llms.txt Generator — Anwendungsbeispiele

Praxisnahe Durchläufe mit dem llms.txt Generator: llms.txt bauen, Vorlage anpassen, live prüfen und reparieren, Links testen, für einen Unterpfad ausliefern.

Zurück zur Übersicht: llms.txt Generator · Tool live öffnen: www.jpkc.com/tools/llms/

Das Manual erklärt jedes Feld, jeden Tab und jede Validator-Regel im Detail. Diese Seite ergänzt das um konkrete Arbeitsabläufe: typische Aufgaben Schritt für Schritt durchgespielt. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch — Tab- und Button-Namen stehen deshalb in ihrer englischen Original-Schreibweise, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.

Beispiel 1: Eine llms.txt für eine Firmenseite von Grund auf bauen

Du willst deiner Unternehmens-Website eine llms.txt geben, damit KI-Systeme Produkt, Hilfe und Kontakt sauber erfassen.

  1. Öffne den Generator. Du landest im Generator-Tab.
  2. Trage in Project / Site Name den Firmen- oder Produktnamen ein — er wird zur H1: # Meine Firma. Das ist das einzige Pflichtfeld.
  3. Schreib in Summary einen oder zwei präzise Sätze, die erklären, was ihr tut: „Buchhaltungssoftware für kleine Handwerksbetriebe." Im Output erscheint das als Blockquote > … direkt unter dem Titel. Das Feld ist nicht Pflicht, aber empfohlen — hier lesen Agenten zuerst.
  4. Optional ein bis zwei Sätze ins Details-Feld (Zielgruppe, Alleinstellung). Überschriften gehören hier nicht hinein.
  5. Bau die Sektionen auf: Bei einem frischen Formular ist eine Sektion „Documentation" schon angelegt — benenn sie in „Produkt" um und füg per Add Link die Kernseiten hinzu, je mit Name, URL und einer kurzen Notes-Notiz. Zum Beispiel Funktionen, Preise, Changelog. Leg über Add Section weitere Sektionen an, etwa „Hilfe" (Erste Schritte, FAQ) und „Über uns" (Team, Kontakt).
  6. Lies rechts im Output-Editor mit, wie das Markdown wächst, und behalte die Prüfhinweise darunter im Blick: Fehlt etwa die Summary oder hat ein Link keine URL, steht es dort sofort. Sitzt alles, klick Download — du bekommst die fertige Datei llms.txt.
  7. Lade sie in dein Web-Root, sodass sie unter https://deinefirma.de/llms.txt öffentlich (ohne Login) erreichbar ist. Wie du sie mit dem richtigen Content-Type auslieferst, zeigt Beispiel 8.

Ergebnis ist eine kuratierte, gültige Datei — kein Sitemap-Abklatsch, sondern genau die Seiten, die eine KI über dich kennen soll.

Beispiel 2: Schneller starten mit einer Vorlage

Statt bei null anzufangen, nimmst du eine passende Struktur als Gerüst.

  1. Wechsle in den Examples-Tab. Dort liegen vier Vorlagen: Open-Source Library, SaaS Product, Blog / Personal Site und Documentation Site.
  2. Wähl die, die deinem Projekt am nächsten kommt — für eine Produkt-Website etwa SaaS Product mit den Sektionen Product, Help Center und Developers.
  3. Klick Load into Generator. Das Tool fragt, ob es das aktuelle Formular ersetzen soll — auch beim frischen Formular, denn schon die vorbelegte Sektion „Documentation" ergibt eine Ausgabe. Dann springt es in den Generator-Tab und füllt das Formular mit der Beispielstruktur.
  4. Ersetz jetzt die Beispieldaten durch deine: Name, Summary, echte URLs und Notizen. Lösch, was du nicht brauchst, ergänz, was fehlt — Sektionen, Subsektionen und Links verschiebst du mit den Pfeil-Buttons, Sektionen alternativ mit der Maus am Griff-Symbol per Drag & Drop.
  5. Copy oder Download, fertig.

Die Documentation Site-Vorlage ist besonders lehrreich: Nach dem Laden enthält sie mehr als die Vorschau im Examples-Tab, nämlich zusätzlich die Sektionen Reference und Guides, und Guides zeigt H3-Subsektionen (Frontend, Backend). So siehst du, wie sich Links innerhalb einer Sektion weiter untergliedern lassen — und unter der Ausgabe gleich den Hinweis, dass H3-Unterüberschriften nicht Teil der Spezifikation sind (der Referenz-Parser macht aus jeder H3 eine eigene Sektion).

