CSV Editor — Manual
Alle Funktionen des CSV Editors: Import, Toolbar, Settings, Trennzeichen- und Kodierungs-Erkennung, Export als CSV, JSON und Markdown und die Grenzen.
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Dieses Manual beschreibt den CSV Editor vollständig: jeden Button der Toolbar, jede Einstellung, wie Trennzeichen- und Kodierungs-Erkennung und der Parser arbeiten, welche Export-Formate es gibt und welche Grenzen gelten. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch — die Button- und Feld-Bezeichnungen werden hier deshalb in ihrer englischen Original-Schreibweise genannt (mit deutscher Erläuterung), damit du dich im echten Interface zurechtfindest.
Aufbau der Oberfläche
Die Seite besteht aus zwei Karten: dem Editor mit Toolbar, Tabelle und Statusleiste sowie einer aufklappbaren Settings-Karte darunter. Beim Laden der Seite stellt das Tool die zuletzt automatisch gesicherte Tabelle aus dem Browser-Speicher wieder her — samt Spaltennamen, Dateiname und Trennzeichen; der Header-Modus richtet sich dabei nach dem gesicherten Stand. Gibt es keine Sicherung, startet es mit einer leeren Tabelle in der eingestellten Größe.
Acht Buttons tragen eine Text-Beschriftung — New, Open, Copy, Paste, CSV, JSON, Markdown und Reset. Auf schmalen Bildschirmen blendet die Toolbar diese Beschriftungen aus und zeigt nur die Icons; sie erscheinen erst ab Tablet-Breite. Transpose, Undo, Redo und Fullscreen sind dagegen in jeder Breite reine Icon-Buttons; ihre Namen in diesem Manual folgen den Tooltips („Transpose rows and columns", „Undo (Ctrl+Z)", „Redo (Ctrl+Y)", „Toggle fullscreen mode"). Jeder Button trägt einen Tooltip und eine Beschriftung für Screenreader.
Daten importieren
Es gibt drei gleichwertige Wege, eine Tabelle zu laden. Alle drei nutzen dieselbe Trennzeichen-Erkennung und denselben Parser, und alle drei respektieren die Header-Einstellung. Alle drei ersetzen die aktuelle Tabelle außerdem ohne Rückfrage — anders als New —, und die automatische Sicherung überschreibt den vorigen Stand sofort. Hast du an der offenen Tabelle gearbeitet, exportiere sie vorher. Was beim Einlesen auffällt — ein nie geschlossenes Anführungszeichen, aufgefüllte Zeilen, ein Kodierungs-Fallback —, meldet eine gelbe Hinweis-Box direkt über der Tabelle (siehe Hinweise beim Import).
Open (Datei öffnen)
Öffnet den Datei-Dialog. Akzeptiert werden Dateien mit den Endungen .csv, .tsv und .txt, höchstens 50 MB groß; größere Dateien lehnt das Tool mit einer Meldung ab. Die Datei wird lokal als Byte-Folge gelesen und mit der eingestellten Kodierung in Text umgewandelt (siehe Kodierungs-Erkennung) — es gibt keinen Upload. Nach dem Öffnen meldet eine Einblendung Dateiname, Zeilenzahl, das erkannte Trennzeichen und die Kodierung, etwa Opened "kunden.csv" (120 rows, semicolon-separated, WINDOWS-1252).
Drag-and-drop
Du kannst eine Datei direkt auf die Editor-Karte ziehen. Beim Loslassen wird die Datei wie über Open eingelesen.
Paste (aus der Zwischenablage)
Liest den Textinhalt der Zwischenablage und baut daraus eine neue Tabelle. Damit kannst du eine Markierung aus Excel, Google Sheets oder Numbers direkt einfügen (diese kopieren tab-getrennt, was die Auto-Erkennung als Tabulator erkennt). Die Einblendung meldet danach Zeilenzahl und Trennzeichen, etwa Pasted 12 rows (tab-separated). Der Zugriff auf die Zwischenablage setzt die entsprechende Browser-Berechtigung voraus; verweigert der Browser den Zugriff, erscheint ein Hinweis, eine leere Zwischenablage meldet das Tool ebenfalls. Den Export-Dateinamen lässt Paste unverändert: Hattest du vorher kunden.csv geöffnet, heißen auch die Exporte der eingefügten Daten weiter kunden.*.
