Periodic Table (PSE) — Manual
Manual der Periodic Table (PSE): Raster, Element-Daten, Ansichten, Zustand bei Temperatur, Farbskalen, Suche, Direkt-Links, Molmassen-Rechner, DE/EN.
Zurück zur Übersicht: Periodic Table (PSE) · Tool live öffnen: www.jpkc.com/tools/pse/
Dieses Manual beschreibt die Periodic Table (PSE) vollständig: wie das Raster aufgebaut ist, welche Ansichten es gibt, welche Daten zu jedem Element angezeigt werden, wie Suche, Filter, Detail-Ansicht und Direkt-Links funktionieren, wie der Molmassen-Rechner Formeln liest und wie die Sprachumschaltung arbeitet. Die Oberfläche ist zweisprachig und startet in der Sprache deines Browsers (Deutsch, wenn er auf Deutsch steht, sonst Englisch). Die UI-Beschriftungen stehen hier deshalb in beiden Varianten — deutsch, mit dem englischen Original in Klammern.
Aufbau des Periodensystems
Die PSE bildet das Periodensystem in seiner klassischen Form ab: ein Raster aus 18 Gruppen (Spalten) und 7 Perioden (Reihen), in dem jedes der 118 Elemente an seinem festen Platz sitzt. Die beiden inneren Übergangsreihen — die Lanthanoide (Ordnungszahlen 57–71) und die Actinoide (89–103) — stehen, wie im Lehrbuch üblich, als zwei separate f-Block-Reihen unterhalb der Haupttabelle. An ihrer eigentlichen Position im Hauptraster (Gruppe 3, Periode 6 und 7) sitzen zwei Platzhalter-Kacheln, die auf die ausgelagerten Reihen verweisen („57–71 Lanthanoide" und „89–103 Actinoide"). Eine schmale Lücke trennt die Haupttabelle optisch vom f-Block.
Die Kacheln wachsen mit der verfügbaren Breite mit — von 54 bis 96 Pixel Kantenlänge, die Schrift bleibt dabei lesbar groß. Reicht der Platz auch für die kleinste Kachelgröße nicht, wird die Tabelle horizontal scrollbar; auf schmalen Bildschirmen weist ein Hinweis darüber darauf hin („Seitlich wischen, um die ganze Tabelle zu sehen.").
Die Element-Kacheln
Jedes Element wird als farbige Kachel dargestellt. Direkt auf der Kachel siehst du — ohne sie öffnen zu müssen — die wichtigsten Eckdaten:
- die Ordnungszahl (oben),
- einen kleinen, farbigen Punkt für den Aggregatzustand (bei 25 °C, in der Temperatur-Ansicht bei der eingestellten Temperatur),
- das Element-Symbol (groß und zentral),
- den Namen in der gerade gewählten Sprache,
- die Atommasse (in der Einheit u; bei Elementen ohne Standardatomgewicht in eckigen Klammern, z. B.
[267], als Hinweis auf das stabilste Isotop).
Die Farbe der Kachel hängt von der gewählten Ansicht ab (siehe nächster Abschnitt): standardmäßig von der Element-Kategorie, alternativ vom Aggregatzustand oder vom Wert einer Eigenschaft. Jede Kachel ist per Tastatur erreichbar und lässt sich mit Klick, Enter oder Leertaste öffnen, um die Detail-Ansicht aufzurufen. Fährst du mit der Maus über eine Kachel, zeigt ein Tooltip Name, Symbol und Ordnungszahl — in den Ansichten „Aggregatzustand bei Temperatur" und bei den Farbskalen ergänzt um den Zustand bzw. „keine Daten".
Ansichten: Färben nach
Die Auswahl Färben nach (Colour by) über dem Raster legt fest, wonach die Kacheln eingefärbt werden. Es gibt acht Ansichten:
| Ansicht (DE) | Original (EN) | Was die Farbe zeigt |
|---|---|---|
| Kategorie | Category | die zehn Element-Kategorien (Standard) |
| Aggregatzustand bei Temperatur | State at a temperature | fest, flüssig, gasförmig oder unbekannt bei einer frei wählbaren Temperatur |
| Elektronegativität | Electronegativity | Farbskala nach Pauling-Wert |
| Dichte | Density | Farbskala, logarithmisch |
| Schmelzpunkt | Melting point | Farbskala |
| Siedepunkt | Boiling point | Farbskala |
| Entdeckungsjahr | Year of discovery | Farbskala, seit der Antike bekannte Elemente am linken Ende |
| Atommasse | Atomic mass | Farbskala |
Daneben steht die Auswahl Temperatureinheit (Temperature unit) mit K, °C und °F (Standard: K). Sie gilt überall, wo Temperaturen erscheinen: am Temperaturregler, in der Legende der Schmelz- und Siedepunkt-Skala und in der Detail-Ansicht. Das Tool merkt sich die gewählte Einheit lokal im Browser.
