SEO & GEO Analyzer — Anwendungsbeispiele
Praxisnahe Durchläufe mit dem SEO & GEO Analyzer: eine Seite prüfen, einen schwachen Score deuten und beheben, Structured Data und KI-Readiness testen.
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Das Manual erklärt jeden Tab und jede Score-Gewichtung im Detail. Diese Seite ergänzt das um konkrete Arbeitsabläufe: typische Aufgaben, Schritt für Schritt durchgespielt, mit dem Fokus darauf, wie du das Ergebnis liest und was du danach tust. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch — Tab- und Button-Namen stehen deshalb in ihrer englischen Original-Schreibweise, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.
Beispiel 1: Erster vollständiger Audit einer echten Seite
Der Klassiker — du willst wissen, wo eine Seite überhaupt steht.
- Öffne den Analyzer, füge eine absolute URL in das Eingabefeld ein (z. B. eine Produkt- oder Artikelseite, nicht nur die Startdomain) und klick auf Analyze.
- Du landest automatisch im Overview-Tab. Oben siehst du die beiden Gauges nebeneinander: links den SEO-Score, rechts den GEO-Score, beide auf der Skala 0–100. Daneben stehen die harten Eckwerte: HTTP-Version, Seitengröße, TTFB, Redirect-Anzahl und die wichtigsten On-Page-Werte (Titel, Description, H1, Structured Data).
- Lies zuerst die Farbe, dann die Zahl. Ab 80 ist die Gauge grün, ab 50 gelb, darunter rot — dazu gibt es eine Buchstabennote von A bis F. Ein Wert wie SEO 67 / Note C heißt: solide Basis, aber spürbar Luft nach oben. Wichtig ist nicht die eine Zahl, sondern welche Prüfungen die Punkte kosten.
- Geh dazu in den Issues & Warnings-Block (ebenfalls im Overview) — er listet die gefundenen Probleme gesammelt. Für die Priorisierung wechselst du dann in den SEO Score-Tab: Dort ist der Score nach Kategorien aufgeschlüsselt, jede Einzelprüfung mit Status
pass,partialoderfailund der jeweiligen Punktzahl. - Arbeite von oben nach unten am größten Hebel. Eine fehlende
Meta Description (70–160 chars)kostet bis zu 8 Punkte, ein fehlendesog:image3 — die Sortierung nach Punkten sagt dir, was sich zuerst lohnt.
Ein mittlerer Score ist also kein Urteil, sondern eine To-do-Liste. Genau diese Liste arbeitest du in den nächsten Beispielen ab.
Beispiel 2: Einen schwachen SEO-Score gezielt heben
Angenommen, der SEO-Score steht bei gelb und im SEO Score-Tab fallen drei Prüfungen als fail oder partial auf. Nimm sie der Reihe nach:
Meta Description (70–160 chars)istfail. Die Seite hat keine Description, der TabMeta Tagszeigt das Feld leer. Schreib eine 70–160 Zeichen lange Description, bau sie ein — und du holst die vollen 8 Punkte. Jede nicht-leere Description außerhalb von 70–160 Zeichen bringt 4 Punkte (partial), die volle Punktzahl gibt es erst im Zielkorridor.Single H1 Headingistpartial. ImMeta Tags-Tab (Abschnitt Headings) siehst du zwei<h1>. Mehr als eine H1 gibt nur 2 statt 5 Punkten. Mach die zweite zu einer<h2>— das räumt oft gleich die PrüfungHeading Hierarchymit auf, falls dadurch keine Ebene mehr übersprungen wird.Security Headers ≥ 4istpartial. DerHTTP Headers-Tab nennt dir, wie viele der acht geprüften Header gesetzt sind (z. B. „2/8"). Geprüft werden HSTS, CSP, X-Frame-Options, X-Content-Type-Options, Referrer-Policy, Permissions-Policy, Cross-Origin-Opener-Policy und Cross-Origin-Resource-Policy. Ergänzt du auf dem Server mindestens vier davon, springt die Prüfung von 1 auf 3 Punkte.
Danach kommt der wichtigste Schritt: Seite erneut analysieren. Füge dieselbe URL noch einmal ein und klick wieder auf Analyze — die Gauge bewegt sich nach oben, und du siehst schwarz auf weiß, dass die Fixes greifen. (Wie du Vorher und Nachher sauber gegenüberstellst, zeigt Beispiel 6.)
Beispiel 3: KI-Readiness prüfen — kann ein LLM die Seite zitieren?
Der GEO-Score beantwortet die Frage, ob generative Systeme (ChatGPT, Claude, Perplexity, Google AI) deine Seite gut erfassen und zitieren können. So gehst du vor:
- Wechsle nach dem Lauf in den GEO Score-Tab. Er ist nach vier Kategorien gegliedert: Structured Data, AI Discoverability, Content Structure und Machine Readability. Beachte: Eine Prüfung (Content Signals Declared) erscheint immer als reiner
info-Hinweis ohne Punktwirkung; eine zweite (Markdown Content Negotiation) nur im Expert Mode. - Schau zuerst auf AI Discoverability. Hier zählt die Prüfung
AI Crawlers Allowed: Sie testet dierobots.txtgegen neun namentliche Bots — GPTBot, ChatGPT-User, OAI-SearchBot, Google-Extended, Claude-Web, ClaudeBot, anthropic-ai, PerplexityBot und CCBot. Blockierst du sie, kann dich keine KI lesen. „Gut" heißt hier: 0 blockiert → volle 3 Punkte. - Prüf
llms.txt Presentundllms.txt Valid Structure. Fehlt die Datei, fehlen beide. „Gut" sieht so aus: eine erreichbare, nicht-leere und strukturell sauberellms.txt(zusammen 5 Punkte). Eine vorhandene, aber fehlerhafte Datei bekommt nur Teilpunkte. - In Structured Data zählen
JSON-LD Present,Schema Variety,FAQ SchemaundAuthor / Organization Schema. Letzteres ist dein E-E-A-T-Signal: Markiert dein JSON-LD einePerson/Organizationoder einauthor-Feld, weiß die KI, wem sie die Aussage zuschreiben kann.
