Generator — Anwendungsbeispiele

Praxisnahe Durchläufe mit dem Generator: starkes Passwort, Passphrase, WLAN mit QR-Code, WordPress-Keys, .htpasswd-Zeile, TOTP-2FA und Abruf per curl.

Zurück zur Übersicht: Generator · Tool live öffnen: www.jpkc.com/tools/generator/

Das Manual erklärt jeden Reiter und jeden Parameter. Diese Seite ergänzt das um konkrete Abläufe: typische Aufgaben, Schritt für Schritt. Die Oberfläche ist auf Englisch — Reiter- und Button-Namen stehen deshalb im Original, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung. Alle gezeigten Werte sind Beispiele; deine Ergebnisse sind jedes Mal andere Zufallswerte.

Beispiel 1: Ein wirklich starkes Passwort erzeugen

Du brauchst ein Passwort für einen neuen Zugang.

  1. Öffne den Generator; der Reiter Passwords ist bereits aktiv.
  2. Wähle bei Complexity die Stufe a-z + A-Z + 0-9 + more specials (größter Zeichensatz). Stört das Zielsystem an Sonderzeichen, nimm stattdessen less specials.
  3. Trag bei Length einen großzügigen Wert ein — 24 ist die Vorgabe, für sehr sensible Konten ruhig 32 oder mehr (bis 128).
  4. Muss jemand das Passwort abtippen, schalte Exclude look-alikes ein; dann fehlen 0 O o 1 l I.
  5. Klick Generate Password. Es erscheint z. B. T7v=ka-2Rm!eW9qZ$ub#Lp4x (Beispiel), daneben das Badge very strong mit „≈ 151 bits of entropy“. Mit Copy in die Zwischenablage.

Brauchst du gleich mehrere — etwa für eine Liste neuer Konten —, stell How many auf 5, 10 oder 20: Jedes Passwort steht in einer eigenen Zeile.

Willst du dir das Passwort merken und es trotzdem kompakt halten, wähle Apple-style: Die Oberfläche zeigt dann Blocks statt Länge. Mit 4 Blöcken bekommst du ein aussprechbares Passwort wie kibavu-se4iRu-pymuky-tazefa (Beispiel, rund 90 Bit) — mit genau einer Ziffer und einem Großbuchstaben.

Beispiel 2: Eine merkbare Passphrase erzeugen

Du brauchst ein Passwort, das du dir merken und auf dem Smartphone bequem tippen kannst — etwa für deinen Passwort-Manager.

  1. Wähle im Reiter Passwords bei Complexity den Eintrag Passphrase (words from the EFF list). Die Wortliste lädt das Tool in diesem Moment nach.
  2. Lass Words auf 6 und das Trennzeichen auf -. Add a digit ist bereits an; Capitalize words schaltest du ein, wenn das Zielsystem Großbuchstaben verlangt.
  3. Klick Generate Password. Es erscheint z. B. pellet-unbiased-cubicle7-snore-quarry-dwelling (Beispiel), dazu „≈ 83 bits of entropy“.
  4. Gefällt dir die Kombination nicht, generier einfach neu — jedes Ergebnis ist gleich stark, solange die Wortzahl gleich bleibt.

Passwort-Hashes für eine Anwendung (bcrypt, Argon2id, PBKDF2) erzeugt der Generator nicht mehr; dafür gibt es den Hash-Generator.

Beispiel 3: WLAN-Gästezugang mit QR-Code

Du richtest ein Gäste-WLAN ein und willst, dass sich Besucher per Kamera verbinden.

  1. Wechsle in den Reiter WLAN.
  2. Wähle bei Complexity a-z + A-Z + 0-9 + specials und lass Length auf 63.
  3. Klick Generate WLAN Key und trag den Schlüssel in deinem Router ein.
  4. Gib bei Network name (SSID) den Netznamen ein, etwa Gaeste-WLAN. Wähle bei Security WPA / WPA2 oder — wenn dein Router nur WPA3 anbietet — WPA3 (SAE). Sendet das Netz seine SSID nicht aus, schalte Hidden network ein.
  5. Der QR-Code erscheint sofort. Mit Save QR Code speicherst du ihn als wifi-qr.png, zum Ausdrucken oder für einen Bilderrahmen im Flur.

Ein 63-stelliger Schlüssel muss so niemand mehr abtippen.

Beispiel 4: WordPress-Sicherheitsschlüssel für wp-config.php

Beim Aufsetzen oder Härten einer WordPress-Installation.