Ansicht Kategorie
Die Standard-Ansicht färbt jede Kachel nach ihrer Kategorie. Nur hier gibt es die anklickbare Farb-Legende mit Kategorie-Filter und die kleine Zustands-Legende unter dem Raster (siehe Farb-Kategorien und Legende).
Ansicht Aggregatzustand bei Temperatur
Wählst du Aggregatzustand bei Temperatur, erscheint ein Temperaturregler von 0 bis 6000 K in Schritten von 1 K; daneben steht die aktuelle Temperatur in der gewählten Einheit. Der Regler startet bei 298 K (25 °C); der Knopf Raumtemp. (Room temp.) setzt ihn jederzeit dorthin zurück. Die Kacheln färben sich live mit:
- grau — fest,
- cyan — flüssig,
- gelb — gasförmig,
- gestrichelt umrandet, fast transparent — unbekannt.
Die Legende über dem Raster zählt mit, wie viele Elemente gerade in welchem Zustand sind — bei Raumtemperatur etwa 2 flüssige (Brom und Quecksilber) und 11 gasförmige.
Den Zustand berechnet das Tool aus Schmelz- und Siedepunkt des Elements (bei Normaldruck): unterhalb des Schmelzpunkts fest, zwischen Schmelz- und Siedepunkt flüssig, darüber gasförmig. Zwei Sonderfälle sind eingebaut:
- Sublimation: Liegt der Siedepunkt unter dem Schmelzpunkt (Arsen), geht das Element direkt von fest zu gasförmig — eine flüssige Phase zeigt das Tool dann nicht.
- Fehlende Werte: Ohne Schmelzpunkt bleibt der Zustand „unbekannt" (die superschweren Elemente von Rutherfordium bis Oganesson); ist nur der Siedepunkt unbekannt, gilt das Element oberhalb des Schmelzpunkts als flüssig. Das betrifft Fermium bis Lawrencium: Detail-Ansicht und Kachelpunkt der übrigen Ansichten führen sie als „Unbekannt", die Temperatur-Ansicht rechnet dagegen mit dem hinterlegten Schmelzpunkt und zeigt sie bei Raumtemperatur als fest, oberhalb des Schmelzpunkts als flüssig.
Eigenschafts-Farbskalen
Die übrigen sechs Ansichten legen eine Farbskala über das Raster: Das Element mit dem kleinsten Wert bekommt das eine Ende der Skala, das mit dem größten das andere; alle anderen liegen linear dazwischen. Die Skala verläuft von Dunkelviolett über Blau und Grün nach Gelb (an viridis angelehnt) — eine Abfolge, die auch bei Farbsehschwäche gut lesbar bleibt. Die Schriftfarbe jeder Kachel wechselt automatisch zwischen Schwarz und Weiß, damit Symbol und Name lesbar bleiben.
- Die Legende zeigt Minimum, Farbverlauf und Maximum mit Einheit — Temperaturen in der gewählten Einheit, Dichte in g/cm³, Atommasse in u.
- Dichte ist logarithmisch skaliert (Hinweis „(logarithmisch)" in der Legende). Linear wären alle Gase und leichten Metalle in einer Farbe zusammengedrängt, weil die Werte von 0,0000899 g/cm³ (Wasserstoff) bis 22,59 g/cm³ reichen.
- Beim Entdeckungsjahr stehen seit der Antike bekannte Elemente am linken Ende der Skala; die Legende beginnt deshalb mit „Antike" und vermerkt „(Antike am linken Ende)".
- Elemente ohne Wert — etwa die Elektronegativität der meisten Edelgase oder der Schmelzpunkt der superschweren Elemente — erscheinen schraffiert; die Legende erklärt das als „keine Daten".
Angezeigte Element-Daten
Ein Klick auf eine Kachel öffnet eine Detail-Ansicht (modaler Dialog) mit dem vollständigen Datensatz des Elements. Der Kopf zeigt das Symbol in der Kategorie-Farbe, Name und Symbol, ein farbiges Kategorie-Etikett, die Ordnungszahl (#26) und die Atommasse. Darunter stehen die Eigenschaften in zwei Tabellen plus einer Fußzeile:
Linke Tabelle — Einordnung
- Ordnungszahl (Atomic number) — die Protonenzahl.