Die Toolbar im Detail
Die Buttons stehen in dieser Reihenfolge: New, Open, Copy, Paste, Transpose, Undo, Redo, Fullscreen, CSV, JSON, Markdown, Reset — rechts daneben das Suchfeld. Transpose, Undo, Redo und Fullscreen zeigen nur ein Icon (Doppelpfeil links/rechts, Pfeil gegen bzw. im Uhrzeigersinn, vier Pfeile nach außen).
New
Erzeugt eine leere Tabelle in der unter Settings eingestellten Größe (New sheet: rows × columns). Hast du die aktuelle Tabelle bearbeitet, fragt das Tool vorher nach („Start a new spreadsheet? The current one is replaced."); eine unveränderte Tabelle wird ohne Rückfrage ersetzt. Der Export-Dateiname fällt wieder auf data zurück.
Open
Öffnet den Datei-Dialog — siehe Open (Datei öffnen) oben.
Copy
Kopiert die gesamte Tabelle tab-getrennt in die Zwischenablage — im Header-Modus samt Kopfzeile mit den Spaltennamen. Das Trennzeichen ist hier fest der Tabulator — nicht das in den Settings gewählte —, damit sich die Daten direkt in eine Tabellenkalkulation einfügen lassen. Zellen mit Tabulator, Anführungszeichen, Zeilenumbruch oder Leerraum am Anfang oder Ende landen dabei in "…", damit die Zielanwendung sie als eine Zelle liest.
Paste
Siehe Paste (aus der Zwischenablage) oben.
Transpose
Vertauscht Zeilen und Spalten: Aus einer Tabelle mit m Zeilen und n Spalten wird eine mit n Zeilen und m Spalten. Praktisch, wenn ein Export „quer" liegt. Im Header-Modus gehen die Spaltennamen nicht verloren: Sie werden mitgedreht und landen in der ersten Spalte, während die bisherige erste Spalte zur neuen Kopfzeile wird. Eine Einblendung meldet die alte und die neue Größe. Ein zweiter Klick auf Transpose dreht die Tabelle zurück.
Undo und Redo
Machen die letzte Änderung rückgängig bzw. stellen sie wieder her. Funktioniert auch über die Tastatur mit Strg+Z (Undo) und Strg+Y (Redo). Die Historie gilt für Bearbeitungen innerhalb der Tabelle; Transpose, das Umschalten von First row is header und jeder Import bauen die Tabelle neu auf und beginnen damit eine neue Historie.
Fullscreen
Schaltet einen Vollbild-Modus, der Kopf, Fuß und die Settings-Karte ausblendet und den Editor das ganze Fenster füllen lässt. Mit demselben Button oder der Esc-Taste verlässt du ihn wieder.
CSV, JSON und Markdown (Export)
Laden die Tabelle als Datei herunter — Details unter Export.
Reset
Setzt den Editor zurück: Nach einer Sicherheitsabfrage („Reset spreadsheet and clear saved data?") wird die Sicherung im Browser-Speicher gelöscht und eine leere Tabelle erstellt. Hinweis-Box, Zellinfo und Auswahlstatistik werden geleert; der Export-Dateiname fällt auf data zurück, das Trennzeichen für Same as opened file auf das Komma. Deine Settings bleiben erhalten.
Suche
Das Suchfeld rechts in der Toolbar filtert die Tabelle live auf die Zeilen, in denen der Suchbegriff vorkommt (kurze Verzögerung von 300 ms beim Tippen). Gesucht wird nach Teilstrings, ohne Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung. Das × daneben oder die Esc-Taste setzt die Suche zurück.
Die Tabelle bearbeiten
Die Tabelle basiert auf Jspreadsheet CE und verhält sich weitgehend wie eine Tabellenkalkulation:
- Zellen bearbeiten: Doppelklick in eine Zelle öffnet sie zum Bearbeiten; mehrere Zellen markierst du per Ziehen mit der Maus.