Beispiel 3: Eine bestehende llms.txt prüfen

Du hast (oder jemand anderes hat) eine llms.txt veröffentlicht und willst wissen, ob sie der Spezifikation entspricht.

  1. Geh in den Check-Tab.
  2. Tippe die Domain ins Feld — example.com genügt, das /llms.txt hängt das Tool selbst an. Liegt die Datei in einem Unterpfad, gib das Verzeichnis mit Schrägstrich ein (example.com/docs/), sonst eine volle URL.
  3. Klick Check. Der serverseitige Proxy holt die Datei, dein Browser validiert sie.
  4. Lies zuerst das farbige Statusbanner. Es nennt HTTP-Status und Content-Type; grün („No errors or warnings.") heißt: keine Fehler, keine Warnungen. Gelb nennt die Zahl der Warnungen, rot die Zahl der Fehler.
  5. Sieh in die Summary-Tabelle: erkannter Titel, Summary, Anzahl Sektionen und Links (samt wie viele eine Notiz haben), Dateigröße und ob der Python-Referenz-Parser die Datei lesen kann. Steht beim Titel „— missing —", fehlt die H1; „— none —" bei der Summary ist nur eine Warnung.
  6. Arbeite die Errors- und Warnings-Listen ab — gleichartige Meldungen stehen gebündelt in einer Zeile mit den betroffenen Zeilennummern (die ersten fünf, dann „and N more"). Welche Meldung was bedeutet, steht im Manual unter „Was der Validator prüft".

Ein häufiger Fund ganz oben in der Fehlerliste: „The server answered with an HTML page". Dann liefert die Adresse keine Textdatei, sondern eine Fehler- oder Startseite — meist gibt es die llms.txt dort schlicht nicht. Ob die verlinkten Seiten erreichbar sind, prüfst du anschließend mit dem Link-Check aus Beispiel 7.

Beispiel 4: Eine fremde Datei reparieren — Check, Load, Fix

Der elegante Workflow, wenn eine Prüfung Fehler zeigt: direkt im Tool weiterarbeiten.

  1. Prüf die Datei wie in Beispiel 3 im Check-Tab.
  2. Klapp den Raw content-Block auf, um den Originalinhalt mit Zeilennummern zu sehen.
  3. Klick Load into Generator. Das Tool parst die geholte Datei ohne Inhaltsverlust und füllt das Formular damit — du bist sofort im Generator. Musste es etwas umstellen, listet ein Hinweiskasten über dem Formular die Anpassungen mit Zeilennummern (je Meldung die ersten fünf, dann „and N more"): etwa Text unter einer H2, der als Section-Text erhalten bleibt, *-Listen, die zu - werden, oder Notizen, die künftig mit : beginnen.
  4. Behebe die gemeldeten Punkte: Fehlte die Summary, trag sie ins Summary-Feld ein. Stand alles in einer einzigen Sektion, zerleg es über Add Section in thematische Blöcke. Hatten Links keine Notiz, füll die Notes-Felder. Relative URLs ersetzt du durch absolute.
  5. Prüf die Prüfhinweise unter der Ausgabe — sie zeigen schon vor dem Hochladen, ob noch Fehler oder Warnungen übrig sind. Dann Download und die alte Datei im Web-Root ersetzen.
  6. Zur Kontrolle die Domain noch einmal im Check-Tab prüfen — jetzt sollte das Banner grün sein.

So wird aus „fremde Datei mit Mängeln" in wenigen Minuten eine saubere, gültige llms.txt.

Beispiel 5: Eine bearbeitbare Datei weiterpflegen

Deine Site ist gewachsen, die llms.txt ist veraltet.

  1. Im Generator-Tab auf Open File klicken und die aktuelle llms.txt (oder .md) von der Platte öffnen — oder die Datei einfach auf das Formular ziehen. Das Tool parst sie und füllt das Formular — Titel, Summary, Details, alle Sektionen, Links und Subsektionen. Was es dabei angepasst hat, steht im Hinweiskasten über dem Formular.
  2. Ergänz neue Seiten, entfern abgekündigte, aktualisier Notizen. (Der Generator merkt sich deinen Stand ohnehin lokal im Browser, falls du zwischendurch den Tab schließt.)
  3. Download die aktualisierte Datei und deploy sie.

Das Open File → bearbeiten → Download ist der Pflege-Kreislauf: Die llms.txt bleibt ein lebendes Dokument, kein Einmal-Artefakt.

