Info Tools — Beispiele
Konkrete Durchläufe mit Info Tools: Browser-Daten für Bug-Reports, IP per curl, Windows 11 erkennen, Viewport live, Uhrabweichung, Modernizr, JSON-Export.
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Diese Seite zeigt Info Tools an konkreten Durchläufen. Da das Tool keine Eingaben braucht, drehen sich die Beispiele um typische Fragen aus Entwicklung, Betrieb und Datenschutz. Was die einzelnen Tabs und Felder genau bedeuten, steht im Manual.
Beispiel 1: Browser-Daten für einen Bug-Report holen
Ziel: schnell festhalten, mit welchem Browser und System ein Fehler auftritt.
- Info Tools öffnen. Die Karte At a glance fasst oben in einem Satz zusammen, welcher Browser in welcher Hauptversion auf welchem Betriebssystem läuft.
- Neben Browser und Operating system sitzt je ein kleiner Kopier-Knopf. Jeder Klick legt genau diesen einen Wert in die Zwischenablage und ersetzt den vorigen — kopiere die Werte also nacheinander und füge jeden gleich in deinen Bug-Report ein.
- Brauchst du zusätzlich den vollständigen User-Agent-String, steht er im Tab Headers in der Zeile des User-Agent-Headers. Bequemer geht es über den Endpunkt
/tools/info/ua: Der Browser zeigt dann nur den String als reinen Text.
Ergebnis: Browser, Version und Betriebssystem stehen im Bug-Report, der User-Agent als Rohwert gleich dazu. Willst du alles in einem Rutsch übernehmen, legt Copy as JSON den kompletten Datensatz in die Zwischenablage (siehe Beispiel 5). In Chromium-Browsern stammen Version und Betriebssystem aus den Client Hints und sind damit genauer als der User-Agent-String — das Feld Browser sagt dir, welche Quelle das Tool benutzt hat.
Beispiel 2: Die eigene IP per curl abfragen
Ziel: in einem Skript oder Terminal nur die öffentliche IP-Adresse erhalten — ohne HTML drumherum.
- Den Einzelwert-Endpunkt aufrufen, wahlweise als Query-Parameter oder als Pfad.
- Im Browser erscheint nur die IP als reiner Text. Auf der Kommandozeile:
curl -s "https://www.jpkc.com/tools/info/?ip"
curl -s https://www.jpkc.com/tools/info/ip
MYIP=$(curl -s https://www.jpkc.com/tools/info/ip)Ergebnis: Die Ausgabe ist genau eine Zeile mit deiner IP (text/plain, mit Zeilenumbruch am Ende), perfekt für Skripte; in der Variablenzuweisung entfernt die Shell den Umbruch automatisch. Auf dieselbe Art liefern ua, accept, enc, lang, gpc, dnt, port und protocol jeweils ihren Wert. Willst du alles auf einmal sehen, nimm headers (alle Request-Header, einer pro Zeile) oder json:
curl -s https://www.jpkc.com/tools/info/headers
curl -s https://www.jpkc.com/tools/info/jsonDie fertigen Befehle findest du auch im Tab API des Tools, jeweils mit Kopier-Knopf.
Beispiel 3: Viewport und Pixeldichte beim Responsive-Test prüfen
Ziel: herausfinden, mit welcher tatsächlichen Viewport-Größe und Pixeldichte der Browser gerade rendert.
- In Info Tools den Tab Display öffnen.
- Das Browserfenster auf die zu testende Breite ziehen.
- Viewport, Layout width (without scrollbar) und Device pixel ratio ablesen.
Ergebnis: Du siehst die echten CSS-Pixel des Viewports und den DPR (z. B. 2x). Die Werte ändern sich live, während du das Fenster ziehst — kein Neuladen nötig. Layout width zeigt die Breite ohne Scrollbalken; der Unterschied zum Viewport erklärt, warum eine Media-Query-Grenze manchmal ein paar Pixel früher oder später greift als erwartet.
Beispiel 4: GPU und Web-Feature-Unterstützung kontrollieren
Ziel: prüfen, welche Grafikkarte der Browser meldet und ob ein bestimmtes Web-Feature unterstützt wird.
- Den Tab Capabilities öffnen und im Abschnitt WebGL / GPU GPU renderer sowie GPU vendor ablesen.
- Weiter unten im Abschnitt HTML5 & CSS feature detection (Modernizr) die passende Gruppe suchen — etwa CSS, JavaScript oder Audio & Video.
- Grünes Badge heißt unterstützt, rotes nicht. Bei
videoundaudiostehen darunter die einzelnen Codecs mit der Antwort des Browsers („probably“, „maybe“ oder „no“).
Ergebnis: Du erfährst, ob etwa Hardware-Beschleunigung über eine echte GPU läuft, ob das Ziel-Feature im aktuellen Browser verfügbar ist und welche Video-Formate er abspielen kann. Jede Gruppe zeigt, wie viele ihrer Features unterstützt werden; oben rechts steht die Gesamtzahl. Beachte: Aus Datenschutzgründen kann der Browser den GPU-Namen verschleiern.