- Kontextmenü (Rechtsklick): Was es anbietet, hängt davon ab, wohin du klickst. Ein Rechtsklick auf den Spaltenkopf zeigt die Spalten-Aktionen: Spalten einfügen (Insert a new column before / after) oder löschen (Delete selected columns), die Spalte umbenennen (Rename this column) und nach ihr sortieren (Order ascending / Order descending). Ein Rechtsklick in eine Zelle oder auf eine Zeilennummer zeigt die Zeilen-Aktionen (Insert a new row before / after, Delete selected rows); in einer Zelle kommen Kommentare dazu (Add comments), die das Tool allerdings weder automatisch sichert noch exportiert. In jedem dieser Menüs stehen außerdem Copy… und Paste… (Strg+C / Strg+V) sowie Save as… (Strg+S) und About — Save as… ist ein Rohexport der Bibliothek, der die Export-Einstellungen umgeht (siehe Export).
- Sortieren per Doppelklick: Ein Doppelklick auf einen Spaltenkopf sortiert nach dieser Spalte, ein weiterer kehrt die Richtung um.
- Verschieben und Größe ändern: Zeilen (an der Zeilennummer) und Spalten (am Spaltenkopf) lassen sich per Drag-and-drop verschieben, Spaltenbreiten und Zeilenhöhen ziehen.
Die Sortierung arbeitet typgerecht: Leere Zellen stehen immer am Ende (auch bei absteigender Sortierung), Zahlen werden numerisch verglichen (9 vor 10, 1,50 als 1,5), Text „natürlich" und ohne Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung (item 2 vor item 10). Zahlen stehen beim Aufsteigen vor Text. Welche Werte als Zahl zählen, steht unter Statusleiste.
Alle Zellen sind Text. Formeln wie =SUMME(A1:A3) berechnet der Editor nicht, sie bleiben als Zeichenkette in der Zelle stehen; ebenso wird HTML in Zellen als Text angezeigt, nicht ausgeführt. Bei mehr als 300 Zeilen rendert die Tabelle nur den sichtbaren Ausschnitt und lädt beim Scrollen nach — so bleiben auch Dateien mit Zehntausenden Zeilen bedienbar.
Die Settings
Die Settings-Karte klappst du über ihre Kopfzeile auf. Alle Werte werden bei Änderung automatisch im Browser gespeichert.
Import delimiter (Trennzeichen beim Einlesen)
Bestimmt, womit Felder beim Import (Open, Drag-and-drop, Paste) getrennt werden. Optionen:
- Auto-detect (Standard) — automatische Erkennung (siehe Trennzeichen-Erkennung).
- Comma (
,) - Semicolon (
;) — typisch für CSV-Exporte aus deutschsprachigem Excel. - Tab
- Pipe (
|)
Änderst du die Einstellung, nachdem du eine Datei geöffnet hast, liest das Tool diese Datei sofort mit dem neuen Wert erneut ein — vorausgesetzt, du hast sie noch nicht bearbeitet. Andernfalls bleibt die Tabelle unangetastet, und eine Einblendung weist darauf hin, dass die Einstellung erst für die nächste Datei gilt.
Import encoding (Zeichenkodierung)
Bestimmt, wie die Bytes einer geöffneten Datei in Text übersetzt werden. Optionen:
- Auto (UTF-8, else Windows-1252) (Standard) — siehe Kodierungs-Erkennung.
- UTF-8
- Windows-1252 (Excel, Western) — die Kodierung, in der Excel auf westeuropäischen Windows-Systemen klassisches „CSV" speichert.
- ISO-8859-15 (Latin-9, mit Euro-Zeichen)
- UTF-16 LE
Wie beim Trennzeichen gilt: Eine Änderung liest die zuletzt geöffnete, noch unbearbeitete Datei sofort neu ein. Auf Paste wirkt die Einstellung nicht — die Zwischenablage liefert bereits Text.
Export delimiter (Trennzeichen beim Export)
Bestimmt das Trennzeichen des CSV-Exports, unabhängig vom Import:
- Same as opened file (Standard) — exportiert mit dem Trennzeichen, mit dem die Datei eingelesen wurde. Eine Semikolon-Datei kommt also wieder als Semikolon-Datei heraus. Bei eingefügten Daten (Paste) gilt das dort erkannte Trennzeichen, vor dem ersten Import das Komma.
