es die llms.txt dort schlicht nicht. Ob die verlinkten Seiten erreichbar sind, prüfst du anschließend mit dem Link-Check aus Beispiel 7.
Beispiel 4: Eine fremde Datei reparieren — Check, Load, Fix
Der elegante Workflow, wenn eine Prüfung Fehler zeigt: direkt im Tool weiterarbeiten.
- Prüf die Datei wie in Beispiel 3 im Check-Tab.
- Klapp den Raw content-Block auf, um den Originalinhalt mit Zeilennummern zu sehen.
- Klick Load into Generator. Das Tool parst die geholte Datei ohne Inhaltsverlust und füllt das Formular damit — du bist sofort im Generator. Musste es etwas umstellen, listet ein Hinweiskasten über dem Formular die Anpassungen mit Zeilennummern (je Meldung die ersten fünf, dann „and N more"): etwa Text unter einer H2, der als Section-Text erhalten bleibt,
*-Listen, die zu-werden, oder Notizen, die künftig mit:beginnen. - Behebe die gemeldeten Punkte: Fehlte die Summary, trag sie ins Summary-Feld ein. Stand alles in einer einzigen Sektion, zerleg es über Add Section in thematische Blöcke. Hatten Links keine Notiz, füll die Notes-Felder. Relative URLs ersetzt du durch absolute.
- Prüf die Prüfhinweise unter der Ausgabe — sie zeigen schon vor dem Hochladen, ob noch Fehler oder Warnungen übrig sind. Dann Download und die alte Datei im Web-Root ersetzen.
- Zur Kontrolle die Domain noch einmal im Check-Tab prüfen — jetzt sollte das Banner grün sein.
So wird aus „fremde Datei mit Mängeln" in wenigen Minuten eine saubere, gültige llms.txt.
Beispiel 5: Eine bearbeitbare Datei weiterpflegen
Deine Site ist gewachsen, die llms.txt ist veraltet.
- Im Generator-Tab auf Open File klicken und die aktuelle
llms.txt(oder.md) von der Platte öffnen — oder die Datei einfach auf das Formular ziehen. Das Tool parst sie und füllt das Formular — Titel, Summary, Details, alle Sektionen, Links und Subsektionen. Was es dabei angepasst hat, steht im Hinweiskasten über dem Formular. - Ergänz neue Seiten, entfern abgekündigte, aktualisier Notizen. (Der Generator merkt sich deinen Stand ohnehin lokal im Browser, falls du zwischendurch den Tab schließt.)
- Download die aktualisierte Datei und deploy sie.
Das Open File → bearbeiten → Download ist der Pflege-Kreislauf: Die llms.txt bleibt ein lebendes Dokument, kein Einmal-Artefakt.
Beispiel 6: Auf llms-full.txt verweisen
Du hast (oder generierst) eine kombinierte Vollinhalt-Datei und willst korrekt darauf verlinken.
- Trag im Generator unten im Feld llms-full.txt URL die Adresse ein, z. B.
https://deinedomain.de/llms-full.txt. - Optional: Schreib in das Feld darunter eine eigene Notiz, etwa „Alle Handbuchseiten in einer Datei". Leer gelassen, nimmt der Generator „The complete documentation in one file".
- Der Generator setzt die Zeile
- [llms-full.txt](…): …in die Sektion## Optional— in eine vorhandene Sektion dieses Namens, sonst in eine neue am Ende.llms-full.txtist dabei keine Vorgabe der Spezifikation, sondern eine verbreitete Konvention; die Sektion „Optional" markiert Links, die ein Agent bei knappem Kontext überspringen kann. - Download und hochladen.
Was llms-full.txt ist und wann sie sich lohnt, steht im Manual unter „llms-full.txt".
Beispiel 7: Linkziele auf Markdown-Versionen umstellen und prüfen
Deine Site liefert zu jeder Seite eine Markdown-Fassung aus (etwa anleitung.html und anleitung.html.md), und die llms.txt soll Agenten direkt dorthin schicken.
- Trag die Links im Generator ganz normal mit ihren HTML-Adressen ein — oder lade deine bestehende Datei per Open File.
- Stell unten im Formular Link targets auf Markdown version, appended. Aus
https://deinedomain.de/anleitung.htmlwird in der Ausgabehttps://deinedomain.de/anleitung.html.md, aushttps://deinedomain.de/docs/wirdhttps://deinedomain.de/docs/index.html.md. Liefert deine Siteanleitung.mdstattanleitung.html.md, nimm Markdown version, replaced. PDFs und andere Dateien lässt das Tool unverändert. - Lies den Hinweis unter der Ausgabe: Die umgeschriebenen URLs müssen auf deinem Server auch existieren. Download und hochladen.
- Wechsle in den Check-Tab und prüf die veröffentlichte Datei. Unter den Meldungen steht die Karte Linked pages; klick Check all N links (bei mehr als 20 Links prüft das Tool die ersten 20).
- Lies die Tabelle: OK heißt erreichbar und kein HTML, Broken link steht für Status 400 oder höher, und „HTML page — a markdown version (.md) is easier for agents" zeigt Links, die noch auf HTML-Seiten führen. Die Zusammenfassung am Ende nennt, wie viele Links Markdown/Text, HTML oder kaputt sind.
So prüfst du in einem Durchgang, ob die Markdown-Zwillinge wirklich da sind — und ob der Server sie nicht versehentlich als HTML-Fehlerseite ausliefert.
Beispiel 8: Eine llms.txt für einen Unterpfad ausliefern
Deine Dokumentation liegt unter /docs/ und soll eine eigene llms.txt bekommen, die nur diesen Bereich beschreibt.
- Bau die Datei im Generator wie in Beispiel 1 und lade sie nach
https://deinedomain.de/docs/llms.txt. Seit v2 gilt eine Datei in einem Unterpfad für alles darunter; die spezifischste Datei hat Vorrang. - Trag in der Karte Serving & discovery unter Path
/docs/ein. Ungültige Zeichen markiert das Tool rot. - Wähl deinen Server: nginx liefert
location-Blöcke, die diellms.txtalstext/plain; charset=utf-8und.md-Dateien alstext/markdown; charset=utf-8ausliefern, plus einenLink-Header mitrel="describedby"auf/docs/llms.txt. Apache liefertAddType,AddCharsetund denselben Header permod_headers. Kannst du keine Header setzen, nimm HTML — dann kommen die<link>-Elemente in den<head>deiner Seiten. - Copy, in die Server-Konfiguration übernehmen, Server neu laden.
- Prüf das Ergebnis im Check-Tab mit
deinedomain.de/docs/(mit Schrägstrich). Das Banner zeigt jetzt den Content-Type; Warnungen zu Content-Type oder fehlendemcharset=utf-8sollten verschwunden sein.
Beachte: Der SEO & GEO Analyzer sucht für seinen GEO-Score nur nach /llms.txt im Wurzelverzeichnis. Eine Datei allein unter /docs/ zählt dort nicht.
Noch tiefer: das Manual für jedes Feld und jede Regel, die Tipps & Tricks für Strategie und Stolperfallen. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.