- Atommasse (Atomic mass) — in u, als gekürztes IUPAC-Standardatomgewicht; steht der Wert in eckigen Klammern, ergänzt das Tool „(Massenzahl des stabilsten Isotops)".
- Periode (Period) — die Reihe im Periodensystem.
- Gruppe (Group) — die Spalte; bei Lanthanoiden und Actinoiden steht hier „f-Block".
- Block — der Orbital-Block des Elements: s-, p-, d- oder f-Block.
- Zustand (25 °C) (State (25 °C)) — fest, flüssig, gasförmig oder unbekannt bei Raumtemperatur. Dieses Feld bleibt auch in der Temperatur-Ansicht beim Wert für 25 °C.
- Oxidationsstufen (Oxidation states) — die typischen Oxidationszahlen.
Rechte Tabelle — Physik & Chemie
- Elektronenkonfiguration (Electron configuration) — in Edelgas-Kurzschreibweise (z. B.
[Ne] 3s² 3p²). - Elektronegativität (Electronegativity) — mit dem Zusatz „(Pauling)", wo ein Wert existiert.
- Schmelzpunkt (Melting point) — in der gewählten Temperatureinheit; bei °C oder °F steht der Kelvin-Wert in Klammern dahinter, z. B.
1538 °C (1811 K)für Eisen. Negative Werte bekommen ein echtes Minuszeichen. - Siedepunkt (Boiling point) — ebenso.
- Dichte (Density) — für Feststoffe und Flüssigkeiten in g/cm³, für Gase in g/L (Wasserstoff: 0,0899 g/L statt einer unhandlichen Zahl in g/cm³).
Fußzeile — Geschichte & Kennung
- Entdeckt (Discovered) — das Entdeckungsjahr; bei seit der Antike bekannten Elementen steht „Antike".
- Entdecker (By) — Person(en) oder Forschungsgruppe, bei antiken Elementen meist ebenfalls „Antike" (Ausnahme Arsen: Albertus Magnus).
- CAS — die CAS-Registriernummer des Elements.
Werte, die für ein Element nicht definiert oder nicht bekannt sind (etwa Schmelz- und Siedepunkt mancher superschwerer Elemente), erscheinen als Gedankenstrich „—". Elektronegativität, Dichte, Legenden-Werte und die Ergebnisse des Molmassen-Rechners formatiert das Tool passend zur Sprache (in der deutschen Ansicht mit Dezimalkomma); Temperaturen stehen dagegen immer mit Punkt, ebenso die Atommassen auf den Kacheln, in der Detail-Ansicht und in der Tabelle des Molmassen-Rechners, etwa 55.845 u. Nur die Legende der Farbskala Atommasse zeigt sie gerundet und mit Komma (z. B. 1,01 u).
Der Block ergibt sich aus der Gruppe
Die Block-Zuordnung folgt einer einfachen Regel: Lanthanoide und Actinoide bilden den f-Block, die Gruppen 3 bis 12 den d-Block, die Gruppen 1 und 2 sowie Wasserstoff und Helium den s-Block, alles übrige den p-Block. Helium steht zwar über den Edelgasen, hat aber nur die Konfiguration 1s² — deshalb s-Block.
Farb-Kategorien und Legende
Die PSE ordnet jedes Element einer von zehn Kategorien zu und färbt seine Kachel in der Ansicht Kategorie entsprechend ein. Über der Tabelle erklärt eine Farb-Legende die Zuordnung — und dient zugleich als Filter (siehe unten). Die Kategorie-Farbe begleitet das Element auch in den anderen Ansichten: als Rahmenfarbe im Kopf der Detail-Ansicht und als Farbe des Kategorie-Etiketts. Die zehn Kategorien:
| Farbe | Kategorie (DE) | Kategorie (EN) |
|---|---|---|
| Rot | Alkalimetalle | Alkali Metals |
| Orange | Erdalkalimetalle | Alkaline Earth Metals |
| Gelb | Übergangsmetalle | Transition Metals |
| Limette | Nachübergangsmetalle | Post-Transition Metals |
| Türkis | Halbmetalle | Metalloids |
| Blau | Reaktive Nichtmetalle | Reactive Nonmetals |
| Lila | Halogene | Halogens |
| Cyan | Edelgase | Noble Gases |
| Pink | Lanthanoide | Lanthanoids |
| Violett | Actinoide | Actinoids |
Unterhalb der Tabelle steht in dieser Ansicht zusätzlich eine kleine Zustands-Legende für die Aggregatzustand-Punkte auf den Kacheln: Fest (Solid), Flüssig (Liquid), Gas (Gas) und Unbekannt (Unknown), mit dem Zusatz „(bei 25 °C)". „Unbekannt" betrifft die superschweren Elemente von Rutherfordium bis Oganesson sowie die Actinoide Fermium bis Lawrencium, deren Zustand bei Raumtemperatur experimentell nicht gesichert ist. In den anderen Ansichten verschwindet sie; dort übernimmt die Legende über dem Raster.