- Comma (
,), Semicolon (;), Tab, Pipe (|) — fest gewählt.
Bei Tab bekommt die Datei die Endung .tsv statt .csv.
New sheet: rows × columns
Die Größe einer neu erstellten leeren Tabelle (New, Reset, erster Start). Vorgabe sind 10 Zeilen × 8 Spalten. Das Eingabefeld ist auf 1–500 Zeilen bzw. 1–50 Spalten ausgelegt (so weit reichen die Pfeiltasten); einen größeren eingetippten Wert übernimmt das Tool trotzdem, ein leeres Feld oder 0 fällt auf die Vorgabe zurück. Diese Werte betreffen nur die leere Startgröße, nicht den Import — eine geladene Datei behält ihre tatsächliche Größe.
First row is header
Ist die Checkbox aktiv, wird die erste Zeile als Spaltenüberschrift behandelt: Beim Import werden daraus die Spaltentitel statt einer Datenzeile, und beim Export wirkt sich das auf alle Formate aus (siehe Export). Der Schalter wirkt sofort auf die offene Tabelle: Einschalten macht die erste Datenzeile zu Spaltennamen, Ausschalten schiebt die Spaltennamen als erste Zeile zurück in die Daten — du musst die Datei dafür nicht neu laden.
Damit die Namen als Schlüssel taugen, bereinigt das Tool sie: Leere Überschriften heißen Column 1, Column 2 usw. (nach ihrer Position), doppelte bekommen ein Suffix (Name, Name_2, Name_3). Spaltennamen mit Komma bleiben unverändert erhalten.
CSV export with UTF-8 BOM
Setzt beim CSV-Export ein Byte-Order-Mark (BOM) an den Dateianfang. Excel erkennt die Datei daran als UTF-8 und zeigt Umlaute korrekt an; ohne BOM liest Excel eine per Doppelklick geöffnete CSV-Datei in der Regel in der Systemkodierung. Standardmäßig aus. Auf JSON- und Markdown-Export wirkt die Option nicht.
Protect against formula injection
Schutz vor sogenannter CSV- oder Formel-Injection: Werte, die mit =, +, - oder @ beginnen (im Code zusätzlich Tabulator und Wagenrücklauf), bekommen beim CSV-Export ein Apostroph ' vorangestellt. Eine Tabellenkalkulation behandelt die Zelle dann als Text, statt sie als Formel auszuführen. Reine Zahlen wie -2 oder +3,5 bleiben unverändert. Standardmäßig aus; sinnvoll, wenn die Daten aus fremden Quellen stammen (Formulare, Shop-Bestellungen) und in Excel oder LibreOffice weiterverarbeitet werden.
Trennzeichen-Erkennung (Auto-detect)
Steht Import delimiter auf Auto-detect, probiert der Editor alle vier Kandidaten — Komma, Semikolon, Tabulator und Pipe — durch. Für jeden zerlegt er die ersten 30 Zeilen (aus den ersten 65.536 Zeichen der Datei) mit dem echten Parser, sodass Trennzeichen innerhalb von Anführungszeichen nicht mitzählen. Gewonnen hat das Zeichen, das die Zeilen am gleichmäßigsten in mindestens zwei Spalten teilt; bei gleicher Konsistenz entscheidet die größere Spaltenzahl. Liefert keiner der Kandidaten mindestens zwei Spalten, fällt die Erkennung auf das Komma zurück.
Weil mehrere Zeilen zählen, bringt eine einzelne Titelzeile über der eigentlichen Tabelle oder ein Komma in einem Namen die Erkennung nicht mehr aus dem Tritt. Liegt sie trotzdem daneben, stellst du das Trennzeichen fest ein — die Datei wird dann automatisch neu eingelesen.
Kodierungs-Erkennung
Steht Import encoding auf Auto, geht das Tool in drei Stufen vor:
- Byte-Order-Mark: Beginnt die Datei mit einem BOM, gilt die dadurch angezeigte Kodierung — UTF-8, UTF-16 LE oder UTF-16 BE.
