SEO & GEO Analyzer — Tipps & Tricks
Kniffe für den SEO & GEO Analyzer: GEO-/KI-Optimierung, typische Stolperfallen, Score-Gewichtung und die Kombination mit anderen JPKCom-Tools.
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Das Manual erklärt jede Prüfung, die Beispiele zeigen die Arbeitsabläufe. Hier geht es um das, was beides voraussetzt, aber selten dabeisteht: wo die Punkte wirklich liegen, wann eine Zahl lügt und welche blanke Anzeige du getrost ignorierst. Die Oberfläche ist auf Englisch — die echten Tab- und Button-Namen stehen deshalb im Original, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.
Den GEO-Score gezielt bewegen
Der GEO-Score wirkt anfangs zäh, weil das Maximum klein ist: 40 Punkte verteilt auf vier Kategorien — Structured Data 13, AI Discoverability 11, Content Structure 11, Machine Readability 5. Das ist die gute Nachricht: Bei so wenig Gesamtpunkten hebt jede einzelne Prüfung den Prozentwert spürbar. Du musst nur an den richtigen drei, vier Stellen anpacken.
- Structured-Data ist der größte Block (13 Punkte). Eine Seite mit nur einem
WebPage-Block lässt hier am meisten liegen.Schema Varietybelohnt Vielfalt: ≥ 3 verschiedene@typegeben volle 3 Punkte. Pack also bewusst mehrere Typen aufs Markup — typischBreadcrumbList,Article/BlogPosting,Organization. Dazu zahlenFAQ Schema(einFAQPage-Block, 3 Punkte) undAuthor / Organization Schema(3 Punkte) direkt ein — Letzteres ist dein E-E-A-T-Signal: Markierst duPerson/Organizationoder einauthor-Feld, weiß die KI, wem sie eine Aussage zuschreiben kann. Allein hier liegen 13 Punkte, also rund ein Drittel des GEO-Maximums. - Die
llms.txtbringt zwei Prüfungen auf einmal.llms.txt Present(3 Punkte) verlangt nur eine erreichbare, nicht-leere Datei;llms.txt Valid Structure(2 Punkte) gibt es voll nur bei 0 Fehlern und 0 Warnungen. Eine vorhandene, aber schludrige Datei holt also nur Teilpunkte — die Struktur zählt, nicht die bloße Existenz. - KI-Crawler nicht versehentlich aussperren.
AI Crawlers Allowed(3 Punkte) prüft dierobots.txtgegen neun namentliche Bots: GPTBot, ChatGPT-User, OAI-SearchBot, Google-Extended, Claude-Web, ClaudeBot, anthropic-ai, PerplexityBot und CCBot. 0 blockiert → 3 Punkte. Ein pauschalesDisallow: /oder ein altes „böse Bots aussperren"-Snippet kostet hier sofort. Kurioses Detail: Gar keinerobots.txtzählt als „alle erlaubt" — eine 404 ist hier punktetechnisch besser als eine zu restriktive Datei. - Markdown-Alternate ist ein billiger Punkt. Ein
<link rel="alternate" type="text/markdown">im<head>gibt 1 Punkt als KI-Extraktions-Hilfe. Klein, aber bei 40 Gesamtpunkten nicht nichts — und ohnehin eine gute Praxis für KI-freundliche Seiten. Content-Signalist nur ein Hinweis — aber ein nützlicher. Die PrüfungContent Signals Declaredistinfound gibt 0 Punkte. Jag sie also nicht für den Score. Ihr Wert liegt woanders: Sie meldet einen Konflikt, wenn deineContent-Signal-Direktive KI willkommen heißt, dierobots.txtdie KI-Crawler aber gleichzeitig blockiert. Genau dieser Widerspruch ist ein häufiger, unsichtbarer Fehler — die Prüfung deckt ihn auf, ohne den Score zu verfälschen.- Die Markdown-Content-Negotiation siehst du nur im Expert Mode. Die Prüfung
Markdown via Content Negotiation(ebenfallsinfo, 0 Punkte) erscheint nur, wenn die Probe mitAccept: text/markdownüber den lokalen Expert-Mode-Proxy gelaufen ist — der serverseitige Standard-Proxy kann diesen Header nicht mitschicken. Fehlt die Zeile im normalen Lauf, ist das kein Mangel deiner Seite, sondern schlicht der Architektur geschuldet.
