WYSIWYG Editor — Beispiele
Praxisnahe Durchläufe mit dem WYSIWYG-Editor: Markdown ex- und importieren, Tabelle und Code-Block, HTML von einer URL laden, Snapshots und HTML-Quelltext.
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Das Manual erklärt jede Funktion und Extension im Detail. Diese Seite ergänzt das um konkrete Arbeitsabläufe: typische Aufgaben, Schritt für Schritt durchgespielt. Die Oberfläche des Tools ist auf Englisch — Button- und Menü-Namen stehen deshalb in ihrer englischen Original-Schreibweise, bei Bedarf mit deutscher Erläuterung.
Beispiel 1: Rich-Text schreiben und als Markdown exportieren
Der klassische Fall — du willst komfortabel formatieren und am Ende sauberes Markdown haben (etwa für ein README oder einen Blog-Post).
- Öffne den Editor und schreib los. Nutze die Live-Eingaberegeln:
#am Zeilenanfang macht eine Überschrift,-eine Aufzählung,**Wort**setzt es fett. Oder tipp/und wähl den Blocktyp aus dem Slash-Menü. - Formatiere wie gewohnt: Überschriften über das Block type-Menü, Links mit
Strg+K(oder Link in der Toolbar), eine Liste über Bullet list. Bei markiertem Text erscheint zusätzlich die Auswahl-Blase mit den wichtigsten Marken. - Wenn der Text steht, öffne das File-Menü und wähl Export Markdown…. Es öffnet sich ein Dialog mit dem generierten Markdown.
- Von dort: Copy legt das Markdown in die Zwischenablage, Save .md file speichert es als Datei, benannt nach deiner ersten Überschrift (aus „Mein Bericht" wird
mein-bericht.md). Die Ausgabe ist GitHub-Flavored-Markdown mit ATX-Überschriften (#),--Aufzählungen und gefencten Code-Blöcken.
Brauchst du das Markdown nur kurz in der Zwischenablage, geht es schneller über File → Copy as Markdown. Durchgestrichenes kommt als ~~x~~ heraus, Tief- und Hochstellung als ~x~ und ^x^, eine Textmarker-Hervorhebung als ==x==. Unterstreichung, Textfarbe und Ausrichtung haben in Markdown keine Entsprechung und bleiben deshalb als Inline-HTML erhalten.
Beispiel 2: Markdown importieren und visuell überarbeiten
Du hast bestehendes Markdown (eine Datei, einen Schnipsel, eine .md im Netz) und willst es bequem weiterbearbeiten.
-
Öffne im File-Menü Import Markdown…. Der Dialog bietet drei Wege:
- Markdown einfügen in das große Textfeld,
- Load .md file für eine lokale Datei,
- Load from URL für eine
.md-Adresse im Netz (z. B. eineindex.mdeiner Doku — der Abruf läuft über den JPKCom-Proxy).
Datei und URL landen zuerst im Textfeld, sodass du vor dem Übernehmen noch einen Blick darauf werfen kannst.
-
Bestätige mit Import. Der bestehende Editor-Inhalt wird ersetzt — vorher legt der Editor automatisch einen Snapshot an.
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Der Editor rendert das Markdown als formatierten Text. YAML-Frontmatter am Anfang erscheint als
yaml-Code-Block (statt zerschossen zu werden), Aufgabenlisten als Checkboxen,$…$/$$…$$als gerenderte Formeln. -
Überarbeite alles visuell — und exportier es bei Bedarf wieder als Markdown (Beispiel 1; das Frontmatter steht dann wieder als
----Block am Anfang) oder als HTML (Beispiel 4).
Zwei Abkürzungen: Eine .md-Datei kannst du auch direkt über File → Open file (HTML / Markdown)… öffnen oder in den Editor ziehen. Und kopierst du Markdown als Klartext (etwa aus einem Chat oder Terminal) und fügst es mit Strg+V ein, formatiert der Editor es sofort — Strg+Umschalt+V fügt es unverändert ein.
Beispiel 3: Tabelle und Code-Block einfügen
Strukturierte Inhalte gehören zu fast jeder Doku.
- Tabelle: Setz den Cursor in eine leere Zeile, tipp
/tableund drückEnter— oder öffne in der Insert-Gruppe das Tabellen-Menü und wähl Insert table. Beides legt eine 3×3-Tabelle mit Kopfzeile an. Sobald der Cursor in der Tabelle steht, erscheint darüber eine kleine Leiste: Zeilen oberhalb/unterhalb und Spalten links/rechts einfügen oder löschen, die Kopfzeile umschalten, Zellen verbinden oder teilen, die Tabelle löschen. Dieselben Befehle stehen im Tabellen-Menü der Toolbar. Spaltenbreiten lassen sich ziehen. - Code-Block: Tipp am Zeilenanfang
```(Live-Regel),/codeim Slash-Menü oder wähl im Block type-Menü Code block. Setz dann über das Code language-Menü die Sprache — z. B. PHP oder JavaScript — und der Block wird syntaxbeleuchtet. - Prüf das Ergebnis über Preview (Light): Dort siehst du Tabelle und farbig hervorgehobenen Code so, wie sie auch im HTML- oder PDF-Export aussehen.
Beispiel 4: HTML von einer URL laden, bearbeiten und als Datei speichern
Du willst den sichtbaren Inhalt einer fremden Seite (oder einer eigenen) übernehmen und weiterverarbeiten.
- Öffne im File-Menü Load from URL…. Trag im Dialog Insert HTML from URL eine absolute http(s)-Adresse ein. Wähl, ob die Seite das aktuelle Dokument ersetzen (Replace the current document) oder an der Cursor-Position eingefügt werden soll (Insert at the cursor position), und bestätige mit Fetch Content.
