Coder — Beispiele
Praxis-Durchläufe mit dem Coder: String Base64-kodieren, JWT dekodieren, Sonderzeichen URL-encodieren, Bild als Data-URI einbetten, HTML und JSON escapen.
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Das Manual erklärt jeden Reiter im Detail. Diese Seite ergänzt das um konkrete Durchläufe — typische Aufgaben, Schritt für Schritt, mit Fokus auf Eingabe und Ausgabe. Die Oberfläche ist auf Englisch; Reiter- und Button-Namen stehen deshalb im Original.
Beispiel 1: Einen String Base64-kodieren
Du brauchst einen Wert Base64-kodiert, etwa für einen Header oder eine Konfiguration.
- Öffne den Coder und wechsle in den Reiter Base64.
- Füge deinen Text ein, z. B.
Grüße aus München. - Klick Encode. Im Feld steht jetzt
R3LDvMOfZSBhdXMgTcO8bmNoZW4=— die Umlaute sind dank UTF-8-sicherer Kodierung korrekt enthalten. - Mit Copy landet der String in der Zwischenablage. Zum Gegencheck fügst du ihn wieder ein und klickst Decode — du bekommst exakt
Grüße aus Münchenzurück.
Wichtig: Ist der String beim Decode kein gültiges Base64, meldet das Tool das, statt eine kaputte Ausgabe zu liefern.
Beispiel 2: Ein JWT dekodieren und die Payload lesen
Du hast ein Token aus einem API-Response oder einem Cookie und willst sehen, was drinsteht.
- Wechsle in den Reiter JWT und füge das komplette Token ein (die drei punktgetrennten Teile, beginnend mit
eyJ…). - Klick Decode. Das Tool zerlegt das Token und zeigt drei Karten:
- Header — als formatiertes JSON, z. B.
{ "alg": "HS256", "typ": "JWT" }. - Payload — ebenfalls formatiert, mit den Claims (
sub,name,iat,exp, …). - Signature — der rohe Signatur-String, unverändert.
- Header — als formatiertes JSON, z. B.
- Enthält die Payload ein
exp, zeigt ein Badge, ob das Token gültig ist oder abgelaufen (mit Relativzeit wie „vor 2 Stunden"); einiatergibt ein „Issued"-Badge. - Per Copy-Button neben Header oder Payload übernimmst du den jeweiligen JSON-Block — etwa um ihn im JSON Editor weiterzuverarbeiten.
Merke: Das Tool prüft die Signatur nicht. Es zeigt dir, was die Payload behauptet, nicht, ob das Token gültig signiert ist — siehe dazu die Tipps. Weil alles im Browser läuft, verlässt das Token deinen Rechner aber nicht.
Beispiel 3: Sonderzeichen fuer eine URL kodieren
Du willst einen Suchbegriff oder Parameter-Wert sicher in eine URL packen.
- Wechsle in den Reiter URL und füge den Rohwert ein, z. B.
Müller & Sohn (Café). - Klick Encode. Ergebnis:
M%C3%BCller+%26+Sohn+%28Caf%C3%A9%29. - Beachte das
+für Leerzeichen — der Coder kodiert im Formular-Stil (application/x-www-form-urlencoded), nicht mit%20. Für Query-Strings ist das genau richtig. - Decode kehrt es wieder um:
+wird zu Leerzeichen, der Rest überdecodeURIComponentaufgelöst — du erhältstMüller & Sohn (Café)zurück.
Beispiel 4: Ein Bild als Data-URI einbetten
Du willst ein kleines Icon direkt ins CSS einbetten, statt eine separate Datei auszuliefern.
- Wechsle in den Reiter Data URI und klick bei Select a file auf deine Datei (z. B. ein kleines PNG oder SVG).
- Der Browser liest die Datei lokal ein; die Fortschrittsanzeige läuft auf 100 %.
- Im Ausgabefeld steht die fertige
data:image/png;base64,…-URI. Darunter siehst du Datei-Infos: Name, MIME-Typ, Größe, Änderungsdatum. - Copy übernimmt die URI; du fügst sie z. B. als
background-image: url(data:image/png;base64,…)ein.
Praxis-Tipp: Data-URIs lohnen vor allem für kleine Assets. Base64 bläht die Daten um rund ein Drittel auf — bei großen Bildern wird die URI sehr lang und ist meist unpraktisch. Die Datei wird dabei nie hochgeladen, alles bleibt im Browser.
Beispiel 5: HTML-Code fuer die Anzeige escapen
Du willst ein Code-Beispiel in einem Artikel anzeigen, ohne dass der Browser es rendert.
- Wechsle in den Reiter HTML und füge das Markup ein, z. B.
<a href="/x">Link</a>. - Klick Encode. Ergebnis:
<a href="/x">Link</a>— die spitzen Klammern stehen jetzt als Text. - Soll auch das Anführungszeichen im Attribut entschärft werden (etwa weil der Schnipsel selbst in ein Attribut wandert), nimm stattdessen den Reiter HTML+: Dann wird
"zusätzlich zu"und'zu'. - Decode macht den Schritt rückgängig — aber nur für genau die Entities, die das Tool erzeugt; beliebige Entities wie
werden hier nicht aufgelöst.
Beispiel 6: Einen JSON-String fuer Code escapen
Du willst einen mehrzeiligen Text als String-Wert in eine JSON-Datei oder in Quellcode einsetzen.
- Wechsle in den Reiter JSON und füge den Rohtext ein, inklusive Zeilenumbrüchen, Tabs und Anführungszeichen.
- Klick Escape. Aus Zeilenumbrüchen wird
\n, aus Tabs\t, aus"wird\"und aus\wird\\. - Den escapten String kannst du nun direkt als Wert in
"key": "…"einsetzen, ohne dass das JSON zerbricht. - Unescape kehrt das um — praktisch, wenn du einen escapten Wert aus einer JSON-Datei wieder lesbar machen willst.
Grenze: Der Reiter behandelt String-Literale, keine ganzen Dokumente, und deckt das Set \\ \" \n \r \t ab (keine \uXXXX-Escapes). Für komplette JSON-Dateien nutze den JSON Editor.
Noch tiefer: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jeden Reiter im Detail und die Tipps & Tricks für die Feinheiten. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.