Beispiel 5: Den kompletten Befund als JSON sichern
Ziel: eine vollständige Momentaufnahme aller Werte archivieren oder weitergeben.
- Oben auf Export as JSON klicken.
- Der Browser lädt eine Datei
browser-info-<datum>.jsonherunter. - Alternativ Copy as JSON nutzen, um denselben Datensatz in die Zwischenablage zu legen.
Ergebnis: Die Datei enthält alles — die server-seitigen Werte samt Header-Liste ebenso wie die client-seitig ausgelesenen (Zusammenfassung, Client Hints, Hostname, Ladezeiten, Display, Media Features, Locale samt Uhrabweichung, WebGL, Modernizr, Berechtigungen, Speicher, Akku, navigator). Das Tool wartet vor dem Export, bis auch die asynchronen Werte da sind; erzeugt wird die Datei lokal im Browser. Cookie-Werte stehen nie darin, deine IP und dein Hostname dagegen schon. Praktisch, um den Zustand eines Test-Geräts festzuhalten oder einem Support-Team einen kompletten Kontext zu schicken.
Beispiel 6: Den eigenen Fingerprint begutachten
Ziel: sehen, wie individuell dein Browser nach außen wirkt.
- Im Tab Navigator die Abschnitte Plugins und MIME types ansehen — meldet dein Browser nur den eingebauten PDF-Viewer oder gar nichts, gibt er an dieser Stelle nichts Individuelles preis.
- Die Tabelle der
navigator-Eigenschaften durchgehen: Sprache, Plattform,hardwareConcurrency,deviceMemoryund Ähnliches sind alles Merkmale, die zusammen einen Fingerabdruck ergeben. - Capabilities (GPU, Client Hints), Display, Media features und Locale & time ergänzen das Bild: GPU-Modell, exotische Auflösungen, eine seltene Zeitzone oder ungewöhnliche Systemeinstellungen machen dich besonders unterscheidbar.
Ergebnis: Du bekommst ein Gefühl dafür, welche Kombination aus Werten dich wiedererkennbar macht. Das ist genau die Datenbasis, die Tracking-Dienste auswerten — hier offen und für dich lesbar. Wie du daraus Schlüsse ziehst, steht in den Tipps & Tricks.
Beispiel 7: Windows 11 oder Windows 10?
Ziel: herausfinden, welche Windows-Version ein Rechner wirklich hat — der User-Agent-String kann das nicht unterscheiden.
- Info Tools in Chrome oder Edge öffnen.
- In At a glance unter Operating system ablesen: Dort steht Windows 11 oder Windows 10, gefolgt von der Plattformversion.
- Zum Gegencheck im Tab Capabilities im Abschnitt User-Agent Client Hints den Wert Platform version ansehen: Ab Hauptversion 13 meldet das Tool Windows 11.
- Dieselbe Seite in Firefox öffnen: Dort steht „Windows 10 or 11“, und ein Hinweis erklärt, dass dein Browser keine Client Hints sendet.
Ergebnis: Du kennst die tatsächliche Windows-Version und siehst nebenbei, warum User-Agent-Statistiken bei Windows 10 und 11 nicht zu trennen sind. Ähnlich bei macOS: Ohne Client Hints zeigt das Tool „10.15.7 or later“, weil Browser diese Version im User-Agent einfrieren.
Beispiel 8: Dunkelmodus und Bewegungsreduktion kontrollieren
Ziel: prüfen, ob dein System die Einstellungen an Websites weitergibt, die du für dein Design-Testing umgestellt hast.
- Den Tab Media features öffnen.
- Im Betriebssystem auf Dunkelmodus umschalten bzw. „Bewegungen reduzieren“ aktivieren.
- Beobachten, wie
prefers-color-schemeaufdarkundprefers-reduced-motionaufreducespringt.
Ergebnis: Du weißt, welche Werte deine CSS-Media-Queries in diesem Browser wirklich sehen. Steht bei einem Feature das Badge „not supported“, kennt dein Browser es gar nicht — dann greift eine darauf aufbauende Regel dort nie.
Beispiel 9: Die Systemuhr prüfen
Ziel: klären, ob die Uhr deines Geräts falsch geht — etwa wenn Zertifikatsfehler, abgelaufene Einmal-Codes oder Zeitstempel nicht zusammenpassen.
- Den Tab Locale & time öffnen.
- Den Wert Clock offset vs. server ablesen.
Ergebnis: Steht dort „in sync (± n ms)“, ist alles in Ordnung. Bei einer Abweichung siehst du etwa „2.3 s behind (± 40 ms)“ — „behind“ heißt, deine Uhr geht nach, „ahead“, sie geht vor. Die Zahl in Klammern ist die Messunsicherheit (die halbe Laufzeit der Anfrage). Im selben Tab prüfst du gleich mit, ob Time zone und UTC offset now stimmen.
Mehr zu den einzelnen Tabs steht im Manual, strategische Hinweise in den Tipps & Tricks. Direkt loslegen kannst du im Tool.