Beispiel 6: Auf llms-full.txt verweisen

Du hast (oder generierst) eine kombinierte Vollinhalt-Datei und willst korrekt darauf verlinken.

  1. Trag im Generator unten im Feld llms-full.txt URL die Adresse ein, z. B. https://deinedomain.de/llms-full.txt.
  2. Optional: Schreib in das Feld darunter eine eigene Notiz, etwa „Alle Handbuchseiten in einer Datei". Leer gelassen, nimmt der Generator „The complete documentation in one file".
  3. Der Generator setzt die Zeile - [llms-full.txt](…): … in die Sektion ## Optional — in eine vorhandene Sektion dieses Namens, sonst in eine neue am Ende. llms-full.txt ist dabei keine Vorgabe der Spezifikation, sondern eine verbreitete Konvention; die Sektion „Optional" markiert Links, die ein Agent bei knappem Kontext überspringen kann.
  4. Download und hochladen.

Was llms-full.txt ist und wann sie sich lohnt, steht im Manual unter „llms-full.txt".

Beispiel 7: Linkziele auf Markdown-Versionen umstellen und prüfen

Deine Site liefert zu jeder Seite eine Markdown-Fassung aus (etwa anleitung.html und anleitung.html.md), und die llms.txt soll Agenten direkt dorthin schicken.

  1. Trag die Links im Generator ganz normal mit ihren HTML-Adressen ein — oder lade deine bestehende Datei per Open File.
  2. Stell unten im Formular Link targets auf Markdown version, appended. Aus https://deinedomain.de/anleitung.html wird in der Ausgabe https://deinedomain.de/anleitung.html.md, aus https://deinedomain.de/docs/ wird https://deinedomain.de/docs/index.html.md. Liefert deine Site anleitung.md statt anleitung.html.md, nimm Markdown version, replaced. PDFs und andere Dateien lässt das Tool unverändert.
  3. Lies den Hinweis unter der Ausgabe: Die umgeschriebenen URLs müssen auf deinem Server auch existieren. Download und hochladen.
  4. Wechsle in den Check-Tab und prüf die veröffentlichte Datei. Unter den Meldungen steht die Karte Linked pages; klick Check all N links (bei mehr als 20 Links prüft das Tool die ersten 20).
  5. Lies die Tabelle: OK heißt erreichbar und kein HTML, Broken link steht für Status 400 oder höher, und „HTML page — a markdown version (.md) is easier for agents" zeigt Links, die noch auf HTML-Seiten führen. Die Zusammenfassung am Ende nennt, wie viele Links Markdown/Text, HTML oder kaputt sind.

So prüfst du in einem Durchgang, ob die Markdown-Zwillinge wirklich da sind — und ob der Server sie nicht versehentlich als HTML-Fehlerseite ausliefert.

Beispiel 8: Eine llms.txt für einen Unterpfad ausliefern

Deine Dokumentation liegt unter /docs/ und soll eine eigene llms.txt bekommen, die nur diesen Bereich beschreibt.

  1. Bau die Datei im Generator wie in Beispiel 1 und lade sie nach https://deinedomain.de/docs/llms.txt. Seit v2 gilt eine Datei in einem Unterpfad für alles darunter; die spezifischste Datei hat Vorrang.
  2. Trag in der Karte Serving & discovery unter Path /docs/ ein. Ungültige Zeichen markiert das Tool rot.
  3. Wähl deinen Server: nginx liefert location-Blöcke, die die llms.txt als text/plain; charset=utf-8 und .md-Dateien als text/markdown; charset=utf-8 ausliefern, plus einen Link-Header mit rel="describedby" auf /docs/llms.txt. Apache liefert AddType, AddCharset und denselben Header per mod_headers. Kannst du keine Header setzen, nimm HTML — dann kommen die <link>-Elemente in den <head> deiner Seiten.
  4. Copy, in die Server-Konfiguration übernehmen, Server neu laden.
  5. Prüf das Ergebnis im Check-Tab mit deinedomain.de/docs/ (mit Schrägstrich). Das Banner zeigt jetzt den Content-Type; Warnungen zu Content-Type oder fehlendem charset=utf-8 sollten verschwunden sein.

Beachte: Der SEO & GEO Analyzer sucht für seinen GEO-Score nur nach /llms.txt im Wurzelverzeichnis. Eine Datei allein unter /docs/ zählt dort nicht.


Noch tiefer: das Manual für jedes Feld und jede Regel, die Tipps & Tricks für Strategie und Stolperfallen. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.