Was tun, wenn es rot ist? Genau dafür gibt es passende Generatoren:
- llms.txt-Generator — erzeugt eine strukturell gültige
llms.txt, die direkt die beidenllms.txt-Prüfungen grün macht. - Meta-Tags-Generator — liefert saubere Open-Graph- und Twitter-Daten, die sowohl im SEO- als auch im GEO-Score zählen.
Lädst du danach die Seite neu in den Analyzer, kannst du den GEO-Score-Sprung direkt ablesen.
Beispiel 4: Structured Data und Rich-Result-Readiness validieren
Du willst wissen, ob deine Auszeichnung für Rich Results und KI-Zitate taugt:
- Öffne nach dem Lauf den Structured Data-Tab. Er listet alle gefundenen JSON-LD-Blöcke mit Format, Typ und Daten.
- Prüf, welche
@typeerkannt wurden. Der Analyzer sammelt die Typen rekursiv. Für die GEO-PrüfungSchema Varietygilt: ≥ 3 verschiedene Typen → volle 3 Punkte, 2 → 2, 1 → 1. Eine Seite mit nurWebPageschöpft das Potenzial nicht aus — kommen z. B.BreadcrumbList,ArticleundOrganizationdazu, steigt der Wert. - Achte gezielt auf zwei Signale: ein
FAQPage-Block (PrüfungFAQ Schema, 3 Punkte — und ein direkter Hebel für FAQ-Rich-Results) und ein Autor-/Organisations-Schema (Author / Organization Schema, 3 Punkte). Beide tauchen im Tab als erkannte Blöcke auf, wenn sie korrekt eingebaut sind. - Findet der Tab erwartete Typen nicht, liegt es meist an ungültigem JSON-LD. Schlag die betreffende Stelle im Source Code-Tab (roher HTML-Quelltext) nach und korrigier sie im Markup.
Beispiel 5: Mit den Demo-Modi lernen — ohne Live-Seite
Du musst keine echte URL prüfen, um den Analyzer kennenzulernen. Im Export / Import-Tab liegen drei Demo-Buttons, die fertige Beispiel-Analysen laden (dieser Tab funktioniert auch ohne vorherigen Lauf):
- Perfect (grün) — eine Seite, bei der alles passt: HTTPS, volle Security-Header inklusive
Content-Signal, gültiges SSL, reichhaltige Meta-/OG-/Twitter-/hreflang-Daten, JSON-LD (WebPage + FAQPage), wohlgeformtellms.txt, sauberer Überschriften-Baum, 6 Landmarks, Lesbarkeit 62. - Broken (rot) — alles, was schiefgehen kann: nur HTTP, 3-Hop-Redirect-Kette (301 → 302 → 200), Titel „Untitled", keine Description, doppelte H1 plus übersprungene Ebenen, fehlende
alt-Texte, leere/Spam-Links,robots.txtmitDisallow: /, fehlerhaftellms.txt, render-blockierende Ressourcen. - Empty (grau) — eine komplett leere Seite,
robots.txtundllms.txtbeide 404, alle Felder null/0.
So lernst du am meisten: Lade erst Perfect, dann Broken und vergleiche dieselben Tabs. Im SEO-Score- und GEO-Score-Tab siehst du Prüfung für Prüfung, was den Unterschied zwischen grün und rot ausmacht. Das Entscheidende: Die Demo-Dateien enthalten nur die rohen Daten, keine vorberechneten Scores — die Bewertung läuft beim Laden client-seitig genau wie bei einer Live-Analyse. Du siehst also keine Attrappe, sondern echte Scoring-Logik an einem bekannten Datensatz.
Beispiel 6: Vorher/Nachher sauber vergleichen
Wenn du Fixes belegen willst (etwa gegenüber einer Kundin), brauchst du einen reproduzierbaren Vorher-Zustand. Der echte Mechanismus dafür ist Export / Import:
- Vorher festhalten. Analysiere die Seite und exportiere das Ergebnis im Export / Import-Tab als JSON. Das Format ist
{ "version": "1.0", "tool": "jpkcom-seo-analyzer", "data": { … } }— gespeichert wird nur das rohedata-Objekt, kein eingefrorener Score. - Fixes umsetzen. Arbeite die
fail/partial-Prüfungen ab (siehe Beispiele 2 und 3) und deploye die Änderungen. - Nachher analysieren. Füge dieselbe URL erneut in den Analyzer ein und klick auf Analyze.
- Gegenüberstellen. Lies die alte JSON-Datei jederzeit über Import wieder ein — die Scores werden dann aus den gespeicherten Rohdaten neu berechnet, exakt wie beim Live-Lauf. So hast du den alten Stand und den neuen nebeneinander und kannst belegen: SEO von 67 auf 88, GEO von 31 auf 74.
Weil Export immer nur Rohdaten sichert und nie einen vorberechneten Score, bleibt der Vergleich fair — alte und neue Datei werden nach derselben Logik bewertet.
Noch tiefer: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jede Score-Gewichtung im Detail. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.