Suche
Rechts oben im Kopf liegt ein Suchfeld (Platzhalter „Name, Symbol oder Nummer…" bzw. Name, symbol or number…). Es filtert die Tabelle live, während du tippst, unabhängig von Groß- und Kleinschreibung, und prüft mehrere Felder gleichzeitig:
- den englischen Namen (Teilstring:
iumtrifft alle Elemente, deren Name das enthält), - den deutschen Namen (ebenfalls als Teilstring),
- das Symbol (als Anfang:
Ctrifft C, Ca, Cl, Cu …), - die Ordnungszahl (nur exakt:
1trifft Wasserstoff, nicht 10 bis 19 — und Ziffern durchsuchen keine Namen).
Die Suche prüft beide Sprach-Namen unabhängig davon, welche Sprache gerade eingestellt ist. Du kannst also „Wasserstoff" oder „Hydrogen", „H" oder „1" eingeben und triffst dasselbe Element. Treffer werden hervorgehoben, alle anderen Kacheln abgedunkelt; abgedunkelte Kacheln lassen sich weder anklicken noch per Tab-Taste fokussieren.
Exakter Treffer: Passt deine Eingabe genau auf ein Symbol, eine Ordnungszahl oder einen vollständigen Namen, bekommt diese Kachel zusätzlich einen hellen Rahmen. Das Symbol hat dabei Vorrang: c hebt zwar alle Elemente mit „c" im Namen hervor, markiert aber Kohlenstoff als exakten Treffer.
Tastatur im Suchfeld:
- Enter öffnet die Detail-Ansicht des exakten Treffers — oder des einzigen Treffers, wenn nur noch ein Element übrig ist.
- Escape leert das Suchfeld.
Die Suche wirkt in allen Ansichten, also auch über der Temperatur-Ansicht oder einer Farbskala.
Kategorie-Filter
In der Ansicht Kategorie ist jeder Eintrag der Farb-Legende zugleich ein Filter-Schalter. Klickst du eine Kategorie an (oder fokussierst sie und drückst Enter/Leertaste), bleiben nur die Elemente dieser Kategorie hervorgehoben; der Rest wird abgedunkelt. Der aktive Schalter ist markiert, ein zweiter Klick auf dieselbe Kategorie hebt den Filter wieder auf. Wechselst du in eine andere Ansicht, ruht der Kategorie-Filter; zurück in der Ansicht Kategorie greift er wieder.
Such- und Kategorie-Filter wirken kombiniert (logisches UND): Suchst du nach „on" und filterst auf Edelgase, bleiben die Edelgase übrig, deren Name „on" enthält — Neon, Argon, Krypton, Xenon, Radon und Oganesson, nicht aber Helium. Ein Reset-Knopf (×) neben dem Suchfeld setzt beide Filter auf einmal zurück; er ist nur aktiv, solange gerade gefiltert wird: bei Text im Suchfeld oder einem Kategorie-Filter in der Ansicht Kategorie. Ein ruhender Kategorie-Filter in einer anderen Ansicht zählt nicht; den hebst du in der Ansicht Kategorie auf.
Detail-Ansicht und Navigation
Die Detail-Ansicht (modaler Dialog) lässt sich nicht nur öffnen, sondern auch durchblättern: Über die Pfeil-Buttons im Fußbereich oder die Pfeiltasten links/rechts springst du zum vorherigen bzw. nächsten Element — geordnet nach Ordnungszahl. Am Anfang (Wasserstoff) und Ende (Oganesson) der Reihe sind die jeweiligen Buttons deaktiviert.