Merksatz: Hol dir zuerst die Structured-Data- und llms.txt-Punkte und sperr keine KI-Crawler aus — damit bewegst du den GEO-Score am schnellsten. Content-Tiefe und saubere Überschriften (Content Structure, 11 Punkte) holst du meist nebenbei mit, wenn die Seite ohnehin ordentlich geschrieben ist.
Die Scores klug lesen
- Die beiden Scores sind unabhängig. SEO und GEO teilen sich keine Punkte. Eine technisch perfekte Seite kann GEO-schwach sein (keine
llms.txt, dünnes Schema), und umgekehrt. Lies sie als zwei getrennte Blickrichtungen, nicht als eine Note mit zwei Nachkommastellen. - Jag keine literale 100 beim SEO-Score. Das SEO-Maximum ist dynamisch: Bedingte Prüfungen wie
hreflang Valid,OG Completeness,Keyword ConsistencyundNo Mixed Contentkommen nur dann ins Maximum, wenn sie überhaupt anwendbar sind. Eine einsprachige Seite ohne hreflang kann gar keinen hreflang-Punkt „verlieren", weil die Prüfung gar nicht erst zählt. Deshalb wird immer ein Prozentwert ausgegeben — eine glatte 100 ist kein sinnvolles Ziel. Sinnvoll ist: diefail- undpartial-Einträge im SEO Score-Tab nach Punkten sortiert abarbeiten. - Farbe und Note sind Orientierung, kein Urteil. Die Gauge ist ab 80 grün, ab 50 gelb, darunter rot; die Buchstabennote läuft ≥ 90 → A, ≥ 80 → B, ≥ 60 → C, ≥ 40 → D, sonst F. Das ist eine Ampel für den schnellen Eindruck — die eigentliche Arbeit steht in den Einzelprüfungen, nicht im Buchstaben. Ein „C" mit drei dicken, leicht behebbaren
fails ist mehr wert als ein „B", bei dem nur noch Mikro-Punkte übrig sind. - Punkte schlagen Bauchgefühl bei der Priorisierung. Eine fehlende
Meta Description(bis 8 Punkte) oder ein fehlenderTitle-Korridor (bis 8) wiegen schwerer als ein fehlendesog:image(3) oder ein Text/HTML-Ratio-Punkt (1). Die Sortierung nachpointsist deine To-do-Reihenfolge.
Stolperfallen aus der Praxis
- Das Tool sieht, was der JPKCom-Server sieht — nicht deinen Browser. Der Abruf läuft serverseitig per Proxy. Es gibt also keine eingeloggte, personalisierte oder JS-nachgeladene Sicht: Was hinter einem Login liegt oder erst clientseitig erscheint, ist für den Analyzer unsichtbar. Prüf öffentliche URLs im ausgelieferten Zustand.
- Schwere Client-gerenderte SPAs werden unterschätzt. Geparst wird das abgerufene HTML, nicht ein im Browser fertig gerendertes DOM. Eine App, die Titel, Überschriften, Meta-Daten oder Inhalt erst per JavaScript einsetzt, liefert dem Analyzer ein nahezu leeres Grundgerüst — entsprechend fallen Content-, Heading- und Meta-Prüfungen aus. Das ist kein Bug, sondern derselbe Grund, aus dem auch viele Crawler solche Seiten schlecht erfassen. Server-seitiges Rendering (SSR/Prerendering) ist hier die eigentliche Lösung.
- Riesige oder weiterleitungsreiche Seiten werden abgeschnitten. Es gilt ein Body-Cap von ~1 MB (größeres HTML wird gekürzt) sowie ~15 s Timeout und maximal 10 Redirect-Hops. Bei sehr großen Seiten oder langen Redirect-Ketten kann der Bericht unvollständig sein — nicht jeder fehlende Wert ist dann ein echtes Seiten-Problem.