- Strikt UTF-8: Ohne BOM versucht es, die Datei als UTF-8 zu lesen. Gelingt das fehlerfrei, ist es UTF-8.
- Windows-1252: Enthält die Datei Byte-Folgen, die in UTF-8 ungültig sind, liest das Tool sie als Windows-1252 und blendet einen Hinweis ein: Die Datei sei kein gültiges UTF-8 und als Windows-1252 gelesen worden; sehen Zeichen falsch aus, wählst du die Kodierung in den Settings.
Im Auto-Modus wird ein vorhandenes BOM entfernt und landet nicht in der ersten Zelle — ebenso, wenn du die passende Kodierung (UTF-8 bzw. UTF-16 LE) von Hand wählst. Stellst du eine UTF-8-Datei mit BOM dagegen fest auf Windows-1252 oder ISO-8859-15, stehen die BOM-Bytes als  am Anfang der ersten Zelle. Die erkannte Kodierung nennt die Einblendung nach dem Öffnen.
Der Parser (RFC 4180)
Das Einlesen erledigt ein eigener Parser (keine externe Bibliothek), der RFC 4180 folgt und die üblichen Abweichungen aus der Praxis so behandelt wie Tabellenkalkulationen:
- Anführungszeichen: Felder in
"…"dürfen das Trennzeichen, Zeilenumbrüche und Anführungszeichen enthalten. - Verdoppelte Anführungszeichen:
""innerhalb eines gequoteten Felds wird zu einem einzelnen". - Anführungszeichen mitten im Feld: Ein
"eröffnet nur am Feldanfang ein gequotetes Feld. Ein Wert wie5" Displaybleibt genau so stehen und reißt nicht den Rest der Datei mit. - Text nach dem schließenden Anführungszeichen (etwa
"abc"def) bleibt als Teil des Felds erhalten. - Verschiedene Zeilenenden:
\r\n,\nund\rwerden alle als Zeilenwechsel erkannt. - Ungleich lange Zeilen: Kürzere Zeilen werden mit leeren Zellen auf die Breite der längsten Zeile aufgefüllt.
- Leere Schlusszeilen werden am Ende abgeschnitten.
Hinweise beim Import
Was der Parser repariert oder nicht eindeutig lesen kann, meldet die gelbe Hinweis-Box über der Tabelle:
- Nie geschlossenes Anführungszeichen — mit der Zeilennummer, in der es geöffnet wurde. Der Rest der Datei steht dann in einem einzigen Feld; meist ist die Quelldatei an dieser Stelle defekt.
- Text nach einem schließenden Anführungszeichen — mit Zeilennummer (nur das erste Vorkommen).
- Aufgefüllte Zeilen — wie viele Zeilen weniger Spalten hatten als die breiteste.
- Kodierungs-Fallback auf Windows-1252 (siehe oben).
Die Box verschwindet beim nächsten Import ohne Auffälligkeiten sowie bei New und Reset.
Export
Alle drei Datei-Exporte benennen die Datei nach der geöffneten Datei (kunden.csv → kunden.csv, kunden.json, kunden.md); nach New oder Reset und ohne geöffnete Datei heißt sie data, nach Paste behält sie den Namen der zuletzt geöffneten Datei. Leere Zeilen am Ende der Tabelle werden vor dem Export abgeschnitten, leere Spalten am Ende ebenfalls. Im Header-Modus stehen die Spaltennamen — einschließlich in der Tabelle umbenannter Spalten — in der Kopfzeile; eine leere Spalte am Ende bleibt im Export erhalten, sobald sie einen anderen Namen trägt als Column 1, Column 2 usw. Das betrifft auch Buchstaben-Namen: Legst du mit aktivem Header-Modus per New oder Reset eine neue Tabelle an, heißen die Spalten A, B, C …, und alle Spalten landen mit diesen Namen im Export. Spalten, die du im Header-Modus per Kontextmenü einfügst, bekommen ebenfalls einen Buchstaben als Namen.
Save as… im Kontextmenü der Tabelle und Strg+S gehören nicht zu diesen Exporten: Sie stammen von der Tabellen-Bibliothek und laden einen Rohexport herunter — tab-getrennt, immer mit BOM, als Sheet1.csv. Export delimiter, der Dateiname der geöffneten Datei und Protect against formula injection greifen dort nicht. Für saubere Exporte nimm die Buttons CSV, JSON und Markdown.