Im Fußbereich liegen außerdem Link kopieren (Copy link, siehe Direkt-Links auf ein Element) und Schließen (Close). Schließt du den Dialog, kehrt der Fokus auf die zuletzt angezeigte Kachel zurück — praktisch für die Tastatur-Bedienung. Ist diese Kachel gerade durch Suche oder Kategorie-Filter abgedunkelt, landet der Fokus stattdessen wieder dort, von wo aus du den Dialog geöffnet hast. Solange der Dialog offen ist, ist die Seite dahinter gesperrt; Sprache und Temperatureinheit stellst du deshalb bei geschlossenem Dialog um, beim nächsten Öffnen zeigt er alle Werte entsprechend.
Direkt-Links auf ein Element
Jedes geöffnete Element steht in der Adresse: Öffnest du Eisen, endet die URL auf #Fe. Diese Adresse kannst du teilen oder als Lesezeichen speichern — wer sie aufruft, landet direkt in der Detail-Ansicht von Eisen. Der Knopf Link kopieren legt genau diese URL in die Zwischenablage („Link kopiert!").
Als Sprungmarke versteht das Tool alles, was die Suche als exakten Treffer erkennt, ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung:
https://www.jpkc.com/tools/pse/#Fe
https://www.jpkc.com/tools/pse/#26
https://www.jpkc.com/tools/pse/#eisen
https://www.jpkc.com/tools/pse/#ironÄnderst du die Sprungmarke bei geöffneter Seite, springt das Tool zum neuen Element. Beim Schließen des Dialogs verschwindet die Marke wieder aus der Adresse.
Molmassen-Rechner
Unter dem Periodensystem sitzt der Molmassen-Rechner (Molar mass calculator). Ins Feld Summenformel (Formula) tippst du eine chemische Formel, das Ergebnis erscheint live beim Tippen. Vorbelegt ist CuSO4·5H2O (Kupfersulfat-Pentahydrat).
Was der Rechner versteht:
- Elementsymbole mit Großbuchstaben am Anfang (
Na,Cl) und Indizes als Ziffern (H2O). Zweibuchstaben-Symbole erkennt er nur, wenn sie existieren:Coist Cobalt,COKohlenstoff plus Sauerstoff. - Klammern in drei Formen —
(),[]und{}—, auch verschachtelt und mit Faktor:Ca(OH)2,K4[Fe(CN)6]. - Hydrate und Addukte mit
·,•,*oder.als Trenner, jeweils mit eigenem Koeffizienten:CuSO4·5H2O,CuSO4*5H2O,CuSO4.5H2O. - Einen Koeffizienten am Anfang:
2H2Orechnet zwei Moleküle Wasser. - Hoch- und tiefgestellte Ziffern (
H₂O,SO₄) — sie werden in normale Ziffern umgesetzt. Hochgestellte Vorzeichen (⁺,⁻) versteht der Rechner dagegen nicht; schreib Ladungen mit normalem+oder-. - Ladungen am Ende werden ignoriert; die Elektronenmasse fließt nicht ein. Ziffern zählen nur dann als Ladung, wenn ein
^oder ein Leerzeichen davorsteht (SO4^2-,SO4 2-); sonst entfällt nur das Vorzeichen,NH4+behält also seine 4. Das heißt aber auch:SO42-(oderSO₄²-) liest der Rechner als S mit 42 O-Atomen.
H2O → 18,015 g/mol
Ca(OH)2 → 74,092 g/mol
K4[Fe(CN)6] → 368,345 g/mol
CuSO4·5H2O → 249,677 g/mol
SO4^2- → 96,056 g/molWas er ausgibt:
- die Molmasse in g/mol mit drei Nachkommastellen, daneben ein Knopf Kopieren (Copy), der die Zahl in die Zwischenablage legt (immer mit Punkt als Dezimaltrenner, z. B.
249.677), - die Hill-Formel — die kanonische Schreibweise: Kohlenstoff zuerst, dann Wasserstoff, dann alle anderen alphabetisch; ohne Kohlenstoff alles alphabetisch (
C2H5OHwird zuC2H6O,CuSO4·5H2OzuCuH10O9S), - eine Tabelle mit Element (Symbol und Name), Anzahl, Atommasse in u und Massenanteil in Prozent, sortiert nach Ordnungszahl,
- einen Hinweis, wenn die Formel radioaktive Elemente mit Klammer-Masse enthält (etwa Radium in
RaCl2): Dann rechnet der Rechner mit der Massenzahl des stabilsten Isotops, das Ergebnis ist entsprechend ein Näherungswert.