- Der URL-Status-Check ist rate-limitiert. Die separate „URL Status Check"-Funktion erlaubt nur ~1 Anfrage pro 2 Sekunden pro IP; hämmerst du sie, kommt ein HTTP 429 mit Wartezeit zurück. Einfach kurz warten statt nachfeuern.
localhostund Intranet gehen nicht. Aus SSRF-Schutz blockiert der Proxy private und interne IP-Adressen; nur öffentliche HTTP/HTTPS-Adressen sind erlaubt. Eine lokale Dev-Instanz oder Intranet-Seite kannst du damit nicht analysieren — entweder öffentlich (z. B. über eine Staging-Domain) bereitstellen oder den Expert Mode mit lokalem Proxy nutzen.- Eine leere TLS-Version ist meist kein Drama. Im SSL / Security-Tab kann das Feld zur TLS-Version bei manchen Live-Läufen leer bleiben (die Quelle liefert sie nicht immer zurück) — in den Demo-Daten ist sie gefüllt. Lies in ein blankes Feld dort also nicht zu viel hinein; entscheidend ist, ob das Zertifikat gültig ist und wie lange es noch läuft.
Workflow-Tipps
- Snapshot per Export, dann vergleichen. Sichere vor einer Optimierungsrunde die Analyse im Export / Import-Tab als JSON. Nach den Fixes re-importierst du die alte Datei — weil nur Rohdaten und kein eingefrorener Score gespeichert werden, rechnet das Tool beim Import neu, exakt nach derselben Logik. So ist der Vorher-/Nachher-Vergleich fair und reproduzierbar (Details im Beispiel 6).
- Mit den Demo-Modi eichen. Wer ein Gefühl für die Skala bekommen will, lädt im Export/Import-Tab erst Perfect, dann Broken und vergleicht dieselben Tabs Prüfung für Prüfung. Weil die Demos ebenfalls nur Rohdaten enthalten und client-seitig bewertet werden, siehst du echte Scoring-Logik an einem bekannten Datensatz — eine saubere Lern-Baseline ohne Live-Seite.
- Source Code als Schiedsrichter. Wenn die Structured-Data-Erkennung mehrdeutig ist — ein erwarteter
@typetaucht nicht auf, obwohl du ihn eingebaut hast — schlag die Stelle im Source Code-Tab (roher HTML-Quelltext) nach. Meist liegt es an ungültigem JSON-LD, das im Markup steht, aber nicht parst.
Mit anderen JPKCom-Tools kombinieren
Der Analyzer findet Lücken, behebt sie aber nicht. Das Muster ist immer dasselbe: mit dem passenden Tool reparieren, dann erneut analysieren und den Sprung ablesen.
- GEO-Score rot, weil
llms.txtfehlt oder schludrig ist? Erzeug mit dem llms.txt-Generator eine strukturell gültige Datei — genau das, was die beidenllms.txt-Prüfungen (Present + Valid Structure) belohnen. - Meta, OG, Twitter oder JSON-LD unvollständig? Der Meta-Tags-Generator liefert saubere Titel, Descriptions, Open-Graph-/Twitter-Daten und JSON-LD, die sowohl im SEO- als auch im GEO-Score zählen.
- KI-Crawler aus Versehen blockiert oder Sitemap fehlt? Mit robots.txt & Sitemap baust du die Crawler-Freigabe (die neun Bots) und die
Sitemap:-Einträge, dieAI Crawlers Allowed,Allowed by robots.txtundSitemap in robots.txtgrün machen.
Reihenfolge: reparieren → dieselbe URL erneut in den Analyzer → Score-Sprung ablesen. So wird aus der Mängelliste ein messbarer Fortschritt.
Noch mehr Kontext: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jede Score-Gewichtung und die Beispiele für die Schritt-für-Schritt-Abläufe. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.