  1. Wechsle in den Reiter WordPress.
  2. Lass Key Length auf 64 (Standard).
  3. Wähle bei Format wp-config.php (define) — oder .env (Bedrock / Roots), wenn deine Installation die Schlüssel aus einer .env-Datei liest.
  4. Klick Generate Keys. Es erscheint ein fertiger Block aus acht Zeilen (AUTH_KEY, SECURE_AUTH_KEY, … NONCE_SALT).
  5. Copy und die acht Zeilen in wp-config.php bzw. .env einsetzen (die dortigen Platzhalter ersetzen). Alle eingeloggten Sitzungen werden dabei ungültig — das ist beim Schlüsseltausch normal und gewollt.

Willst du die Schlüssel zusätzlich an den Server binden, klick stattdessen Extreme Keys: Das Panel öffnet sich mit den Vorgaben No rotation (recommended) und nur Server Address als dynamischer Komponente; ein zweiter Klick erzeugt den PHP-Code. Schaltest du Client-IP, User-Agent oder eine Rotation dazu, melden IP-Wechsel, Browser-Updates oder das Rotationsintervall deine Nutzer automatisch ab — die Warnung im Panel sagt es deutlich.

Beispiel 5: .htpasswd-Zeile für Basic Auth

Du willst ein Verzeichnis per Basic Auth schützen, etwa eine Staging-Umgebung.

  1. Wechsle in den Reiter .htpasswd.

  2. Trag bei Username den Benutzernamen ein, z. B. webuser (ohne Leerzeichen und Doppelpunkt).

  3. Lass Algorithm auf bcrypt (recommended, htpasswd -B) und bcrypt cost auf 10. APR1-MD5 (legacy, htpasswd -m) nimmst du nur, wenn der Server bcrypt nicht kann.

  4. Klick neben Password auf Generate — oder tipp ein eigenes Passwort ein. Es bleibt in deinem Browser.

  5. Klick Create .htpasswd line. Es erscheint z. B.:

    webuser:$2y$10$…

    (Beispielwert.)

  6. Copy line und die Zeile in die .htpasswd übernehmen. Das Klartext-Passwort aus dem Feld Password gibst du der Person, die sich anmelden soll.

Für bcrypt braucht der Server Apache 2.4 oder ein nginx, dessen System-crypt() bcrypt beherrscht — der Hinweis unter dem Ergebnis erinnert daran.

Beispiel 6: Zwei-Faktor-Authentifizierung per TOTP einrichten

Du willst für einen Dienst oder zum Testen einen TOTP-Code in deinem Authenticator anlegen.

  1. Wechsle in den Reiter OTP.
  2. Trage bei Account Name die Kennung ein (z. B. die E-Mail-Adresse) und bei Issuer den Dienstnamen (erscheint später im Authenticator als Überschrift).
  3. Ein Secret (Base32) ist bereits vorausgefüllt; mit Generate erzeugst du bei Bedarf ein neues. Lass Interval auf 30 seconds, Digits auf 6 und Algorithm auf SHA-1 (all apps) — das versteht jede gängige App.
  4. Scanne den QR-Code mit deiner Authenticator-App — oder kopiere/öffne die Key URL (otpauth://…). Mit Save QR Code sicherst du den Code als PNG.
  5. Tipp den Code, den die App anzeigt, in Check a code ein. Erscheint ✓ valid now, ist alles richtig eingerichtet; previous window oder next window heißt, dass der Code gerade gewechselt hat oder die Uhren leicht auseinanderliegen. Zusätzlich siehst du Previous, Current OTP und Next sowie die Restsekunden unter Remaining.

Wichtig: Das Secret ist das eigentliche Geheimnis — bewahre es sicher auf (es entsteht und bleibt vollständig in deinem Browser). Wer das Secret hat, kann gültige Codes erzeugen.

Beispiel 7: Passwörter und Keys per Skript abrufen

Du richtest Server per Skript ein und brauchst unterwegs ein frisches Datenbank-Passwort und einen Salt — ohne Browser.

DB_PASS="$(curl -s https://www.jpkc.com/tools/generator/pws/32/)"
APP_SALT="$(curl -s https://www.jpkc.com/tools/generator/salt/64/)"
curl -s "https://www.jpkc.com/tools/generator/wp/64/" >> wp-keys.txt

Die Text-API antwortet mit reinem Text; hier erzeugt der Server die Werte. pws liefert rein alphanumerische Werte — praktisch, wenn das Passwort später ungequotet in einer Konfigurationsdatei oder Kommandozeile landet. Mehr als 120 Abrufe pro Minute und IP beantwortet der Server mit HTTP 429 und einem Retry-After-Header; Schleifen solltest du also drosseln. Alle Endpunkte stehen im Manual.


Noch tiefer: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jeden Parameter und die Tipps & Tricks für Strategie und Stolperfallen. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.