Fehler zeigt das Feld mit rotem Rand und einer Meldung an. Die Meldungen sind englisch, auch in der deutschen Ansicht: Unknown element "Xx". (unbekanntes Symbol), Unbalanced bracket. (Klammern passen nicht), Unexpected "c" — element symbols start with a capital letter. (Kleinbuchstabe am Anfang eines Symbols), No elements found. (Eingabe ohne Element, z. B. leere Klammern ()), Enter a formula. (Eingabe besteht nur aus einer Ladungsangabe, z. B. + oder ^2-).
Die Atommassen stammen aus denselben Daten wie die Kacheln (gekürzte IUPAC-Standardatomgewichte), Ergebnisse können deshalb in der letzten Stelle von Tabellenwerken mit mehr Nachkommastellen abweichen.
Sprachumschaltung EN/DE
Anders als die meisten JPKCom-Tools ist die PSE selbst zweisprachig. Der Knopf mit dem Übersetzungs-Symbol (oben rechts) schaltet zwischen Englisch und Deutsch um. Sein Label zeigt dabei die Sprache, in die du wechseln würdest: Steht die Tabelle auf Englisch, liest der Knopf „DE"; steht sie auf Deutsch, liest er „EN".
Die Umschaltung betrifft fast die gesamte Oberfläche:
- den Tabellen-Titel und alle Beschriftungen, auch die Optionen von Färben nach,
- alle Element-Namen im Raster (z. B. Eisen ↔ Iron, Blei ↔ Lead, Wolfram ↔ Tungsten),
- die Kategorie-Bezeichnungen in Legende und Detail-Ansicht,
- die Beschriftungen der f-Block-Platzhalter,
- die Feld-Labels in der Detail-Ansicht (Ordnungszahl ↔ Atomic number usw.),
- den Molmassen-Rechner (Spalten, Hinweise; die Fehlermeldungen bleiben englisch),
- das Zahlenformat der meisten Werte (Dezimalkomma im Deutschen; Temperaturen bleiben mit Punkt, Atommassen ebenso — außer in der Legende der Farbskala Atommasse).
Das Tool setzt dabei auch die Sprachauszeichnung der Oberfläche um, sodass Screenreader deutsche Namen deutsch und englische englisch vorlesen. Einige reine Screenreader-Beschriftungen bleiben allerdings auch in der deutschen Ansicht englisch: das Suchfeld (Search), der Reset-Knopf (Reset filter), das Schließen-Kreuz der Detail-Ansicht (Close) und die Blätter-Knöpfe (Previous element/Next element).
Startsprache: Beim ersten Besuch richtet sich die PSE nach der Sprache deines Browsers — Deutsch, wenn sie mit „de" beginnt, sonst Englisch. Diese Startsprache speichert das Tool gleich beim ersten Laden lokal im Browser, ein Klick auf den Knopf ändert den gespeicherten Wert; beim nächsten Besuch öffnet die PSE direkt in der zuletzt genutzten Sprache.
Daten und Speicherung
Die PSE läuft komplett im Browser: Die Daten aller 118 Elemente sind fest im Tool hinterlegt, gerechnet wird — auch im Molmassen-Rechner — lokal in JavaScript. Es gibt keinen Server-Roundtrip, keine API und keinen Upload. Lokal im Browser speichert das Tool nur zwei Einstellungen: die Sprache und die Temperatureinheit. Blockiert dein Browser den lokalen Speicher, funktioniert das Tool trotzdem — es fällt dann bei jedem Besuch auf Browsersprache und Kelvin zurück.
Was die PSE bewusst nicht ist
Die PSE ist ein Nachschlagewerk mit einem Molmassen-Rechner — kein vollständiges Chemie-Programm. Sie löst keine Reaktionsgleichungen und macht keine Stöchiometrie über die Molmasse hinaus. Sie zeigt pro Element die Atommasse, aber keine vollständige Isotopen-Aufstellung; eckige Klammern markieren lediglich das stabilste Isotop. Der Aggregatzustand bei Temperatur gilt für Normaldruck — ein Phasendiagramm mit Druck als zweiter Achse gibt es nicht. Es gibt keinen Quiz- oder Lernmodus und keinen Daten-Export. Alle Daten sind als fester Stand im Tool hinterlegt — eine statische, schnelle Referenz, kein live aktualisierter Datendienst.
Für den Einstieg und die Zielgruppen siehe die Übersicht; konkrete Nachschlage-Wege zeigen die Beispiele und gesammelte Kniffe die Tipps & Tricks. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.