- Der serverseitige JPKCom-Proxy holt das HTML (nur öffentliche Adressen, max. 950 KB) und lädt es in den Editor. Relative Links/Bilder werden dabei in absolute URLs umgeschrieben; alles, was der Editor nicht darstellen kann (Skripte, Klassen, eigene Styles), fällt weg. Beim Ersetzen sichert ein automatischer Snapshot den vorherigen Stand.
- Überarbeite den Inhalt im Editor — kürzen, umformatieren, eigene Absätze ergänzen.
- Speichere über File → Save as HTML eine eigenständige HTML-Datei mit eingebettetem hellem Stylesheet, hervorgehobenem Code und gerenderten Formeln — fertig zum Weitergeben oder Hochladen. Der Dateiname und der
<title>stammen aus der ersten Überschrift.
Beispiel 5: Eine Formel und einen ausklappbaren Abschnitt einbauen
Für technische oder didaktische Inhalte.
- Formel: Öffne in der Insert-Gruppe das Math-Menü und wähl Inline math ($…$) oder Block math ($$…$$) — oder tipp
/math. Im Dialog Math (LaTeX) gibst du den Ausdruck ein, z. B.E = mc^2oder\frac{a}{b} + \sqrt{x^2}; die Vorschau darunter rendert ihn mit KaTeX, während du tippst. Apply oderStrg+Enterfügt die Formel ein. Ein Klick auf die fertige Formel öffnet sie wieder im selben Dialog. - Ausklappbarer Abschnitt: Klick auf Collapsible section (oder
/collim Slash-Menü). Es entsteht ein aufgeklappter<details>-Block, der Cursor steht schon im Titel (Summary). Tipp den Titel, dann darunter den Inhalt. - Im Export/Druck werden ausklappbare Abschnitte automatisch aufgeklappt, damit ihr Inhalt sichtbar und druckbar ist.
Beispiel 6: Verlustfreier Zwischenstand per JSON
Du willst einen exakten Zwischenstand sichern und später unverändert weiterarbeiten — ohne die kleinen Verluste eines Markdown- oder HTML-Round-Trips.
- Öffne im File-Menü Export JSON (TipTap)…. Du bekommst das native TipTap-Dokument als formatiertes JSON, kopierbar (Copy) oder als
.json-Datei speicherbar (Save .json file). - Dieses JSON ist verlustfrei — es ist das exakte Dokumentmodell des Editors, inklusive aller Knoten und Marken.
- Später lädst du es über File → Import JSON (TipTap)… (eingefügt oder per Load .json file) wieder ein. Nur für diesen Editor gedacht: Ist das JSON ungültig oder passt es nicht zum Schema, lehnt der Editor ab und behält den aktuellen Inhalt.
Für den dauerhaften, portablen Austausch nimm Markdown oder HTML; für den exakten Zwischenstand zwischen zwei Sitzungen im selben Tool ist JSON die richtige Wahl — oder, solange du im selben Browser bleibst, ein Snapshot (Beispiel 7).
Beispiel 7: Zwischenstände mit Snapshots sichern und zurückholen
Du baust einen Text grundlegend um und willst jederzeit zur letzten guten Fassung zurück, ohne Dateien zu jonglieren.
- Öffne File → Snapshots…, gib einen Namen ein (z. B. „Fassung vor dem Kürzen") und klick Save current document.
- Arbeite weiter. Öffnest du zwischendurch eine Datei, importierst Markdown oder JSON, lädst eine URL im Ersetzen-Modus oder leerst das Dokument, legt der Editor vorher automatisch einen Snapshot an — in der Liste mit „automatic" gekennzeichnet.
- Willst du zurück, öffne wieder Snapshots… und klick beim gewünschten Eintrag auf Restore. Den aktuellen Stand sichert der Editor vor dem Wiederherstellen ebenfalls automatisch, und
Strg+Zmacht das Wiederherstellen rückgängig. - Nicht mehr benötigte Snapshots entfernst du mit dem Papierkorb-Button. Es werden höchstens 20 gehalten; darüber fallen zuerst die ältesten automatischen weg.
Snapshots liegen im Browser-Speicher. Für ein Backup außerhalb des Browsers exportierst du zusätzlich als JSON, Markdown oder HTML.
Beispiel 8: Den HTML-Quelltext direkt nachbessern
Manchmal ist eine Kleinigkeit im Markup schneller getippt als zusammengeklickt — etwa eine Liste von Links, die du aus einem anderen Dokument kopiert hast.
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Öffne File → Edit HTML source…. Der Editor zeigt das HTML des Dokuments eingerückt in einem Code-Editor mit Syntax-Hervorhebung.
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Ändere oder ergänze das Markup, z. B. einen weiteren Listenpunkt:
<ul> <li><a href="https://www.jpkc.com/tools/md/">Markdown Editor</a></li> <li><a href="https://www.jpkc.com/tools/source/">HTML/Markdown-Konverter</a></li> </ul> -
Klick Apply. Der Editor übernimmt das HTML in sein Dokumentmodell; Markup, das er nicht kennt (Skripte, Klassen, eigene Styles), fällt dabei weg. Mit
Strg+Znimmst du die Änderung zurück.
Brauchst du das HTML nur als Text, reicht Copy im selben Dialog oder File → Copy as HTML.
Noch tiefer: die Übersicht zum großen Bild, das Manual für jede Funktion im Detail und die Tipps & Tricks für Kniffe und Stolperfallen. Ausprobieren kannst du alles direkt im Tool.