PKI Viewer — Beispiele

Konkrete PKI-Viewer-Durchläufe: Zertifikat prüfen, Ablauf erkennen, Kette analysieren, P7M-Inhalt extrahieren, PKCS#12 öffnen und CSR gegenprüfen.

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Diese Seite zeigt den PKI Viewer an konkreten Durchläufen. Wie die einzelnen Funktionen genau arbeiten, steht im Manual.

Beispiel 1: Ein Zertifikat schnell prüfen

Ziel: aus einem PEM-Block ablesen, für wen ein Zertifikat gilt und wie lange.

  1. Im Tab PEM Decoder den Zertifikatstext (-----BEGIN CERTIFICATE----- …) in das Eingabefeld einfügen. Hast du keinen zur Hand, klick auf Example — das lädt ein selbstsigniertes Beispielzertifikat.
  2. Decode klicken.

Ergebnis: Es erscheint eine Zertifikatskarte mit Subject, Issuer, Seriennummer und dem Gültigkeitszeitraum. Oben rechts sagt dir ein Badge sofort, ob das Zertifikat Valid, Expired, Not Yet Valid ist oder in wie vielen Tagen es abläuft. Beim selbstsignierten Beispiel siehst du zusätzlich das Self-signed-Badge, weil Subject und Issuer identisch sind.

Beispiel 2: Restlaufzeit und Hostnamen eines Server-Zertifikats prüfen

Ziel: vor einem Deployment kontrollieren, welche Domains ein Zertifikat abdeckt und ob es bald abläuft.

  1. Das Server-Zertifikat als .pem/.crt über File Analyzer → Browse Files laden — oder im Browser über das Schloss-Symbol exportieren und hier reinziehen.
  2. Die Karte ansehen.

Ergebnis: Unter Subject Alt Names stehen die abgedeckten Hostnamen als Badges (DNS:www.example.com, DNS:example.com …). Das Feld Not After ist farbig: Steht dort ein gelbes Expires in N days, solltest du die Erneuerung anstoßen. Unter Extended Key Usage bestätigt serverAuth, dass es als TLS-Server-Zertifikat gedacht ist.

Beispiel 3: Eine Zertifikatskette analysieren

Ziel: eine Kette aus End-Entity- und CA-Zertifikat verstehen.

  1. Im File Analyzer das Example-Dropdown öffnen und Certificate Chain (2 certs) wählen. (Alternativ eine eigene Kette einfügen — mehrere -----BEGIN CERTIFICATE------Blöcke nacheinander.)

Ergebnis: Das Tool zählt die Zertifikate und rendert für jedes eine Karte. Das erste ist das End-Entity-Zertifikat (www.example.com), das zweite trägt das CA-Badge (Basic Constraints: CA: Yes). Du erkennst den Zusammenhang daran, dass der Issuer des End-Entity-Zertifikats dem Subject des CA-Zertifikats entspricht. Per Show PEM / Copy PEM kannst du jedes Zertifikat einzeln herausziehen — praktisch, um etwa nur die CA in einen Trust-Store zu übernehmen.

Beispiel 4: Inhalt aus einer signierten P7M-Datei holen

Ziel: das in einer .p7m-Datei eingebettete Dokument sichtbar machen und herunterladen.

  1. Im File Analyzer das Example-Dropdown öffnen und Signed P7M (with content) wählen. (Oder eine eigene .p7m/.p7s-Datei reinziehen.)

Ergebnis: Das Tool erkennt den PKCS#7-Container, listet das enthaltene Signaturzertifikat und blendet eine Karte Encapsulated Content ein. Bei der Beispieldatei ist das ein Textdokument — du siehst Typ, Größe und eine Vorschau und kannst es über Download speichern. Ist der eingebettete Inhalt eine MIME-E-Mail, zeigt das Tool stattdessen die Header (From/To/Subject/Date), Text- und HTML-Teil sowie die Anhänge, die du einzeln herunterladen kannst; die Roh-Mail lässt sich als .eml sichern.

Beispiel 5: Einen PKCS#12-Container öffnen

Ziel: aus einer passwortgeschützten .p12/.pfx-Datei Zertifikat und privaten Schlüssel ansehen.

  1. Im File Analyzer die .p12- oder .pfx-Datei reinziehen oder per Browse Files wählen.
  2. Es erscheint die Zeile PKCS#12 Password. Das Container-Passwort eingeben und Open klicken (oder Enter drücken).

Ergebnis: Bei korrektem Passwort meldet das Tool, wie viele Zertifikate und privaten Schlüssel es gefunden hat, und zeigt sie als Karten. Die Schlüssel-Karte nennt bei RSA die Bitlänge und bietet einen PEM-Export. Bei falschem Passwort kommt „Wrong password. Please try again." — alles bleibt lokal, da kannst du beliebig oft probieren.

Beispiel 6: Einen CSR vor dem Einreichen gegenprüfen

Ziel: kontrollieren, dass ein Certificate Signing Request die richtigen Daten enthält, bevor er zur CA geht.

  1. Im PEM Decoder den CSR-Text (-----BEGIN CERTIFICATE REQUEST----- …) einfügen.
  2. Decode klicken.

Ergebnis: Die CSR-Karte zeigt das Subject (also die beantragten DN-Felder wie CN, O, C), die Bitlänge des öffentlichen RSA-Schlüssels und den Signaturalgorithmus. Sind im CSR Subject Alternative Names hinterlegt, erscheinen sie als DNS:-Badges. So fällt ein Tippfehler im Common Name oder eine vergessene Domain auf, bevor das Zertifikat ausgestellt ist.


Mehr zu den einzelnen Funktionen steht im Manual, strategische Hinweise und Stolperfallen in den Tipps & Tricks. Direkt loslegen kannst du im Tool.