CSV exportieren
Lädt die Tabelle als .csv-Datei herunter (bei Export-Trennzeichen Tab als .tsv). Das Trennzeichen bestimmt Export delimiter (Standard: wie die geöffnete Datei). Die Ausgabe folgt RFC 4180: Felder, die das Trennzeichen, ein Anführungszeichen, einen Zeilenumbruch oder Leerraum am Anfang oder Ende enthalten, werden in "…" gesetzt, enthaltene Anführungszeichen verdoppelt; Zeilen werden mit \r\n getrennt. Ist First row is header aktiv, werden die Spaltenüberschriften als erste Zeile vorangestellt. Die Kodierung ist immer UTF-8, auf Wunsch mit BOM (CSV export with UTF-8 BOM); Protect against formula injection entschärft formelartige Werte.
JSON exportieren
Lädt die Tabelle als .json-Datei herunter (eingerückt mit zwei Leerzeichen). Die Struktur hängt vom Header-Modus ab:
- Header-Modus aus — ein Array von Arrays: jede Zeile ist ein Array ihrer Zellwerte.
[
[
"Alice",
"30",
"Berlin"
],
[
"Bob",
"25",
"Hamburg"
]
]- Header-Modus an — ein Array von Objekten: jede Zeile wird ein Objekt, dessen Schlüssel die Spaltenüberschriften sind. Die Schlüssel sind garantiert eindeutig und nicht leer (leere Namen werden zu
Column 1…, doppelte bekommen_2,_3), damit kein Wert einen anderen überschreibt.
[
{
"name": "Alice",
"age": "30",
"city": "Berlin"
},
{
"name": "Bob",
"age": "25",
"city": "Hamburg"
}
]Alle Werte sind Strings — der Editor interpretiert Zahlen beim Export nicht eigenständig als numerische JSON-Typen.
Markdown exportieren
Lädt die Tabelle als .md-Datei mit einer Markdown-Tabelle (GitHub Flavored Markdown) herunter — fertig zum Einfügen in eine README, ein Wiki oder eine Dokumentation:
- Die erste Zeile ist immer der Tabellenkopf: im Header-Modus die Spaltennamen, sonst die erste Datenzeile (die Einblendung weist dann darauf hin).
- Zahlenspalten werden rechtsbündig ausgerichtet (
---:), wenn alle nicht leeren Werte darunter Zahlen sind; alle anderen Spalten bleiben linksbündig. - Sonderzeichen werden maskiert:
|wird zu\|,\zu\\, damit kein Wert die Tabelle zerlegt. Zeilenumbrüche in Zellen werden zu<br>, Leerraum an den Zellrändern entfällt.
| Produkt | Preis | Lager |
| --- | ---: | ---: |
| Monitor 27" | 249,00 | 12 |
| Kabel A\|B | 9,90 | 140 |Eine leere Tabelle exportiert das Tool ohne Header-Modus nicht, sondern meldet „No data to export." Im Header-Modus zählt die Kopfzeile als Inhalt: Dann entsteht eine Markdown-Tabelle, die nur aus den Spaltennamen besteht.
Copy (Zwischenablage)
Der Copy-Button ist die vierte Ausgabe: die gesamte Tabelle tab-getrennt in der Zwischenablage. Siehe Copy.
Statusleiste
Unter der Tabelle zeigt eine Leiste vier Informationen:
- die Größe der Tabelle (
N rows × M columns, im Header-Modus mit dem Zusatz+ header), - die aktive Zelle in Spreadsheet-Notation (z. B.
B3) samt Vorschau ihres Inhalts (gekürzt auf 50 Zeichen), - bei einer Mehrfach-Auswahl den markierten Bereich (z. B.
A1:C5) und eine Auswahlstatistik: Sind Zahlen darunter, zeigt sie SUM, AVG, MIN und MAX sowie, wie viele der markierten Zellen numerisch sind (… | 4 of 6 cells numeric); ohne Zahlen nur COUNT mit der Zellenzahl, - den Speicher-Status:
Saved in this browser · 14:32mit der Uhrzeit der letzten Sicherung — oder eine Warnung, wenn die Tabelle zu groß für den Browser-Speicher ist (siehe Automatische Speicherung).
Für die Statistik zählt eine Zelle nur dann als Zahl, wenn der ganze Inhalt eine Zahl ist. Erkannt werden deutsche und englische Schreibweisen: 1,50, 1.234,5, 1,234.5, -2, 1e3. Ein Datum wie 2024-07-07 oder ein Wert wie 12abc zählt nicht als Zahl. Dieselbe Erkennung nutzt die Sortierung.
Automatische Speicherung
Das Tool sichert die Tabelle automatisch im LocalStorage des Browsers: sofort nach dem Öffnen, Einfügen oder Anlegen einer Tabelle und 1,5 Sekunden nach jeder Änderung an Zellen oder Struktur (Einfügen, Löschen, Verschieben, Sortieren, Umbenennen, Undo/Redo). Gespeichert werden Daten, Spaltennamen, Dateiname und Trennzeichen, alles ausschließlich lokal. So übersteht deine Arbeit einen Reload oder das Schließen des Tabs. Separate Buttons zum Speichern und Wiederherstellen gibt es nicht — beim nächsten Aufruf steht die zuletzt gesicherte Tabelle einfach wieder da.
Die Sicherung ist auf rund 2 Millionen Zeichen begrenzt (der Browser-Speicher fasst je Website nur wenige Megabyte). Ist die Tabelle größer oder der Speicher voll, zeigt die Statusleiste eine Warnung mit der Größe (Too large to keep in this browser (… MB) — export to keep your changes), und eine ältere Sicherung wird gelöscht, damit beim nächsten Besuch kein veralteter Stand auftaucht. Exportiere große Tabellen deshalb als Datei.
Die Settings liegen in einem eigenen Eintrag und bleiben auch nach Reset erhalten.
Architektur und Datenschutz
Der CSV Editor ist eine rein clientseitige Anwendung ohne Server-Komponente: Dateien werden lokal im Browser gelesen und dekodiert, dort bearbeitet und über einen erzeugten Download wieder ausgegeben. Es gibt keinen Upload, keinen Account und keine Datenübertragung. Die Tabellen-Engine ist Jspreadsheet CE (mit jSuites); Dekodierung, Trennzeichen-Erkennung, Parser, Export und Zahlenerkennung stecken in einem eigenen Modul des Tools. Weil CSV-Dateien oft sensible Daten enthalten, ist das ein bewusster Vorteil: Die Daten verlassen deinen Rechner nicht.
Grenzen
- Maximal 50 MB je Datei. Größere Dateien öffnet der Editor nicht.
- Speichergrenze für die Auto-Sicherung. Über rund 2 Millionen Zeichen sichert das Tool nicht mehr im Browser (mit Warnung); die Bearbeitung selbst läuft weiter, aber Änderungen bleiben nur per Export erhalten.
- Vier Trennzeichen. Erkannt und auswählbar sind nur Komma, Semikolon, Tabulator und Pipe; exotische Trennzeichen werden nicht unterstützt.
- Vier feste Kodierungen. Neben Auto lassen sich UTF-8, Windows-1252, ISO-8859-15 und UTF-16 LE wählen; UTF-16 BE wird nur automatisch über das BOM erkannt. Exportiert wird immer UTF-8.
- Keine Formeln. Alle Zellen sind Text; Formeln werden weder berechnet noch beim Import ausgewertet.
- Werte sind Strings. Beim JSON-Export werden Zahlen nicht in JSON-Number-Typen umgewandelt, sondern als Strings ausgegeben.
- Copy ist immer tab-getrennt — unabhängig vom eingestellten Trennzeichen.
- Undo endet an Umbauten. Transpose, Header-Schalter und Import beginnen eine neue Undo-Historie.
- Zwischenablage braucht eine Berechtigung. Paste funktioniert nur, wenn der Browser den Lese-Zugriff auf die Zwischenablage erlaubt.
Für den Einstieg und das große Bild siehe die Übersichtsseite, für konkrete Abläufe die Beispiele und für Kniffe die Tipps & Tricks. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.